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Quiittilianuä.
■Dt. gabiuS DuintilianuS War woljl nidjt erft im 3aljre 42 nad) ©IjriftuS, tote©obwell angenommen bat, fonbern (nad) ©riefen) mabrfdjeinlidj fcßon im Satire 35,alfo in bet testen 3 e ^ ^ e§ ÄatferS ©iberiuS, geboten. SBenn feine ©eburtSßabt,was faum gmeifclbaft ift, ©atagurriS im ©arraconenfifdjen Spanien (j. ßalaljorraam ©bro) mat, fo muß üorauSgefe( 3 t toetben, baff et nod) im erften Knabenalter mitfeinem IBater, bet 9fljetot toat, nad) 3iom gefommen ift, wobin ja damals fo bieteauS ititen SEunicipien unb Kolonieen, ja bon bem ganzen SrblreiS liberalium studioramcupiditate gezogen Wurden (nad) L. Seneca Consolat. ad Helviam 6, 2). 2tt(e§,
was et felbft bon feinem Sugenbleben unb bet i^m gu teil geworbenen 33itoung fagt,leitet auf 9iom bin, wo ifyn bet Sätet, beffen er übrigens nur einmal (IX, 3, 73)gebentt, nad)bem er felbft ifm untertoiefen, ben Unterridjt größerer SEeifter nad) 9Jfög=lid)feit benü£en ließ. So trat er in bie 9ri)etorentaufbal)n ein, in weldjer »ielleidjtfd)on fein ©roßbatet (Quintilianus senex bei M. Seneca Controv. 1. V. Praef.) fic^»erfudjt butte. Unter ben bebeutenberen 9tebnern jener 3 e U ßaben nad) feinem eigenen3eugni8 bet damals fd)on alternbe ©omitiuS Stfer (t 60) unb bet gu biefem in be=beutfamen ©egenfaig tretenbe Sutiub SlfricanuS auf i^n gewirft (bgl. übet ben erfterenAmiel 309 ff.); aber et fud)te aud) bon anbern gu lernen. Son 8. Seneca freilidjfd)eint et ftd) fern gehalten gu buben; nur müffen mit ba^ingeftettt fein laffen, ob bieSlnfidjt rid)tig ift, baß et, als et felbft in bie Dffentlidjleit eingetreten, mit bem ein=flußreidjen 8eßret 3tero8 tn offene Kollifion geraten unb beSljalb im Sa^te 61 mit©alba nad) Spanien I)inmeggegangen fei (D riesen 10; bgl. Hummel 20). SBitwerben aber jedenfalls anjunelpnen t)aben, baß er bis gum Sabre 68 in feinem fpehnat-lanbe als Seljrer gewirft fjat. ©rft nad) ÜEeroS ©obe, als ©alba auf ben Kaifertbrongerufen würbe, lehrte er mit biefem nad) 3iom gurüd. Ipier erlebte er nun freilidjgunädjft grauenbolte ©inge. 211S aber mit ber ©rbebung SkSpafianS alles wieber infeften ©ang fam, eröffnete fidj aud) für iljn eine 3 e ü glängenber ©folge. 2Bte er nunfdjon früher als ütebner bor ben ©erid)ten großen Seifatl gewonnen fiatte (VH, 2,24, IX, bgl. 2, 73 f.), fo fdjeint er aud) je(3t nod) längere 3eit in biefer 3iid)tungt^ätig gewefen gu fein (IV, 1, 19), unb fein äßet! geigt überall, wie ftdjer unb gewanbter aud) in ber ^rapiS gewefen fein muß. Slber eS ift aud) wieber ungweife%ft, baßer mit Sorliebe als ÜJfann ber Sdjule wirfte unb wolfl gleich nad) feiner Siüdlebr auSSpanien PorgugSweife als folget fidj empfahl. -Sn biefer ©t)ätigfeit würbe er nunaud) für SeSpafianuS ©egenftanb ber Slufmerlfamfeit. ©enn obgleid) ber Kaifer felbftal§ Slebner nid)t l)od) ftanb, — facundiae haud egens promendis, quae senserat, nadjAurel. Vict. Caess. 9, 1 — fo legte er bodj eine gang befonbere ©eilnalime fürbie Kunft ber 9lebe baburd) an ben ©ag, baß er ben Seljrern berfelben, griedjifdjen wieIateinifd)en, reiche ©eljalte beftimmte, bie freilid) Wo£)l audj bagu beitragen füllten, bieSd)ule für bie neue ©pnaftie gu gewinnen (»gl. 31 i d) t e r, ®aS SerfiältniS beS f aiferSSeSpafianuS gut 8itteratur. flauen 1866). So würbe jeiri aud) GuintilianuS ein»om Staate befolbeter Se^rer ber Serebfamteit, ja meHeidjt War er ber erfte, ber infoldjer Sßeife auSgegeidjnet würbe. 8äßt nun fotcße 2luSgeid)nung »orauöfe^en, baß erdamals fdjon in weitern Greifen Slnerfennung fid) erworben tjatte, fo wirb angunel)menfein, baß er feitbem in nod) Ijöljerem ©rabe 23eifaU fanb. Unb gewiß war er einauSgegeicßneter 8e])rmeifter, ben man am beften mit SfofrateS oergleidjt. 3® an 5'SSabre aber war er fo mit ber Silbung ber Sugenb befd)äftigt, unb ber ©influß, bener übte, gab gewiß nidjt bloß ber SSerebfamfeit, fonbern ber gangen Sitteratur neueSmpulfe.
Seiber fehlen unS über bie Sdjüler, weldje er gebilbet bat, genauere üfacßricßten.©Bit müffen bie Stöorte für berechtigt halten, weld)e ber ifmt befreunbete SD?artialtS(II, 90) an ißn richtet: Quintiliane, yagae moderator summe juventae gloria Eo-manae, Quintiliane, togae ; aber ben ®rei8 biefer 3ugenb, ber immer wieber neu umil)n fid) bildete, Ijaben wir nicßt in lebendigen ©eftalten bor unS. Um fo me^r fann eS