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1 (1790) Ueber den menschlichen Verstand
Entstehung
Seite
97
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Von Raum uncl Zeit.

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die der Definition vollkommen entfpräche: Sie kön-nen nicht exiftiren; denn man kann aus diefen Be- griffen Demonftrationen herausbringen, welche be-weifen, dafs fie ganz unmöglich find.

: Aber kann wohl irgend etwas Ungereimteres

i und Widerfprechenderes gedacht werden, als diefe; Schlufsfolge? Alles, Was durch einen klaren| und deutlichen Begriff gedacht werden kann, def-I' feil Exiftenz muls auch nothwendigerweife möglichfeyn, und derjenige, welcher vorgiebt, die Unmög-, lichkeit einer Exiftenz durch Gründe zu beweifen,die aus dem deutlichen Begriffe felbft genommenfind, behauptet in der That, dafs wir keinen deut-lichen Begriff davon haben, weil Wir einen deutli-chen Begriff davon haben. Umfonft fucht man ei-nen Widerfpruch in einem Dinge, welches fich dieSeele deutlich vorftellt. Enthielte es einen Wider-fpruch , fo würde fie fich folches nimmermehr vor-ftellen können.

Es giebt alfo hier kein Mittelding; man rnufsentweder wenigftens die Möglichkeit der Untheil- barkeit der Punkte zugeben, oder man nütfs auchihren Begriff gänzlich leugnen, und auf diefen letz*ten Griliidfatz gründet fich die andre Antwort aufden vorhergehenden Einwurf. Man hat gefagt *),dafs, ob es gleich unmöglich fey, eine Länge ohneBreite zu denken, fo könnten wir doch, vermögeder Abfträktion, das eine in Erwägung ziehen, oh-ne

*) V Art de penfer.Er ft e r Band.

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