Prüfung öer Solföftfjullcljrcr.
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®ie[e Beftimmungen über Die Prüfung für Segrer an SMttelfdiulen unb für Sieftorenfmb aus ber 2lbficgt geroorgegangen, für bie höheren Stellungen im ©ienfte ber BolfS=fd)ule eincrfeitS afabemifd) gebilbete SJiänner gu gemimten, anbererfeitS erprobten BolfS=jdjutlegrern ben Bugang gu benfelben nidjt gu oerfdjließen. Db bie 2lbtegung ber SieftoratS=Prüfung nicht aud) oon ben BegirfSfdjulinfpeftoren gu oerlangen märe, ift eine ernftlidjerErwägung merte grage.
Wägrenb eg mogl gerechtfertigt ift, ben Eintritt in einen WirfungSfteiS mit höherenStnforberungen, mie g. 33. baS Sehramt an 2)?ittelfdjulen unb baS Sieftorat, oon berErftegung einer befonberen Prüfung abhängig gu madjen, fo finb bagegen bie früherin mand)en Säubern gebräud)licgen fogenannten BeförberungSprüfungen, meldje jeber Be=forberung auf eine beffer botierte, menn aud) fonft mit ber bisherigen gleichartige ©djnt=[teile »orangenen mußten, mit 3ied)t aufgehoben worben, ba ein facglid)eS BebürfniSberfelben fidj faum mirb nadjweifen laffen. Will man aber gu gunften berfelben geltenbntadjen, baß fie für bie Selber jum Antriebe bienen, an ihrer gortbilbung gu arbeiten,fo ift barauf gingutoeifen, baß ein foId)er äußeret Stntrieb bei ben legieren nicht inhöherem ©rabe BebürfniS ift, ate in anberen BerufSfreifen, bei melden man Oon einerBeforberungSprüfung nidjtS meiß; baß eine nur um ber Prüfung mitten betriebene f$mri=bilbung menig Wert gat, ja baß über berfelben leidjt bie @d)ularbeit oernadjläffigtwerben fann, unb baß anbererfeitS bie Seiftungen in ber ©dfule unb bie gange Berufs*tgatigfeit eines SJianneS für bie Begörbe ein oiel rid)tigerer SJiaßftab feiner 5£üdjtigfeitfinb als bie Ergebniffe einer Prüfung.
ÜllS bie Bermenbung oon Sehrerinnen im öffentlichen ©dwlbienft aKmäglid)häufiger mürbe unb eigene (Seminare für biefelben entftanben, erhob fid) aud; bie fjrageeiner Prüfung für Sehrerinnen. SDenn fo ungeredjtfertigt eS ift, bem weiblichen ©efdjledjtebie Befähigung gum Sehrberuf ohne meitereS abgufpredjen, fo billig ift bie forberung,baß bie einzelne fanbibatin biefe Befähigung ebenfo burd) eine Prüfung nadjmeife, miee§ oon ben männtidjen Sehrern oerlangt mirb, unb aud) bie einem Drben angehörigenSehrerinnen Oon Erfüllung biefer forberung gu biSpenfieren, liegt fein ©runb oor. SJteiftfinb bie Prüfungen für Sehrerinnen benen für Sehrer nadjgebilbet. ®ie preußifd)eißrüfungSorbnung fegt für biefelben gmei formen feft: bie gorm ber EnttaffungSprüfungfür bie in einer bagu berechtigten SeI)rerinnenbitbungSanftalt auSgebilbeten Bewerberinnenunb bie burd) eine befonbere bf3rüfung§tontmi[fion- ÜDie ißrüfung ber Segrerinnen fürSoIfSfdjulen fotl in ißreußen mit berjenigen für mittlere unb gögere Biäbdjenfdjulen oer*bunben werben, toägrenb anbermärtS bie Seherinnen für BotfSfd)uten unb bie für höhere3)täbd)cnfd)ulen, mie fie in getrennten Slnftatten gebilbet merben, fo aud) oerfdjiebenePrüfungen gn erftegen gaben. 211S Bebingung ber Bulaffung ift in Preußen baS ooK=enbetc 18 . SebenSjagr oerlangt, mägrenb in Württemberg ein 3llter oon 19—23 Sagtenoerlangt mirb. ®a in Preußen bie Borbilbung ber Segrerinnen in einem ©entinarniegt allgemeine Siegel ift, fo fönnen bie Slnforberungen bei ber Prüfung fid) nid)t nad)bem Segrplan beS ©eminarS ridjten, oielmegr oerbreitet fid) bie münblicge Prüfungüber bie ErgiegungS= unb UnterridjtSlcgre, fomie über fämtlidfe Segrfädjer ber BolfS=fd)ule, begiegungSmeife ber gögeren SOiäbcgenfdjnle. fpr biejenigen, welche bie Befähigungfür Bolfsfdjulen erlangen moHen, ift bie Prüfung im grnugöfifdjen fafultatio; in tnufifalifdjerBegiegitug mirb nur baS ©ingen oerlangt. ®ie fdjriftlicije Prüfung ift fürger als beiben männlidjen Äanbibaten, fie fotl in eine nt Sage ooKenbet merben unb batf göd)ftenSfteben ©tunben in Slnfprucg negmen. Ein beutfeger Sluffag, Söfung einiger Sled)emaufgaben unb — fafultatio — ein frangöftfdjeS Epercitium ift aHeS, maS bei berfelbengeforbert wirb. Eine Segrprobe mirb ebenfo oerlangt, mie bei ber Prüfung ber männ»li^en tanbibaten. Befanntfdjaft mit ber SJietgobe beS Unterrid)tS in Beidjnen, Smrnenunb weiblid)en §anbarbeiten mirb oon fämtlidjen ®anbibatinnen oerlangt, tedjnifdfeSertigfeit in biefen gäd)ern nur üon benjenigen, meldje bie Befähigung für ben Unter=rügt in benfelben gn ermerben münfegen. S)ie befonberen Slnforbetungen, meld)e an
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