Seiler, fi. 31.
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oor einer grofjen Anzahl (70) oon Offizieren Vorträge, rocld;e bie „Sßeftalojjifd^e 2)le=tl;obe unb ttjre Anroenbung auf militärifclje Vilbung" befpradfjen, fomie Vorträge füreinen Kreis Ijotjer grauen, unter benen fid) aud) bie ißrinjeffin Suife non fjjreufjenbefanb, oon beren ban!6arer Aufnahme audj nod; freunblid;e ©d;reiben auS fpätenSagen zeugen. ^at;re 1810 jutn Dberfd;ulrat unb SJiitglieb ber Elementar»
unterridf)tSfommiffton für Oft» unb üffieftpreufjen unb Sittaucn ernannt, grünbete er inVraunSberg, SDlarienroerber, ©umbinnen, Silfit, SRemel u. a. 9?ormalfd;ulen, t;ieltreidjbefucljte Vorträge, fo baff fetbft lattjolifd^e Sßürbcnträger, Bejeicijnenb für jene Sage,ficfj oon il;m bie Prüfungen i^rer ©deuten unb eoangelifd;e 9Jcufierlel;rer erbaten, S nSJlarienBurg fanb für 85 £et;rer unb ©eiftlid;e ein Setjrgang ftatt. Stuf einer feineroielen Amtsreifen gegen baS Snbe non 1812 fam er in Sßoleit in einem bidfen SBalbeunter bie fd;auerti^en Srümmer ber großen Armee, ein Anblid, ber il;n bis in fpäteSage im Sraume ängftigenb umfchmebte. ©inen ber tjalb Erfrorenen, einen SanbS»mann, ber ifjn meit überlebte, nal;m er in feinen ©dritten auf. ©d>on im Saljre
1811 mar er in Karalene bei Snfterburg (baS er fo, „Königin" benannte)
mehrere SRonate mit Errichtung eines ©eminarS für po!nifd;e SeE»rergög[inge unbKinber befdEjäftigt gemefen. Sie l;°djanerfennenben Schreiben beS Königs unb berKönigin (bie il;n mit einem Ving mit if;rem tarnen befcljenfte) für folclje Sfjätigfeitliegen nod; oor. Er erhielt aud) bie grofse Vtebaille „für Kunft unb SBiffcnfcfjaft",
mie früher fdfon El;renmebaillen oon ,3üridfj unb Vern. Scan fann fagen, bafj
roäl;renb beS Aufenthalts beS |jofeS unb ber SDiinifterien in Königsberg baS VoIfS»fd;u(mefen im nörblidjen ißrcufjen unter ben fräftigen, freitid; aud; einfeitigen, nid;timmer mafjljaltenben Anregungen 3ederS geleitet roorben ift.
Aber anbere ©orgen umbrängten je|t (1813) baS roibererftef;enbe ißreujjen, unbgeller, ber fid) faum oort;er (1811) mit El;arlotte Votmann aus Sirfd;au oerl;eiratl;etfjatte, oerlangte eine ruhigere äöirff amfeit. Er erhielt als Velol;nung baS StaatsgutVcünfterraalbe bei SDcarienroerber, mit ber Verpflichtung zu ©utadjten unb fommiffarifd;en©efcfjäften in SBeftpreufjen. AuS ben Vormalanftalten maren bie Zöglinge meift zurArmee abgegangen, ju neuen ©rünbungen hatten bie Finanzen feine SKittef. ©o oer=lebte benn geller bie Saf;re 1814—1822 in SJlünfterroalbe. SnbeS feiner Eigen»tümlid;feit lag nichts ferner als ein fold)e§ ©tillleben in täglicher 2Biberl;olung gutS=herrlicher ©orgen unb Sßläne. Er erbat fid; unb erl;ielt bie Erlaubnis, fid; in berSR^einproüirtz nieberjulaffen mit bem Vorbehalt, aud; bort in ©cfjulfad;en Aufträge zuerhalten. S n Köln fd;Iug er zuerft fein Sßanberzelt auf, fd^rieb bort auf Veranlaffungber roürttembergifd;en Regierung bie „©runblinien ber ©trafanftalt, bie als Erziel;ungS=anftalt beffern roill", unb bie ©d)rift: „ber ©runbfrebituerein als Vürgengefellfd;aft" - taud) arbeitete er fleißig mit an ben „V(;einifchen Vlättern" oon Stoffel unb Sieftermeg.Sn ben fahren 1824—30 lebte er, mit bem Vau eines Kaufes unb Anlegung einesÜBeinbergS an einem oben Orte befdjäftigt, in Ereuznadfj, nachher in SBchlar unbVonn. .gier ftarb bie SDtutter feiner 8 Kinber. Er feljnte fid; nun miber nach bergeimat, unb nad;bem er oon feinem König bei ber Entlaffung aus preufjifd;en Sienftennod) mit bem roten Ablerorben 3. Kl. geehrt rnorben mar, lehrte er im April 1834nach SBürttemberg jurüdf. 3Bäl;renb er bei feinem Vruber in Veuggen, ber bort bieVcitungS» unb Armenfchullel;reranftalt gegrünbet t;<dte (f. b. folgenben Artifel) aufVefucfj mar — bie bortigen SahreSBericljte intereffirten il;n fo fehr, baf; er, baS ©d;lafen»gel;en barob oergeffenb, bis morgens 4 Ul;r barüber faj) — oernahm er aus SBürttem»Berg ben Aufruf zur ©rünbung einer 9tettungS= unb ©chullel;rerbi!bungSanftalt in2id;tenftern bei Söroenftein. Er fd;lofj fid) an bie Vtänner an, bie foldfeS beabficfjtigten,unb bei feinen SRitteln unb ber Sljatfraft, mit meliher er bie Verhanblungen in bie^anb nahm, mar halb an biefem ftiUen, freunblid;en, biSl;er in gänzlichembefinblidhen ehemaligen Eifterzienferinnenflofter (geftiftet 1242) 9faum unb Drbnunggefdhafft. 3 c H er roar AnftaltSgeiftlidher unb mit feinen Erfahrungen in Unterricht