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3cllcr, gjjr.
aus frehtriHigen 5fftenfd;en äufammengefeft, für freiwillige Jünglinge Beftimmt, fürÄinber, bie oon ihren ©Item bem §errn geroibmet werben.
4. 3Rur für 2trme.
5. SRur @lementarfd;ule, nur 3lrmenfcfjule für bie nieberenStäube. 9lur baS 5lötigfte, aber baS griinblidj.
6. 9lur 3lrmenfdfjullehrer, ©lementarfb^ulle^rer für ©emeinben itnb2lrmenanftalten auf betn Sanbe, Sßaifenhäufer, ©pitalfdfjulen tc.
7. $u feiner päbagogifdjen ©dfjule, ju feiner befonberen Sehrmetljobe fdjroören.
8. dreijähriger ®urS ber Sehrjüglinge.
9. SJian will genügfame unb bemüiige Seute Silben; barum lernt jeber3ögling, jeber ältere unb ftärfere $nabe fpanbar&eit ober ein fjanbroerl.
10. iltur ©hre beS ©rlöferS, SSorteil beS SfeidjeS ©otteS unb ©rleichterung unbRettung ber Slrmut. Sarum fann unb roirb auch niemanb barin fein unb BleiBen,ber nid)t gern entBel;rt, opfert, fich oerleugnet, bulbet unb leibet, bient in 3>efuSßeinBerg.
Sieg bie 2lnftalt, auf bereit güfjrung geller nun, in ber ooHen, gereiften SRanneS»fraft eintretenb (er roar 41 2sah re «It), dffe feine ©infidjten, Kräfte unb ©aBen fam»melte. Ssn BerounbemSroerter ©elbft6efd;ränfung lief) fiel) ber treue Sftann, bem Beifeinen reichen ©aBen unb @rfat;rungen fo mancher anbere e§renootte iJBirfunggfreiSoffen geftanben märe, uon biefem feinem ißoften nicht aBIoden. ©r Bemeift aBer auch,welch eine $raft in folch bemiitiger unb fräftiger ©elbftBefchränfung liegt, „gellerS©röfje," fagt fein Seidjenrebner, ißrofeffor SluBerlen aus 23afel, „Beftanb barin, baffer Hein BlieB." „©infalt unb $raft, etwas burch unb burd) SteeHeS unb ©efunbeSohne alles äufjere ©epräitge, ein roefentlicheS Sehen in unb aus ttnb oor ©ott", baSmar ber ©inbrud, welchen biefer Patriarch madjte, bieg baS ©epräge, meines er burdffbie ftille SWad^t feiner ißerfönlichfeit roie oon jelbft bem $attS unb ber Sfnftalt auf»brüdte. ©eine gange SebenSarbeit trug „baS ©epräge beS fMmmelreidfjS" an fich,olpte, fe|en mir pnju, irgenb etroaS oerl)immelnbe§ gu IjaBen. @S roar in allem,roas er roar unb tfjat, eine geheiligte 9iatürlid;feit ober, roenn man lieber roill, einegur Statur geroorbene ^eiligfeit, roie fie ber heilige ©eift in einer fich ihm über»laffenben ©eele roirlt. 2öer if)n etroa am 33euggener ^aljresfefte oor ber gebrängtenißerfammlung fat) unb reben hörte, ber hatte oon il)m ben ©inbrud, als l)abe berPropheten einer gerebet. Unb nach Bern iMfe feinte er in ber einfadhften Sßeife, mitben ffreunben bei einem ©lafe 33ier jufammenfi^enb, fich unterhalten, erzählen, fchergenunb hoch auch ba roiber fich ungegroungen ben Singen guroenben, bie oor allen feine©eele füllten, ©r roar ein echter, eoangelifdfjer ©hrift. DB Sutljeraner, ob 9lefor=mierter? roar für ihn nicht roefentlich- Ser 23i6eldjrift, ber feft im Söorte grünbetunb in ber Siebe ©otteS unb ©hrifti lebt, ber roar fein -Dlann, ber roar er felbft.Soch fe|te er fich BaBei nicht oornehnt über bie fird;lid;en 23efenntniffe Ipnnieg.„3Bir Befennen uns," fchrieb er (1830) einer SSerbädfjtigung gegenüber, „gu bem Sehr»Begriffe ber in ber heiligen ©d;rift rooIBegrünbeten 2tugSburgifd)en unb heloetifchenßonfeffion, finb roeit entfernt oon ©d;roärmerei unb päbagogifdher ©aufelei, ber roiroielmehr entgegenarbeiten."
2lu6erlen oergleid;t geller nach bem erften ißfalm treffenb einem „33aum, ge»pflanget an ben üßafferbä^en, ber feine gmdfjt bringet gu feiner geit, unb feineSlätter oerroelfen nicht, unb roaS er macht, baS gerät rool."
Sie SBafferBäche, aus benen er mit tief fidh einfenfenben SBurgeln feine SebenS»fäfte einfog, fennen roir. Ser Früchte, roeldfje biefer 23aum getragen, finb oieleunb mancherlei. Sa ftet)t baS §auS, baS lebenbige, baS er 40 lyahre lang mitfeinem ©lauBen, SSort unb ©eBet unb mit feiner SiebeSarbeit jufammengehalten unbgeleitet hat. Sa finb 250 ©dfjullehrlinge unb 593 arme Äinber burch feine §änbegegangen, ©ie finb natürlich nidf)t alle geraten; roer fönnte baS auch erroarten?