282 lieber die mcnfchliche Natur.'
ein andres Objekt oder einen Erfolg zu fchliefsen.Denn da das letztere Objekt, nach der Vorausfe-tznnjt, ungewifs. ift, und diefe Ungewifsheit von ei-nem verborgenen Widerftreite der Urfachen in demerftern herrührt, fo würden, wenn einige diel’erUrfachen in den bekannten Eigenfchaften diefesObjekts wären, diele nicht mehr verborgen feyn,und unfer Schlufs würde gar nicht ungewifs feyn.
.Aber zweitens ift von tlieler Art der Er-kenntniffe auf gleiche Weife bekannt, dafs, wenndie Anwendung des Vergangenen auf das Künftigeblos auf einen Verftandesfchlufs gegründet wäre,daraus niemals ein Glaube oder eine fefte Ueber-zeugung entftehen könnte. Wenn wir entgegen-gefetzte- Erfahrungen' auf die Zukunft an wenden,fo können wir blos (liefe entgegengefetzten Erfah-rungen mit ihren beierndem Verhältniffen wieder-holen; welches aber keine Ueberzeugung in Anfe-hung eines einzelnen Erfolgs, der das Objekt unfrerErken nt nifs ift, hervorbringen kann; die Phantafiemüfste denn alle diefe Bilder, welche zufammen-kommen, in einander fchmelzen, und einen ein-zelnen Begriff oder Bild daraus formiren, deffenIntenfion und Stärke der Zahl der Erfahrungen,woraus es entftanden ift, angemel’fen, und derenObermacht über ihre Antagoniften proportionirlichwäre. Unfre vergangene Erfahrung ftellt kein bo-ftimmtes Objekt vor; und da unfer Glaube, wenner auch gleich fchwach ift, an ein beftimmtes Ob-jekt gebunden ift, fo ift offenbar, dafs der Glaube
nicht