570
i'ciioMon.
roar it)m nun cmdj bie ©itte unb ,3udht beg ölten 2ltf)en fo treuer (Xen. Mem. III.5, 14), unb mit tBerounberung Blidfte er auf bie unroanbelbare Drbnung beS fpar=tanifcijen ©taateS (ebenb. IY. 4, 15, Symp. 8, 35). ©erabe in biefer SBegietjungaber finb Xenoptjon unb !yfofrateg red^t eigentlich Stachfotger beS ©ofrateg gemorben.Senn beibe erftreben ja bod^, odftofratifdfjem Sreiben abgeneigt, eine auf fitttidfem©runbe burchgufütfrenbe unb bag SSorraalten ber 33eften gutaffenbe ©eftaltung beS©taatglebenS, roobei ber eine mit befonberer Seitnalfme auf fpartanifcffe ©inridjtungenblidEt, ber anbere mit tjerglidjem ÜEBotgefatten bie ältere $eit be§ atfjenifcijen SöotfeSfid^ nergegenroärtigt. 33eibe oergichten übrigens auf tljeoretifdje Stedhtfertigung ilfrer©ebanten, galten fidf nietmeljr an bagjenige, mag im Seben unmittelbare Stnroenbungfinben unb non alten offne roeitereS begriffen tuerben tonnte. S3on fotdfenr ©tanb=punfte aus finb nun beibe auch gu päbagogifdfjen 2tnfid£)ten gefommen, bie bei alter33erfchiebenljeit im einzelnen eine bemerfengroerte Übereinftimmung im roefentlidfen er=fennen taffen unb eine 33ergteicf)ung beiber faft gu forbern fdjeinen. 2Bir faffen beibenon biefer ©eite jeßt etroag nät)er ing Sluge.
Xenoplfon, 445 ober 444 gu SCtjjen geboren, erhielt at§ ©otpr eineg roo(=tjabenben SDtanneS eine ebtere Sitbung unb geroann, nactjbem er mit ©otrateS inSSerbinbung getommen mar (Diog. Laert. II. 6, 48), an biefem einen fyülfrer, berauf feine ©ntioicfetung ben nadftfattigften ©inftuß übte, bagjenige aber, mag er etioanon bem ©optjiften ißrobitug gelernt hotte (Philostr. vitae Saphist. I. 2), gu rechterSBenoenbung bringen ließ. Db bei ber non ©trabo (IX, 2, 7) gegebenen 9tabffrid)t,baß ©ofrateg in ber ©c^Ia^t bei Setium (424) feinen ©dritter auf ben ©futternaug bem fiantpfe getragen, Xenoptjon unb SttcibiabeS oerroechfett toorben, müffen tnirbaEjin gefteltt fein taffen, ©benfo unterfud§en mir an biefer ©teile nidft, ob bie nontptjitoftratug ermähnte ©efangenfchaft XenoptjonS in SBöotien mit bem Überfälle begnon ben 2ltlfenern befeßten Dropug burdff bie Söotier in SSerbinbttng gu bringen fei.Sladfjbem ber petoponnefifdfe Ärieg in ber unglücftichften SSeife für 2ltlfen gu ©nbegegangen mar, trieb eg ben ttfatfräftigen SJtann in bie jyrembe; er trat (401) in bieSienfte beg jüngeren ©prug unb natfm an bem fülfnen Unternehmen Seit, bag in ber©djtadfjt bei ^unapa einen fo unerroarteten ©dlfluß fanb, morauf bie griedfifc§en ©ölbnerjenen berounberngroürbigen Stüctgug augfüßrten, ben Xenopffon, ißr befonnenfter jyülfrer,fo trefflich befdjrieben £>ot. Stach brittifalb ^aßren in bie 33aterftabt guriidgefehrt, bieroenige Sßodfen rorlfer feinen oerelfrten Seßrer ©ofrateg ben ©cjjierlingSbedjer h Q ttetrinfen taffen, tonnte er roenig Steigung Ifaben, lange bort gu oerroeiten, unb nidftgerabe roarfdjfeintidf ift eg, baff er bamatS, roie hoch oermutet roorben ift, bie 9Jie=morabitien fottte gefdffrieben haben. ©r fctfeint oietmelfr halb nach Slfien gurüdgegangenunb aufg neue an bie ©pitje ber frülfer oon itfm befestigten Sruppen getreten gufein. 2lber freitidfj entfrembete er fiel; im Sienfte ber ©partaner, roetche bie iperferbebrängten, ber ißaterftabt met;r unb met;r, unb atg er bann im forinttfifetfen Kriegemit StgefitauS nadf ©riedfentanb gurüdgefomtnen mar unb bie ©dffladfft bei Äoroneamitgefchtagen (fotte (394), tonnte er fetbft mol ficif nicht rounbern, baß 3ttt)en ein23erbannungSurteiI über ihn augfprach: er Ijalte bie SBaffen gegen bag ißatertanb unbatg einflußreicher SBefelftglfaber getragen. Safür geftatteten ißm bie ©partaner in©filtug, einem ber Drte, metche fie oon ben ©teern befreit hotten, feinen SBoIfnfih 3 Unehmen. Sort taufte er oon ber $rieggbeute, bie ilpn in 2lfien gugefatfen unb burchfeine Verfügung ber SlrtemiS oon ©pt^efug geroeitjt roorben roar, Sanbereien an mit©arten, Söiefen unb SBatbung unb oerroaltete fie bann für bie ©öttin, roeShatb er auchalljährlich oon bem 3 e h nt en beg aug biefen Sefi|ungen fommenben ©rtragg ein ftatPticheg Dpferfeft anftettte für bie Seroohner oon ©fittug unb ber benachbarten Orte.33on bem übrigen ©rtrage lebte er fetbft (Anab. Y, 3). Sie auggebelfnte SDtujje,beren er fiat; in ber fct)önen ©infamfeit erfreute, — übrigeng machte if;m bie Siatjeoon Dtpmpia oietfaihen S?erfe[)r mit ©riechen alter Sänber möglich, — h at er