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10 (1887) Vokabellernen - Zwingli
Entstehung
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SoIKföulc.

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SEBeiS^eit ber ßaiferin SJcaria Sfjerefia geebneten unb non ber Energie ihres ©ofjneSgofep^ umgebrochenen 33obenS ju bebenflid;en fRüdfdjritten gebrängt roerben fonnte.Slber baS ©elfertfdje 33uch, an gcfd^id^tlid^en älufftellungen unb guten ©ebanfen fonftjo [eibet an einer fonfeffionellen ^Befangenheit, bie eS bem SSerfaffer erfdjroerte,raa§ auf beiben ©eiten £id;t unb ©Ratten ift, genau ju fefjen unb 3 U jeidjnen. ©ofinbet er 3 . 33. allerbingS im proteftantifdjen Seutfdjlanb einen SSorrang non ©itteunb Silbung, aber baran barf ber IßrotcftantiSmuS beileibe feinen Seil haben, fonbernalles SSerbienft folt ber 23ie[l;eit ber fleinen ©öfe jufaffen, ber bamit gufammenhängen»ben reidjen SluSftattung unb trefflichen ßinridjtung ber mittel» unb norbbeutfdjenUniocrfitäten unb großen Slnjaljl non ©rgieljungS» unb £el;ranftaltcn (©. 592). 2lberinar benn früher nid;t aud; baS ©ersogium Satjern ein ©ebiet non nur mäßigemUmfang, unb hoch galt bort ein ©efeh, roelcIjcS ben 33aucrnfinbern uerbot, bie ©djulenod) ferner ju befud;en, fobalb fie 12 $ahre att roaren, unb roeld;eS bie ©rridjtungnon (Schufen in ffeinern Sörfcrn non einer befonberen Erlaubnis abhängig madjt(©eppe 33b. III. © 2), ein ©efei}, baS iiberbem noch ben ^ergog 2Rap I. (1616)3Kühe foftete, feinen ERätcn gegenüber aufrecht ju hallen , benn biefe hatten äfbfdjaf»fung aller £anbfd;ulen oerlangt unb eS gefd;al; auf bie ©cgcnnorftellungen ber £anb=tagSncrorbneten, bah ber § er 3°9 feft blieb ( 0 . ©eifert a. a. D. 6 . 37). Serfelbe©eiehrte fudjt beit bem ^efuitenorben gemadjten 33orrourf, nur bie 33ilbung ber $ugenbauS ben befferen ©tänben an fid; gcriffen 51 t hoben, baburd) 31 t milbern, bah ei be=hauptet, eben baburch h a & en bie S c fnitcn mittelbar, ol;ne eS 311 beabfid;tigcn, bie33egrüubung ber 33oIfSfd;uIe im ©egenfat; gur gelehrten ©djule herbeigeführt; ja erfnüpft baran fogar ben ftiHen ilortnurf gegen bie proteftantifchen £änber, bah bafelbftmit jeber bebeutenben ©tabtfdfjule latcinifche unb auch mol gried)ifd;e Älaffen oer»brtnbcn roaren (©. 39), roomit gefagt roerben roill, bah f;n ,r burd; bie beutfehe 33ilbungjurüdgehalten roorben fei. 3lber roeld;eu 2ßert barf man jenem negatioen 33erbienft,roenn eS überhaupt eines mar, jufdjreiben, roenn man fid; erinnert, roie eS bie $ie=fuiten roaren, bie 3 . 33. ben unter 9)iap ^ofepl; um bie 9Uitte bcS norigen $aljr=hunbertS non bem 33enebiftincr ©einrid; 33raun gemachten Slnfang einer pflege beut»fcher 33ilbung in ber baprifdjen SBoIfSfcjjulc als eine Iutl;erifche Weberei befämpft l;abenbis an ben Sag ber 2lufl;cbung ihres DrbenS (©eppe 33b. III. ©. 3). 2£eit ent»fernt finb mir natürlich non ber SReinung, als gehöre eS 511 m üßefen beS $atl;oIiciS=muS, bie ©d;ule abgünftig 311 bcljanbeln, aber baS follte man nicht beftreiten, bahbiejenige $orm beS Äatf;oliciSmuS, roeld;e ben dladjbrud auf bie Älerofratie ober aufben Geremonialbienft legt, bie 33erfud;ung 31 t einer ftiefmtitterlid;en 33el;anblung ber33olfSfdjule recht nal;e bei fid) I;«t.

©efd;id;tlid;, bieS mirb fein Unbefangener nerfennen, fteHt fid; unfere 33oIfSfd)uIeals ein E^eugniS ber djriftlidjen 9Jlenfd;cnliebe bar, unb ebenfo unbeftreitbar ift eS,bah bie ©rünbung unb Drbnung biefeS ©djuIroefenS f;onptfäd;Ii<h non ben biirger»Iidjen Dbrigfeiten in Seutfdjlanb auSgegangcn ift, jebodj unter 2lnlel;nung an biefird;lid)en ^nftitute unb unter Ijelfenbcr 9Jtitroirfung beS geiftlid;en 2lmteS, fomeitbaSfelbe nid;t burch einfeitig flerofratifd;e .ßroeefe 311 einer gleichgültigen ober feinb»feligen ©tellung nerlcitct mar.

Sie pflege ber unteren 33oIfSfd;id;tcn burch Unterrocifung ber ijjugenb, roie fienachmeisbar feit 3 $ahrl;unberten ftattgefunben unb fich burch bie Epochen beS ißie»tiSmuS unb fpätcr ber Slufflärung nad; fiefjrftoff unb 9jtetl;obe entmidclt l;at, trägtbaS -Dlotto an ber ©tirne:3h n jammerte beS 3?oIf3." Unb fürmal;r auch in unfernheutigen Sagen, fofcl;r fich bie ^Begriffe neränbert, unb ©eltung, 3luSfel;en unb ©e=ftalt ber SolfSfdjule fich S e 0°& en h a & Crt » liegt es hoch immer noch mefentlidj an bem©inn beS Erbarmens mit ben kleinen unb ERiebrigen, an ber fich h erft blaffenben fftiHen ©irtentreue, bah eiroaS Süchtiges unb 33IeibenbeS in biefer ©dfjule gefc^afft roirb.Senn begrifflich unb rechtlich angefeljen ift unfere 3$oIfSfdjule allerbingS nicht mel;r