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1 (1790) Ueber den menschlichen Verstand
Entstehung
Seite
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146 Ueber die menfchliche Natur!

idbft oder deren Begriffen einige Veränderung vor-geht; und ihre Stelle hängt von hundert verfchie-denen Zufällen ab, die das Gemiith unmöglich vor-herfehen kann. Mit der Identität und Kauf-falität ift es derfelbige Fall. Wenn zwei Objektegleich einander vollkommen ähnlich find, und felbftan derfelbigen Stelle zu verfchiedenen Zeiten er-fcheinen, fo können fie doch numerifch verfchie-den feyn. Und da die Kraft, vermöge welcher einDing das andre hervorbringt, nie allein durch ih-ren hlofsen Begriff entdeckt werden kann, fo iftoffenbar, dafs Urfaclie und Wirkung Ver-hältniffe find, von denen wir durch die Erfahrungunterrichtet werden, und nicht durch abftraktesIläfonnement oder Reflexion. Es ift kein einzigesPhänomen, felbft das aliereinfachfte nicht, rvelchesaus den Eigenfchaften der Objekte, fo wie fie unserfcheinen, zmn Voraus beftimmt werden könnte,,oder welches wir ohne Hülfe unfresj Gedächtniffesoder der Erfahrung vorherfehen könnten.

Es erhellet alfo, dafs von diefen lieben philo-fophifchen Verhältniffen nur vier übrig bleiben,Welche, da fie allein von Begriffen abhängen, Ge-genftände der Erkenntnifs und Gewifsheit werdenkönnen. Diefe vier Verbältniffe find Aehnlich-keit, Widerftre.it, Grade in der Quali-tät und Proportionen in Gröfsen oderZahlen. Drei von diefen Verhältniffen find beimerften Anblicke zu entdecken, und fallen eigent-lich mehr in das Gebiet der Anfchauung, als der

Vernunft-