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Von den Begriffen.
umgekehrt wahr feyn muffen, dafs alfo alle Ob-jekte, die fich trennen laffen, auch unterfchiedenwerden können, und alle Objekte, die unterfchie-den werden können, auch wirklich verfchiedenfind. Denn wie wäre es möglich, das zu trennen,was nicht unterfchieden wäre, und wie liefse fichetwas unterfcheiden, was nicht wirklich verfchie-den wäre? Um alfo zu wiffen, ob die Abftrak-tion eine Trennung erfordert, darf ich nur hieraufmein Augenmerk richten, und unterhielten, ob alledie Umftände, von welchen wir bei unfern Allge-meinbegriffen abftrahiren, von der Art find, dafsfie von denen völlig abgefondert und verfchiedenfind, welche wir als wefentliche Stücke der Begriffebehalten. Man lieht aber bei dem erften Anblicke,dafs die beftimmte Länge einer Linie von der Liniefelbft gar nicht abgefondert und unterfchieden wer-den kann , noch der beftimmte Grad einer Qualitätvon der Qualität felbft. Diefe Begriffe laffen alfoeben fo wenig eine Trennung zu, als in ihnen einewirkliche Abfonderune; und Verfchiedenheit mög-lich ift. Sie find folglich in der Vorftellung miteinander verbunden; und der allgemeine Begriffeiner Linie, unfres Abftrahirens und Verfeinernsungeachtet, erfcheint doch in dem Gemüthe.mit ei-nem gewiffen Grade der Quantität und Qualität;obgleich die Abficht deffelben ift, andre clarzuftel-len, welche von beiden Eigenfcliaften verfchiedeneGrade haben.
Zwei-