344 Ueher die menfchli che Natur.
Fünfzehnter Abfchnitt.
Re g ein,
nacli Welchen wir. über Urfachenund Wirkungen urtheilen.
Nach der vorhergehenden Theorie giebt eskeine Objekte, von denen wir bei ihrer blofsenAnfchauung, ohne die Erfahrung zu befragen, be-ftimmen könnten, dafs lie die Urfachen von gewif-fen andern Dingen wären; und wiederum keine,von denen man mit Gewifsheit beftimmen könnte,dafs fie nicht die Urfachen gewiffer Dinge wären.Schöpfung, Vernichtung, Bewegung, Vernunft,Wille; alle diefe Dinge kühnen ohne Widerfpruchnoch von etwas A'nderm herkommeu, oder ein an-dres Ding, das wir uns einbilden können, zur Ur-fache haben. Diefes wird auch nach Vergleichungder oben gerechtfertigten Grundfätze nicht befrem-dend fcheinen, nach denen wir feftfetzten, dafsdie beftändige Verbindung der Ob-jekte ihre u r f a c li 1 i c h e Verltn ü p f u n gbeftimmt und *) dafs, eigentlich zu re-d e n, nichts einander av i d e r ft r e i t e t, alsExiftenz und Non - Exiftenz oder Da-feyn und Nicht - Dafeyn. Wenn lieh mmDinge nicht widerftreiten, fo ift kein Hindernifs
einer
*) Tb. i. Abfchn. J.