314 Ueber die menfchliche Natur, u. f. w.
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den, fie zu wiffen. Es ift fchon genug, wenn der Be-griff uns mit folcher Starke afficirt, und uns fo naheangeht, dafs er uns durch feineUnftätigkeit undUn-beftändigkeit eine Unruhe verurfacht. Ein Fremder,der erft in eine Stadt kömmt, ift ganz gleichgültig ge-gen die Stadtgefchichten, und hat gar keine Begierdedie Aventüren der Einwohner zu wiffen; Wird eraber mit ihnen bekannter, hat er eine längere Zeitunter ihnen gelebt, fo wird er eben fo neugierig, wiedieEingebohrnen. Wenn wir eben die Gefchichte ei-nes Volks lefen, fo können wir ein fehr heifses Ver-langen haben, einen Zweifel oder eine Schwierig-keit, die in derfelben vorkömmt, aufzuklären; aberfobald die Begriffe- diefer Begebenheiten ihre Leb-tigkeit verlieren und ihr erfter Eindruck verfchwin-det, fo verliert lieh auch die grofse Begierde zu fol-chen Unterfuchungen.