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1 (1790) Ueber den menschlichen Verstand
Entstehung
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Ueb er die menfchlich e Natur.

get, und der fich allein auf den einfachen Grund-fatz gründet, dafs unfre Begriffe derfei-ben aus abfolut unth eil baren Th eilen,z u i am me nge fetzt find. Diefer Beweis ver-dient eine nähere Befichtigung.

Da jeder Begriff, der unterfchieden werdenkann, auch trennbar ift, fo wollen wir einmal ei-nen von jenen abfolut untheilbafen Begriffen neh-men, aus welchen der zufammengefetzte Begriffder Ausdehnung gebildet ift; wir wollen ihnvon allen andern abfondern-, und ganz allein be-trachten, und fodann ein Urtheil über feine Na-tur und Eieenfohaften fällen.

Nun ift es offenbar, dafs dies nicht der Begriffvon Ausdehnung ift. Denn der Begriff der Aus-dehnung befteht aus Theilen; der aber, von wel-chem wir reden, ift, nach der Vorausfetzung, ab-folut einfach und untheilbar. Was ift er alfo?Gar nichts? Das ift unmöglich. Denn da der zu-fammengefetzte Begriff der Ausdehnung, welcherRealität hat, aus folchen Theilen befteht; fo würdefolgen, dafs etwas reelles Exiftirencles aus Undin-gen zufammengefetzt wäre; welches ungereimt ift.Hier mufs ich alfo fragen: W T as ift unfer Be-griff von einem einfachen und untheil-baren Punkte? Es ift kein Wunder, wennmeine Antwort neu fcheint, da man bisher kauman die Frage gedacht hat. Man pflegt zwar überdie Natur der inathematifchen Punkte zu disputiren,aber feiten über die Natur der Begriffe derlelben.

Den