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Zur Geschichte der Düsseldorfer Kunst, insbesondere im XIX. Jahrhundert
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schlechte Behandlung in der sogenannten wissenschaftlichen Literatur und der Presse stammenmag, und namentlich die Schlachtenmalerei hat sich hier schon früh ganz unbekümmert undungestört entwickelt und blüht bis zum heutigen Tage. Dafs verständige Leute, die es ja auchunter den Kunstgelehrten giebt, den internationalen und antideutschen Cancan nicht mitmachen,ist ja selbstverständlich.

Gurlitt z. B. vertheidigt die patriotischen Tendenzen der Schlachtenmalerei sehr einfach undschlagend, indem er fragt: „Ist's nicht idealistische Forderung, dafs die Kunst edle Gefühle weckensoll? Warum dann nicht die Vaterlandsliebe." Und er weist ferner darauf hin, dafs die historischenSchlachten versunkener Völker, die mit Begeisterung gemalt wurden, doch künstlerisch nicht mehrBerechtigung haben, als die heutigen.

WILHELM CAMPHAUSENDas Dragoner-Regiment Anspach-Baireuth

Die Düsseldorfer Schlachtenmalerei hat sich in so einfacher und selbstverständlicher Weiseentwickelt, dafs schon darin ein Beweis für ihre Berechtigung liegt, wenn man nicht überhaupteinem jeden Kunstzweige, wie einer jeden anderen geistigen Erscheinung diese Berechtigung ambesten und einfachsten aus der blofsen Existenz heraus zusprechen will.

Im alten Düsseldorf, das seinen kleinstaatlichen particularistischen Residenzcharakter langebehalten hat, war der Soldat, „der Preufs", allerdings der denkbar verhafsteste Anblick. Selbst dieMaler, welche mit den Offizieren des schon damals hier liegenden Ulanenregiments freundschaftlichverkehrten, dachten nicht daran, sie aufser etwa im Porträt darzustellen. Lessing, der seit seinerEinjährigenzeit mit Vorliebe Pferde studirte, hat kein modernes Soldatenbild gemalt. Die Anderen,Hildebrandt u. s. w., schon gar nicht.

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