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Prüfung bcr Scljrcr att höheren ©thitlcu.
«Probleme unb bie ©tellung biefer Probleme innerhalb ber gefdjidjtlidjen Sntwidlung bet«Philologie wie innerhalb ber SlltertumSwiffenfdjaft überhaupt ju erörtern; unb pi^auSergiebt fidj ferner, baß in biefem wie in ben übrigen «PrüfungSfädjern auf eine wennand; nidjt erfdjöpfenbe, fo bodj ausreichende Kenntnis beß gelehrten Apparats unb ber©efdjidjte ber betreffenben SBiffenfdjaft gebrungen werben ittuf. Sn gteidjer Seife iftbetreffs ber ©efdjidjte gu »erfahren, für weldje alfo feineSwegS eine genauere Kenntnisber jpatfadjen (nadj dem Vorfdjlage ber weftfälifdjen «Direftorenfonfereng, bgt. § 20ber württ. Verordn.) opne befonbereS QueKenftubium genügt. Vielmehr h a * <*udj inber ©efdjidjte fidj bie Prüfung auf bie Kenntnis unb Veljanblung ber Quellen nadj benneueren wiffenfdjaftlidjen 9Jiett)cben, namentlich aud) betreffs beS ÜJlittelalterS, guridjten;andernfalls wirb ber ©efdjidjtSlebrer gwar imftanbe fein, ein beftimmteS gefdjidjtlidjeSSNateriat nad; ben neueren Hilfsmitteln einguüben, allein gur ©ewinnung ber eigen=tümlidjen VilbungSergebniffe beS ©efdjidjtSunterridjtS in fittlid)er unb geiftiger tgünfidjt»irb eS ihm an felbftänbiger ©idjerljeit unb an Sebenbigfeit ber ülnfdjauung gebredjen.Sei biefer Formulierung ber wiffenfdjaftlidjen Forderungen werben bann freilich nidjteben oiele Kandidaten bie gleidj h°h e Bildung in ber ipljilotogie unb in ber ©efdjidjteaufweifen, wie bieS bie übrigens betreffs ber fadjlidjen Erfordernde einfidjtige naffauifdjeVerordnung (§ 9 A) ausnahmslos »erbangt, Enblidj ift Iper nodj baS nidjt fetteneVorurteil gu befämpfen, als ob tiefere ©eleljrfamfeit einem wirtlich päbagogifdjen llnterridjtin ben Elementen einer Siffenfdjaft hinderlich fei. SlKerbingS geigen manche Sefvreroen ernfterem geleljrten ©treben zuweilen wenig Steigung, fidj »on ber Erörterungmiffenfdjaftlidjer Aufgaben gu ben Vebürfniffen beS ElementarunterridjtS fdjeinbar 1)erab=gulaffen, ober audj wenig ©efdjict, biefe SBebürfniffe tlar aufgufaffen unb praftifdj S u be*handeln. 2)ieS ift aber nidjt notmenbige Folge ihrer geleljrten Vilbung; fonbern fiehaben in bem erften Falle nodj nidjt bie redjte Siebe, in bem gtoeiten nodj nidjt bieredjte Einfidjt unb Übung für ben Sügenbunterridjt gewonnen. Vielmehr wirb berjenige,welcher feine Siffenfdjaft bis gu ihren Siefen in gewiffem ©rabe beljerrfdjt, »or benübrigen befähigt fein, burdj baS unbehinberte ©(halten über baS wiffenfdjaftüdje SJtaterialauch für ben elementaren Unterricht frudjtbringenbe Serbinbungen, neue VilbungSwegeunb »ereinfadjenbe «Dtetpoben gu fdjaffen; unb bieS ift ein Vorteil, ber »or ber genüg=famen Kenntnis hergebrachter, wenn audj an fidj nüglidjer methobifdjer Handgriffe Weitben Vorgug »erbient. VeifpielSweife wirb in bem fpradjlichen Unterridjte bie Verein^fadjung ber Siegeln unb bie ßufammenfaffung ber Ausnahmen unter beftimmte @e=fege unb Unalogieen, bie fruchtbare ßufammenfteHung unb Verwertung »on Sortfamilienu. bgl. niemandem beffer gelingen als demjenigen, weither hierbei »ermöge feinertieferen, natnentlidj audj fpradjgefdjidjtlidjen, wiffenfdjafttidjen Vilbung »on Srrtümernunb «Dtiggriffen fidjer unb »ermöge feines weiteren ©eftdjtSfreifeS gugleidj befähigt ift,ben fpradjlidjen ©toff gur Slufnapme burdj ben jugendlichen ©eift möglidjft »orgu=bereiten unb gu »erarbeiten. SJaSfelbe gilt »on ber «Dtatljematif; wer nur mit ihrenElementen »ertraut ift, wirb meiftenS audj nur baS »orgefdjriebene ißenfuut in ljerge=bradjter Seife leljren fönnen; Wogegen erft eine auSgebeljntere unb felbftänbigere Ve=Ijerrfdjung beS mathematifdjen ©ebietS geftattet, gleidjartige Erfdjeinungen unb Vor=gange in ben »erfdjiebenen matljematifdjen ©ebieten in frudjtbare Verbindung gu fegenunb burdj fpinguführung neuer ©efidjtSpunfte einen wahrhaft anregenden Unterricht guerteilen, fpiernadj ergiebt fidj benn leidjt, waS »on ber neuerbingS mehrfadj gehörten®lage mandjer ÜDireftoren gu halten ift, dag bie Unioerfitäten gu auSfdjlieglidj auf bietoiffenfdjaftlidje Vilbung unb gu wenig auf bie päbagogifdje Vorbereitung ber KandidatenStüdfidjt nähmen. 2)ag aber burdj bie »orfteljenben Erörterungen nidjt einer befdjränftenSinfeitigfeit baS Sort geredet werben fett, bedarf feiner Vemerfung; gerade bie gtünb=büj e Aneignung einer VBiffenfdjaft lagt uns bie Stotwenbigfeit ihrer Ergangung burdjandere Fädjer erfennen und befähigt gugleidj gur »orurteilSfreien unb einfidjtigen Sür*bigang anderer Siffenfdjaften und ihrer Forderungen. lud) mug ein beftimmteS Viag