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10 (1887) Vokabellernen - Zwingli
Entstehung
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äßagncr.

2 ) Ser Suft folgenb »ergab ber fDlenfd; bag ©efefc. 3) 2IIg er ©ott 51 t lieben auf=hörte, fiertg er an, ben 9läd;ften 311 ijaffen. 4)©0 in fid; felber gerriffen, in geinb=fd;aft mit feinem eigenen Sölute, füllte er bie SBergmeiflung in fiel), im Safein bie§öße, im Seben ben Sob. Sem 3Jlenfdpen roarb bie ©iinbe gum $Iud;" (§ 235).Satter fpridfjt ©hriftug: 1) Su foßft lieben ©ott beinen $errn uon gangem fjergen(§ 237). 2) Sal;er fpridd ©I;riftug: S>rbifcfje Suft unb unreine ©efinnung macht

ben -Dtenfchen nerbamtnlid; (§ 238). 3) Su foltft beinen üiäcljften fieben alg bicfj

felbft (§ 239). 4) ÜBenn if;r tf;ut ben SBißen meineg fßaterg im $immel, fo roirbbag fMittmelreicf) unter euch äftenfd;en felbft ipta| nehmen. ©eijr einbringlid; »er=breitet fid; nun ÜBagner über bie Heiligung ber natürlichen fBerl;ältniffe ber Familie,ber Sienftboten, ber 9lad)barn, ber SBaterlanbg» unb ber geitgenoffen burcfj bagßf;riftentum. SSenn ferner ber SDienfcfj fid; atg ©iinber^le, roerbe nur ber tiefe©cljmerg, roelcijer fyolge ber ©ünbe ift, iljn miber reinigen unb gu neuer ©ottegliebeergeben lönnen. Sebt aber biefe Siebe in ihm neu, fo ift i[;m feine ©ünbe oer=geben*), fölan oergteid;e übrigeng f. ©d;rift: ^Religion, SBiffenfdfjaft, flunft unb©taat in if;rem gegenfeitigen fßerhältnig.

Sag oierte Kapitel, bie SBiffenfdjaftgfchuIe ober Unioerfität, gehört freilid^ garnicht mehr in ben ©efidjjtgtreig ber ©ncrjflopäbie. ©erabe biefeg Äapitel aber f;atam meiften praftifd;en 33oben, unb ber 3lnt;ang: 93on ber äußeren Drganifation berllnioerfitäten, ift uon eigentümlichem ^ntereffe.

©0 fel;ren mir beim hiermit gu ber |mhe non ÜBagnerg alabemifdjer Saufbaijnguriid, auf ber mir il;n oertaffen haben. 9Rit bem 1830 erfd;ienenen Organon hatte etfeine fRecfjnung abgefd;toffen. Obgleich er bamatg noch 96 3ul;örer in ber f$htt°f 0 Ph' egäl;lte, ifolierte er fid; bod; mehr unb mehr in feinem |faufe, unb mad;te baoott nureine 2lugnahme, alg feineg greunbeg 2lbam eingiger ©ol;n in üBürgburg ftubierte, benbag ©Ifepaar mit elterlidher Siebe empfieng. Serfelbe ift beiben aud; fpäter ein Sroftit;reg finberlofen 3llterS geroefen, unb nacf) beg leiblichen SSaterg Heimgang (1836)non beiben ihr eigener ©oljn genannt unb g(eid;fam aboptiert roorben. 9Rittlerroeilemar für SBagner 1834 eine bebeutenbe 33eränberung in feinen dufferen Sebengnerljälbniffen eingetreten; er mürbe gleictjgeitig mit einer 2lngal;I anberer SRitglieber berphi!ofophifd;en unb theologifd;en gatultät quiegciert. gunehmenbe $ränflid;feit, ©icf)bleiben, liefen ihn erlernten, bah mit biefer SRaffregel gugleidfj eine Saft non it;m ge=nommen mar. Sitterarifdh blieb er noch thätig: fein ©r;ftem ber ißrinatöfonomieerfdjien 1836, feine merfroürbige Sid^terfd^ute 1839. ^n SBürgburg aber fanb fid)bag alternbe ißaar met;r unb met;r nereinfamt; ba entfdjloff fidh ÜBagner, in bie Ütäfjebeg ©cfjülerg nad; fRemtllm übergufiebetn. §ier, in einem eigenen, reigenben 33efi^tum,roeilte nun ber ©reig, fortmährenb, obrool non lörperlidjen Seiben heimgefucljt, hochgeiftig thätig unb namentlich burdfj jeben ©dfjimmer non Slnerfennung aufgerichtet, »onroenigen gelaunt, non noch roenigeren erlannt, big am 22. fRouember 1841 ein fanfterSob ihn abrief, ©in einfad;eg Sentmat im fßfarrborf ipful;l, gu beffen Siöcefe batnals9ieu=Ulmg enangelifdhe ©emeinbe gehörte, fd;müdt feine unb feiner ©attin fRuhcftätte.

Ser ÜSerftorbene l; a i guroeilen mit ÜBehmut empfunben, bah er bem grobenfßublifum im gangen unbefannt unb fremb geblieben ift; ja er l;at big an fein @nbcgumeilen offen barüber geflagt unb mol auch norauggefagt, bah ih m f e m n0 ^roerben müffe.Sie $eit brängt überall nach meiner ©ache, aber mich miß fie nicht2tm ©nbe roirb fie mich bocl) nocfj hnben müffen" (ngl. audh 93rief 115 ©. 287).

*) Sßon ben lebten ©tngen foinrnt in biefer Dieligiongteljre nicfjtg nor. ©enn non einerperfönlidjen Unfterbticfjfeit toeifi SEagner nictjtg (f. 3!a6ug, SBagnerg Seben, Sefire unb SJebeiotung 8. 98). ©ie Seele ift ifjnt nur ooriibergehenbe fjnbioibualifierung beg unioerfaten SeBens,bag roie Äronog feine Sinber oerfcbKngt. @g mu§ bafier auffaüen, bah b em SnbitnbuumiiberEiaupt fittlic^e fyrei^eit oiitbiciert (Organon § 404); ein Sßiberfprutf), roelcfjen fRabug a. a. D-in auggeäeicfmeter 3Beife beroorhebt unb begrünbet.