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Steinkohlenteer, Asphalt und Isolierungen.
Bei der trockenen Destillation der Steinkohlen entsteht neben den Hmiptproduktcn: Leucht-pas und Koks, ein Nebenprodukt, das in früheren Zeiten feist vollständig nnverwertet blieb,der Steinkohlenteer. Je nachdem bei der Destillation die Gewinnung von Koks (in <-\c\\ Koke-reien) oder die Gewinnung von Leuchtgas (in den Gaswerken) Hauptzweck ist, unterscheidetman Kokereiteer und Gasteer. Der Unterschied dieser beiden Sorten leer ist heute unbedeu-tend, zumal die mit modernen Vertikalölen arbeitenden (Gaswerke einen Teer liefern, der vonKokereiteer kaum noch zu unterscheiden ist. Der aus Horizontalöfen stammende Gastccr istim allgemeinen etwas dickflüssiger und wird deshalb als Rohteer zum Streichen von Daehpapp-Dflchem bevorzugt. Die dem Rohteer anhaftenden Nachteile sind durch die uns vor 54 Jahrenpatentierte Erfindung des kalt streichbaren und nicht abtropfenden Stabil-Teers behoben.
Dank der deutschen Chemie und Farbstoff-Industrie ist der Teer heute ein sehr wertvollesAusgangsprodukt für unzahlige, teilweise sehr hoch im Preise stehende Erzeugnisse geworden.Nachstehend nennen wir einige Bestandteile, in die der Steinkohlenteer durch Destillation zer-legt wird. Wir gewinnen aus ihm: Rohbenzol, das nach wiederholter Destillation auf Mo-toren-Benzol (vollwertiger Ersatz für Benzin), Toluol (Toluolnitrat wichtiger Sprengstoff),Solvent napht ha und Terpentinöl-Ersatz verarbeitet wird. Das Benzol ist Alisgangsproduktfür die Anilin-Farbstoffe. Aus Rohnaphthalin wird durch Verbrennung Ruli gewonnen.Aulicr Verarbeitung auf Rein napht ha I in wird es neuerdings als Betriebsstoll für Dieselmotorenverwendet.
Die schweren Teeröle: Mittelöl, Schweröl und Anthrazenöl werden in großenMengen als Betriebsstoff für Dieselmotoren, sowie als Heizöl für Glühöfen undFeuerungen usw. verwendet. Sie liefern uns Karbolsäure, Karbolineum, Schwellen-lmpragnieröl und neuerdings auch Schmieröl.