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jungen (jung gu werben), bo er im alter lernet Ijarpfen. 9?un hat bodfj bin tiidj (beine^ircfje) nit allein bie rnufif funber oudfj gloggenlüten für einen gottegbienft. ocrärgermit miner muftf nieman." (Opp. II. ©. 441). — ©in ähnlicher Sligorigmug, roie gegenbie SRitfif, geigt fid^ enbliclj in gwinglig Stellung gu ben bi Ibenben fünften.Slber aud) liier I;at er nur ben gößenbienerifdjen -Iltigbrauch im Sluge; unb aud;hier miberum räumt er in SBegug auf fid; ein, baß er „für anbere SHenfdjen luft ßab infcljönem gemälb unb fteljenben bitben" (Statuen), Scheint eg bodf), alg fei erfel&er beg geidjneng funbig geroefen. *)
Djjne rechtfertigen gu motten, wag eben nur erflärt, ^öd^fteng entfd^ulbigt werbenfann, wenben wir un§ fchließlicß gu gwinglig gelehrten S3eftrebungen gurüd. Dbgleid;if^n fein firc^Iid^eg unb ftaatgmännifcfjeg SJBirfen je länger, je meßr non ber unmitteGbaren Teilnahme an ber SCrbeit ber Schule fernhielt, fo ift bocf) ihm nor allen an=beren bie 33lüte theologifdh=pb)ilologif c hier äßiffenfdhaft gu banfen, um beretwiden■Süricfj halb alg bag fdjweigerifcfje Sttljen gefeiert würbe, ©eine e^egetifdjen SBerfewie eingelne feiner ©treitfdjriften geben nicht bloß burch feltene ©rünblidjfeit unb ©prach*fenntnig, fonbern noch wehr burch bie $unft fcharfer, lidfjtooller gerglieberung 9Kufter.Offenbar aber waren bieg SBorgüge, bie er eingig unb allein aug fortgefeßten ©tubienber Sitten erwarb. ®enn non ihnen hat er gu feiner 3eit abgelaffen. Sieben ben©efcf)ichtfd;reibern nahmen bie ißh^°l°P^ en ' $Iato unb gumal ©eneca, ben er einen ©äe=mann ber ©eelen (agricola animarum), einen ®h e °l D 8 en (ethnicus, sed ferme magistlieologus) nannte, feinen eifrigsten gleiß in Slnfprucfj, unb wo er in ihnen nicht gerabe©tüßpunfte feiner Slnfdjjauungen finbet, bebient er fid) hoch gern ihrer Slugbrucfgweife.©ogar im Sehrbüchlein fommen ariftotelifdhe SInflange nor, wie 3 ro tngli benn gufeiten auch alg Slriftotelifer gelten fonnte. S3on anberer ©eite h er begegnetenfeinem fcrtirifd; = h UInol 'tftifehea -8 u S e Slriftopßaneg unb Sucian; beibe gehörten gufeinen Sieblinggfdjriftftellern. ©en gewaltigften ©inbrucf aber machte ^inbar aufihn. @r hatte ißn etwa britthalb ^ahr fpäter alg bag Sehrbüchlein, im Slnfang1526 nach ber ©egtrecenfion beg ©eporin herauggegeben. Sillein wäßrenb bort inber päbagogifdhen ©d^rift bie flaffifdEien ©tubien noch faft augfdljließlich unter bemtI;eologifchen ,3wecfe flehen unb ber jugenblidje Sefer aufg ernftlidjfte nor ben glcdenunb Slnftößen**) in ben Sllten gewarnt wirb, fpridjt bie SSorrebe gum fßinbar einewahrhaft großartige SBeite ber Sluffaffung aug. 3jn bem greife beg „gürften berSDidhter" fdjeint gwingli'felbft gum Sinter gu werben. ®a fei nicßig, quod non sitdoctum, amoenum, sanctum, dextrum, antiquum, prudens, grave, jucundum, cir-cumspectum et undique absolutissimum . . . ac mea quidem sententia nullus Grae-corum auctorum sic videtur prodesse ad sacrarum litterarum intellectum .... ad-severamus, pietatem ipsam ad eum secure mitti posse, tarn sancta et casta suntomnia. $a man meint eine ©timme aug anberen Safjrhunberten gu hören, wenn ernon ber SBaßrheit rebet, bie „bei jebem SSolf unb in jebem Zeitalter nach SJlaßgabefeiner ©igentümlidjfeit ©eftalt gewinne". Stießt an ißaläftina ift bie Steligion unbbie ©ugenb gebunben; eg giebt berufene auch writer ben Reiben; eg giebt einenloyog ontQj.MTiY.6g. Unb fo fteljt er benn nicht an, in jener nielberufenen ©teileber expositio fidei, im ©inne beg freieften fpumanigmug, ben großen fjieroen begStltertumg, felbft einem fjerfuleg unb ®h e f euä / einen Anteil an ber ewigen fperr=
*) SBgl. Opp. VII. ©. 175. Sjnbeffen taffen bie äßorte beg bort abgebrudten Slriefeg„Figuram (una cum illo) finxi“ oietteitfit and) anbere Seutung gu. ®agegen mag etroa nochbterßer gehören, baß groingli, atg ihm im Sahre 1529 3MHaug SKanuet einige (nmhrfcheintich)mit Dtaubgeichnungen nerfehene ©pottgebidjte geliehen, biefetben fo lange gurüdbehiett, big berberühmte SMater unb ©atiriter bie fftüdgabe ber „©dhimpffctjriften, fo ich üdE) nor etliche jitüberantrourt unb guo befeßen geben hob," in einem freunbtidjen Söriefe erbittet.
**) ®er chriftliche Süngüng müffe ungerührt unb unoertodi baran norübergehen, wieDbpffeug an ben ©irenen: haec audis, ut caveas, non ut capias.
Spaban- SnrtjllopSMe. X. 2. 5luft.
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