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1 (1790) Ueber den menschlichen Verstand
Entstehung
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Ueber die menfehli die Naturi

ob fie unmittelbar von den Objekten felbft, odervon der eignen fchaffenden Kraft des Gemüths,oder von dem Urheber unfres Wefens herrüliren.Doch es gehört auch dergleichen Frage überallnicht zu unferm gegenwärtigen Zwecke» Wir kön-nen Schlüffe aus dem Zufammenhange unfrer Wahr-nehmungen ziehen, ob fie wahr oder falfch find;ob fie uns die Natur gehörig darf teilen, oder ob esblofse Sinnentäufchungen find.

Wenn wir den charakteriftifchen Unterfchiedzwifchen dem Gedächtniffe und der Einbil-dungskraft fuchen, fo müffen wir unmittelbarwahrnehmen, dafs er nicht in den einfachen Be-griffen liegen kann, welche uns daffeibe darftellt;indem diefe Vermögen beide ihre einfachen Begrif-fe von den Impreffionen entlehnen, und beide nieüber die urfprünglichen Wahrnehmungen hinaus-kommen können. Eben fo find auch diefe Vermö-gen nicht durch die Anordnung ihrer komplexenBegriffe von einander unterfchieden. Denn ob esgleich eine befondere Eigenfchaft des Gedächtniffesift, die urfpriingliche Ordnung und Stellung feinerBegriffe beizubehalten, da die Einbildungskraft fienach Gefallen verfetzt und verändert; fo ift dochcliefer Unterfchied noch nicht hinreichend, fie inihren Wirkungen zu unterfeheiden, oder zu ma-chen, dafs wir wiffen könnten, von welcher Kraftder eine ( oder der andre Begriff herkäme; denn esift unmöglich, die vergangenen Vorftellungen zu-rückzurufen, in der Abficht, fie mit unfern gegen-wärtigen