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Stoklaiö.
Sungenlräftigitng burd) lauteg Stufen fam Oor. 9Iuf bem fpeimwege, ber nun wiederlangfam gefdjah, botanifierten fie; bie -ßflanjen würben gefudjt, geprüft, mit ben Be=fd)reibungen ber Sitten eerglidjen unb juljaufe oerwal)rt. Sßar ber SJtorgenimbiß fpärlidj,fo burfte nun bie 9lbenbmal)ljeit meljr Stecht in Slnfprud) nehmen, bod) war aud) fie fnon allerlei geiftigen Befähigungen umgeben unb burdjjogen. 9tacfj bem Stbenbbrot jwürben aud) bisweilen bie Berfammtungen gelehrter Seute unb foldjer, bie frernbe Sänbergefeljn, aufgefudjt. „Um Btitternadjt, beoor fie fid) jur Stuf)’ begaben, fliegen fie aufbem freieften unb lüften ©öder i^reS Kaufes, beS Rimmels Slntlifc ju befdjauen unbgaben ba auf bie Kometen adjt, wannS ihrer Ijätt, auf bie giguren, Slfpecten, Stellung,übppofitionen unb ©onjunctionen ber ©eftirn. ©ann recapitulirt er fiirjlid) nad) beriptjtfyagoreer Slrt mit feinem Seljrer alles, waS er im Sauf beS ©agS gehört, ocrteljrt,erftort, getban unb gelefen ^ätt. Unb ruften (Sott ben ©djöpfer im ©ebet an, fünfteni^ren ©lauben $u ifjm, lobpriefen feine unenblidje ©iit’ unb gteidjwie fie ihm ®anl füralles Bergangene fagten, fo befahlen fie fidj aud) in aller 3ufunft feiner göttfidjen ©nab’unb tpulb. 2Bann bieS oollbradjt war, gingen fie fcfjlafen."
©in wenig anders war bie ©ageSorbnung bei Stegenwetter. $war bie Seitionengehen unoeränbert weiter; aber an bie ©teile beS ©urnenS treten teils anbre ©piele,teils Belehrungen auf bem offnen SStarft beS SebenS, „gingen aud) auS unb falten, |wie man bie SJtetaüe fdjmolg unb fd)ieb ober ©efdfühe goß ober befud)ten ©olbfihtniebebie Suwelirer, ©teinfdjneiber, lldjpmiften unb ÜJtünjer, desgleichen bie SBeber, bie©ammet= unb ©apetenwirfer, bie Uhrenmacher, ©piegelfd)teifer, Drgelbauer, ©rüder,gärber unb mehr bergleictjen IpanbwerfSleut unb überall, wo fie hinfamen, ba theilten, ;fie ©rinlgelber auS, wogegen fie bie -Snbuflrie unb ©rfinbfamfeit ber ©ewerbe betradjteten ;
unb einfehn lernten. SBoljnten aud) ben öffentlichen Sectionen, ben folennen SlctibuS, j
Stepetitionen, ©eclamationen, 3eugenoerIjören, ber artigen Slnwälb, ben ©ermonen ber j
reo. iprebiger bei"-„unb ftatt beS fperbarifirenS gingen fie in baS ©pejereh=
gewölb ju ben ^räuterhänblern unb Slpothefern, unterfudjten ba aufmerffant bie frembenHBurjeln, Blätter, ^5rüd)te, bie ©ämereien, ©ummen, ©alben, desgleichen, wie man fieoerfälfd)t." ©elbjl ©aufler unb 2Jtarltfd)reier mit ihren ©eften unb gmten bliebenoon ber Slufinerffamfeit beS jungen dürften nidjt auSgefd)loffen unb biefem würbe bie i
fortgefe£te Übung, bie ihm anfangs befdjwerlid) fd)ien, im Berlauf fo leicht, fiiß unb |
ergöhlid), „baß eS oielmeljr als Äurgweil für einen f?önig als eines ©djüterS .ßudjtju fein fdjien". ©ennocf) würbe ihm in jebem SJtonat an einem fdjönen ^eSCen©age Bacons gegeben, weldje ju einer Sanbpartie benü^t warb." ($ap. 23, 24.
<S. 72 bis 82.) |
Stocf) einmal führt uns StabelaiS in bem ißantagruel (2. Buch $ap. 7, 8) in bie !©dfule. ©argantua ift Bater beS ißantagruet geworben, ber nun feinerfeits auf Steifen geht.
®ie Begegnung mit einem Simoufiner, weld)er bie granjefenfpradj oerhunjte, inbem ernur in Fremdwörtern rebete, entfpridjt ber Stebe beS SonaS gudjtelberger; baS Ber=jeidjniS ber ©piele im ©argantua erhalt ein noch gelungeneres ©eitenftüd in bemKatalog ber Bibliothef ju ©anft Bieter, einer fdjonnngSlofen Berhöhnung ber ©d)rift=ftetler auS ber alten ©djule. ©ie auSfül)rlid)e Befdjreibung oon ©argantuaS ©tubientritt in einem ©djreiben oor unfere ©eele, barin ber Bater feinen ©ohn ju fleißigem j
Irbeiten ermahnt, ©ie F*anjofen finb in bem Sobe biefeS Briefes feljr berebt; aber
fie gehen nidjt über bie Sffiaftrheit hinaus. „Bielgeliebter ©ohn," Ih er an, „unterben ©nabengütern unb Borjügen, Womit ber allmächtige ißrotopIafleS ©ott bie StaturbeS 3Jtenfd)en in ihrem Urfprung begabt unb auSgerüftet hat, fdjeint mir ber oor allenherrlid) unb eingig JU fein, bnrd) weldren fie in ihrem fterblidjen .ßuftanb fdjen eineSlrt Oon Unfterblichfeit ju erlangen unb im Berlauf beS flüchtigen SebenS ihren Stamenunb ©amen ju oerewigen befähigt wirb. B3e£d)eS burd) unferS SeibeS 2I6f'unft imrechtmäßigen ©Ijeftanb gefchieht, woburch uns einigermaßen erfefst wirb, was wir burd)unfrer erften ©Itern Uebertretung Oerloren haben: ju benen gefagt warb, weil fie nicht