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ffiätfel.
fRätfel je unb je jut Sprache ju bringen veranlagt ift: wäre eb ju nie! »erlangt,eine eingeljenbe SenntniS biefer gilialprooing beb ©eifteSlebenS irgenbwie gur ©ebingungber ©ilbung ju machen. 9iur als wünfdjenSwert mag eS betrachtet werben, baß manbaS ©olfsleben, bie ©pradwn unb bie ©cßriften älterer unb neuerer 3 e ü gelegentlichaudj nad) biefer ©eite fennen lerne, gur (Srgängung beS ©ilbeS, ba8 man fid) »en»ergangenen 3 e 'ten nab ©ölfern gehalten »iß. -Qm fpinblicf aber auf bie früheren Stn=beutungen, wie ftarl bie Steigung gu änigmatifcfjer Slnfdjauung unb Stebe unb wie großbie 3af?l ber 9tätfelfprüdje aßer ©rt »orgugSweife bei ben Hebräern unb bei bem ger=manifdjen ©olfSftamm War, barf Wohl, fd^on hiftorifcf) unb fpradjlidj betrachtet, bie©adje beS StätfelS aud) ber ©äbagogif gur ©eadjtung empfohlen werben, ©ie hatgu bebenfen unb gu berüdfidjtigen, baß wir oljne aßen 3 toe ifet bie baß wir
unfer eigenes ©olfbtum um ein ©uteb beffer »erflehen, wenn wir bem Stätfelgeift,ber beibe burdjgieht, laufeben gelernt haben.
©iS auf einen gewiffen ©rab weift fd)on baS eben ©efagte barauf Ijiib baß egnic^t wofjlgefhan wäre, wenn man, gumal in beutfdjen Sanben, jematö aufhoren woßte,aud) für bie ©egenwart bem Stätfet einen ©tafc bleibenber ©Jertfdjähung unbÜbung im ©olfsleben unb in ber Sitteratur unb fomit aud) bei ber ©rgieljung unbSSitbung ber Qugenb einguräumen. ISS wäre bieS ein ©bbredjcn ber ©riebfraft einergeiftigen SEhötigJeit, bie aufS engfte mit unferem beutfd)en SBefen »erwadjfen ift, unbeb wirb baljer, foweit unb folange beutfdje ©prache Hingt, für Sllte unb Sungewal)r bleiben, WaS ©oetlje in SllepiS unb ©ora fagt:
-@o legt ber Siebter ein Dtätfel,
Sünftlid) mit Sßorteit »erfepränft, oft ber S3erfammluitg ins Opr.
Seben freuet bie feltne ber zierlichen S3itber SBerfnüpfuitg,
216er noch fehlet ba8 SBort, ba§ bie SBebeutung »erwaprt;
3ft e8 enblid) entbedt, bann heitert fid) jebeS (Semüt aufUnb erblidt im ©ebiept boppett erfreulichen ©inn.
Sßeitereb über bie bßflege beb StätfelS f. meinen Slrtifel in ber ©eutfdjen SBarte,©tailjeft 1874.
©cd) eS bebarf jefct nodj im befonbereu beb StadjweifeS, baß unb warum, inwelcper ©Seife, in welchem Umfang, wo unb wann baS Stätfel bei bem Sßerfber üugenbbilbung gu »erwerten unb gu üben fei. 2luf aße biefe fragenläßt ftd) nunmehr furge Antwort geben mittelft ber obigen 9Zad)Weifung über bie »er=fdjiebenen ©eifteSIräfte, weld)e nicht minber beim SBfen wie beim ©djaffen »on Stätfetnin ©Ijätigfeit gefegt werben, unb auf ©runb ber Unterfcpeibung ber brei fpauptartenbeb eigentlichen StätfelS, bie wir ber $ürge halber ©erftanbeb=, ©»116= unb äfthetifdjeSiätfel nennen woßen.
S8 leud)tet ein, baß, abgefel;en »on befonberen ©erufbarten, g. ©. bem Sitteratur=hiftoriler, jeber ©ebilbete w»hl baran thut, gu »ietfeitiger Slubbilbung unb gur Läuterungfeineö ©efdjmadb mit bem äfthetifd)en Stätfel; gur ©d)ärfung, ©elebung unb Übungfeineg ©erftanbeg unb ©djarffinnS, aud) feiner ^ombinationSfraft unb beb @ebäd)t=niffeb, mit bem gelehrten ©erftanbebrätfel; enblid) gutn ©el)uf ber fo wünfdjenbwerten©ewanbtheit, bei ©ingen unb ©orfäflen beb täglichen Sebenb rafd) unb mit ©3ih Siebeftel)en unb feinen SRann fteßen gu fönnen, mit bem ©olfgrätfel mehr als oberflächliche©efanntfdjaft gu machen. 3lße8, waS in aßen biefen 9iid)tungen, wie man fagt, benSopf auSpu^t, muß für bie ißäbagcgif beadjtenSwert unb gut »erwenbbar erfcheinen,bieS um fo mehr, ba biefelbe entfernt nid)t bloß baS Semen, fonbern baS Seben, alfoinSbefonbere aud) baS gefeßige Seben inb 2luge ju faffen hat. 2Bie manche fabe unbfaule Unterhaltung fann abgefdjnitten, wie mandjeS gefeßige ßafammenfein »on altunb jung, »ornehmlid) in gemifd)ten Greifen, fann geiftig unb gemütlich belebt, wiemanche ©eifteSfraft erfrifd)t unb genährt, ja felbft gewedt werben, wenn ju rechter©tunbe ber fRätfelgeift fein munteres ©piel treibt! ©aß eb aud) gewanbte unb auf*