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1 (1790) Ueber den menschlichen Verstand
Entstehung
Seite
227
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Von Erltennlnifs und Wahrfcheinlichlceit. 227

Verftärkung der Lebhaftigkeit der Vorftellung. DieErinnerung an diefe Felder und Fliilfe hat denfel-ben Einflufs auf den gemeinen Haufen, als ein neuerBeweis; und diefes aus denfelbigen Urfachen.

Ein gleiches können wir auch in Beziehungauf die Aehnlichkeit bemerken. Wir habenbeobachtet, dafs der Schlufs, den wir von einemgegenwärtigen Objekte auf feine abwefende Ur-fache oder Wirkung machen, niemals auf Eigen-i'chaften gegründet ift, die dem Dinge an und füriich betrachtet zukommen; oder mit andern Wor-ten, dafs. es unmöglich ift, auf eine andre Art,als durch Erfahrung, zu beftiinmen, was aus einerErfcheinung folgen wird, oder was vor ihr vorher-gegangen ift. Aber ob diefes gleich fchon von fieltfelbft fo deutlich ift, dafs es keines weitern Beweisfes zu bedürfen fcheint; fo haben fich doch einigerPhilofophen eingebildet, als ob es eine augenfehein-liche Urfache für die Mittheilung der Bewegunggäbe, und als ob ein vernünftiger Menfch unmittel-bar von dem Stofse eines Körpers auf die Bewegungeines andern fchliefsen könne, ohne Rückficht aufvorhergegangene Erfahrung. Dafs diefe Meinungaber ganz falfch fey, davon läfst fich, Avie ich glau-be, ein fehr leichter Beweis führen. Denn folltaein folcher .Schlufs blos aus den Begriffen des Kör-pers, der BeAvegung und des Stofses gefolgert Aver-den, fo rnüfste er eine Demonftration Averden, undjnüfste die abfolute. Unmöglichkeit der entgegen-gefetzten Vorausfetzung in fich fchliefsen, und

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