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Ueber die menfchlicbe Natur?
fcliiecl zwifchen cler fimpeln Vorftellung der Exi*jtenz eines Objekts und dem Glauben an diefelbe•ift, und da diefer Unterfchied nicht in den Theilenoder in der Zufammenfetzung des Begriffs liegt»den wir uns vorftellen; fo folgt, dafs er in derArt liegen mitffe, in welcher wir uns ihn vor«ftellen. •
Man fetze, dafs jemand bei mir fey, welcherSätze vorbringt, denen ich nicht beiftimme, dafsCäfar im Bette geftorben fey, dafs Sil-ber fich leichter fchmelzen laffe, alsBlei, oder dafs Queckfilber fchwererfey, als Gold; fo ift offenbar, dafs ich, ohn-erachtet meiner Ungläubigkeit, feine Meinung dochvollkommen verftehe, und alle die Begriffe bilde,die er bildet. Meine Einbildungskraft ift mit den«felbigen Kräften verleiten, als die feinige; und esift ihm nicht möglich, einen Begriff zu denken, denich nicht auch denken könnte; oder Begriffe zu-fammen zu verbinden, die ich nicht auch verbin-den könnte. Ich frage alfo: Worin befteht nun derUnterfchied zwifchen dem Glaidten und Nichtglau-ben einesSatzes? 1 In Anfeliung folclier-Sätze, diedurch Anfcliauung • oder Demonftration erwiefenwerden, ift die Antwort leicht. In diefem Falledenkt die .Perlon, welche Beifall giebt, nicht nurdie Begriffe dem Satze geniäs, fondern Ile wirdauch nothwendigerweife beftimmt, fie gerade found nicht anders zu denken, entweder unmittel-bar oder durch die Vermittelung andrer Begriffe.
Alles