SoIttWnle.
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einfad) _ spfarrern unb Sehern tt;atfäd;tid) beftetjt, roie oietfad; erftere 3 . 93. auchfür bie £eranbitbung junger 2 cute jum ©djulftanbe tljätig finb, ftrebfame 2 lnt;ängerin iE>rer ffortbilbung unterftütsen, bei cintretcnber 33ert;inberung, $ranft;eit u. bgl. beg£et;rerg willig augt;etfen, unb wie oft cg ber Pfarrer ift, ber auf bcm 9fatf;aug jenenmit feinem ©d;itbe bedft, mit feiner giirfprad^e förbert, unb roetd;er Überbein ben33 orurteiten miber neue £ef;rfäd;er u. bgl. gegenüber mit feiner Sßerfon einftet;t. !ga,ber ©ebanfe an eine SScrbinbung beg Sdjutamteg mit bem geifttid;en eignet fid; inHeineren ©cmeinben mol 31 m Slugfüljrung unb ift Ijier unb ba, 3 . 33. in SBürttem»berg, in ben littauifdjcn ißräscntoren, ben oftpreuhifdjen 9teftoren nerroirflidjt. 3 £irglauben, baff aud; in größeren ©cmeinben ber nodj riiftige ©eifttidje fid; verpflichtetfinben muff, fomeit eg bie altem anbercn oorget;enben ©efd;äfte ber ©eelforge unb beg$ienfteg im ©ottegtjaug ertauben, bem 2 et;rer mituntcrrid;tenb beguftetjen, um benjRadjteitcn einer Uberoötferung in ber Staute oo^ubeugen, ober um eine etroa ein=getretene Un 3 utängtid;feit beg ©eatterten 511 ergänzen; gteidjroie ber Sienft an berermadjfencn ^ugenb in ^ortbitbunggfdjulen burd; Übernahme aud; fotd;er güd;er, bienid^t unmittelbar religiöfe finb, fcineSroegg aujjerjjalb beg geifttid;en 33crufeg liegt,nietmetjr biefem unterftüffcnb 3111 - Seite ftetjt. Sieg atteä fe|t freilich eine 33itbungg=taufbatju unb eine 3tnfd;auung non SBefen unb Pflichten beg fird;Iid;en 33erufeg ooraug,metd;e basu geeignet finb, nicht nur Äenntniffe unb ©efd;id, fonbern aud; Huftunb Siebe 311 m Sd;utt;atten 311 pflaigen. ©inb bie oorftef;enben 33cmerfungeit rid;tig,bann roirb man burd; fie 311 ber ßinfidjt gelangen, baff eg fid; bei ber geioöt;nlid;auf bag tßertjättnig 3 mifd;en $irdje unb ©d;u(e gerichteten grage oiel roeniger nonfftcditen, als vielmehr non Pflichten Ijanbett, metd;e ben beteiligten obliegen, bafj eint)errfdjfüd;tigeg ©treiten um bie erfteren nur ba möglich ift, roo bag 33erouhtfein nonben festeren fid; uerbunfett t;at, fdjiitsenbe Sfedjte aber non beiben ©eiten nur in bemJatt befonberg 511 forbern mären, menn burd; ein 3 mifd;en bem ©tanb ber ©eifttidjenunb ber 2 et;rer obfd;mebenbeg naturmibrigeg 93erl;ättnig ber eine ober ber anbere anber Grfültung feiner fßflid;tcn gct;inbert mürbe. 5iid;t eine Stedjtg* fonbern eine 33e=rufsfrage ift eg, roetd;e t;ier 3111 - ßntfdjcibung gu fommen hat; unb beibeS märe gteid;nerfehtt, menn ber tpfarrcr fagen mottte: bie Schute ift mein, unb ber 2 et;rer: bie©d;ute, bag bin ic^.
2Bem gehört nun aber bie SBotfgfdjute? Sine 33eantroortung biefer$rage ift 3 mar im 33ig[;crigeit fd;on mef;rfältig angebeutet, bod; erfd;eint eg angemeffen,fid; noch befonberg barauf cinsutaffen, 100311 fotgenbe 33emerfungen bienen mögen.Sie ©cfjuten jeber ©attung t;aben bie Ütufgabe, bagjenige, mag bie ßrroad;fcnenmiffen unb fönnen, ben §eranroadjfcnbcn mitguteilen; fie nermittetn bie Überlieferung,non Äenntniffen, jyertigfeiten u. f. f. Sarum ift bie näd;fte 3fufgabe ber 3$otfg=fdjute-, bie föinber bagjenige 31 t lehren, mag in ben Greifen, melden fie angehören,allgemein gemufft roirb, 311 miffen nötig ift. 2 lm einfacfjften gefchäf;e fotd;eg burd;bie ßttern fetbft, roie eg benn aud; ©egenben giebt, roo bie fiinber 3 . 33. 2efen,Schreiben, 9ted;nen, nebft ^Religion non ber 3Ruttcr ebenfo gelehrt merben mie Hanb=roirtfdjaft ober ©emerbc uom 33atcr. Söeit nun aber jebenfattg ba, roo bag Heben
aug feiner urfprüngtidjen ßiufad;t;cit I;<n'auggetrcten, bie 33efd;äftigung eine manig»faltigere, bie Leitung ber Slrbeit notroenbig gemorben ift, bag Gtternljaug fd;on feine3 ß it 31 t foldjent üntermeifen finbet, fo tritt bie ©djute in bag SJiittet unb ber Hef;reran bie Stctte ber ßttern. Ser Unterricht in ber 33olfgfdjule, benn bei getef;rten unbSadjfdjulcn treten anbere Momente t;> n 5 u , ift «tfo ein fünftlid;er Grfatj beg natür»Iid;en j3auguntcrrid;tg; ber 2 ct;rer aber ein augt;etfenber SDtanbatar ber ßttern. $nbiefer §infid;t muff man fagen: bie 33otfgfd;ute gehört ber Familie. Unb fürroat;r,eg ift 31 t bebauern, bah i>ie $amitie fidh biefeg it;reg Gigcntumgrechteg fo roenig be=muht roirb, non bemfetben oietfad) fogar ba faum einen ©ebraud; macht, roo fieburd) bie ©efeije hierzu befugt unb aufgeforbert ift. 9Jiit 3ied;t beftagt ©toi;