34<5 Ueber die menfchllcbe Natur*
5 . Noch ift ein andrer Grundfatz, welcher andem vorigen hängt, nämlich, dafs, wenn verfchie-dene Dinge diefelbige Wirkung haben, diefes ver«mittelft einer gewiffen Eigenfchaft gefchehen muffe,die ihnen gemein feyn mufs. Denn da gleiche Wir»lcungen gleiche Urfachen erfordern, fo muffen wirdie urfachliche Verknüpfung allemal demjenigenUmftande zufchreiben, worin wir eine Aehnlich-keit entdecken.
6 . Das folgende Princip beruhet auf demfelbenGrunde.
D er Unterfcliied der Wirkungen zweier ähnli-chen Dinge mufs von demjenigen Theile herkom-inen, worinnen fie unterfchieden fmd. Dennweil ähnliche Urfachen allemal ähnliche Wirkun-gen hervorbringen, fo muffen wir fcliliefsen, wennwir unlre Erwartung in irgend einem Falle ge-tan fch t linden, dafs diefe Unregelmäfsigkeit voneiner Verfchiedenheit in den Urfachen herriihre.
7 . Wenn ein Ding ab - oder zunimmt, mit derAb - oder Zunahme feiner Urfaclie, fo mufs esals eine zufammengefetzte Wirkung betrachtet wer-den, welche von den verfchiedenen Theilen derUrfaclie herrührt. Man kann vorausfetzen, dafs
die Abwefenheit oder Gegenwart cles einen Theils
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der Urfache auch allemal von der Abwefenheit oderGegenwart eines proportionirlichen Theils der Wir-kung begleitet ift. Diefe beftändige Verbindungbeweifet hinlänglich, dafs der eine Tlieil die Ur-fache des andern ift. Jedoch müffen wir uns wohl
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