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3ofe#$ ii.
lidjen ftanben, fämmtlid) nadj btefert SßorfTriften fid) ju xtdbten Ratten, e§ würben beitgeijtlidjen woljl auch weltlidje 23icebirectoren beigegeben, bie bann bie etgentlid)en £>r=gane ber Regierung für bie einzelnen Slnftalten bilbeten. SSerle^urtg alter Siebte waraud) I)ter unoernteiblidj unb würbe oft ferner empfunben. — 3m allgemeinen bliebnun freilich bie 2luSfül)rung feljr weit hinter ben Slnorbnungen surüd. Sltan fam beibem tateinifdjen Unterrichte feiten über fjormel = unb -ßhrafenwer! hinaus unb BrachteeS beim ©djreiben unb ©predjen nicht weiter, als früher etwa bie Sefuiten; im $er=ftänbniS ber ©djriftfteHer aber brang man faurn irgenbwo bis jum ferne, fo fehr©ottfrieb »an ©wieten felbft barauf hielt, baff bie 3ugenb in ben filaffilern, in benenfie bis bahi« nur SBorte fudjte, ©adjen ftnben mödjte, um bann jur Ißergleidjung mitbem oorljer ober fonft fdjon ©eiernten, jur fintwidtung, jur 33eurtheilung ber ®eban=len unb beS SluSbrudS ermuntert unb fo in SSerftanb unb ©efdjmad auf angenehme333eife gebilbet ju werben (f. Seben 3. ©eorg 3acobi’S, oon einem feiner greunbe.Zürich 1822 . ©. 65 f.). ®aS ©rierf^tfdje fdjeint nirgenbS ju ooHerer ©eltung gelangtgu fein. ®ie beutfdje ©brache blieb oernadjläßigt. ©efdjidjte unb ©eographie würbenals bloßes ©ebädjtniSwerl behanbett. ©eometrie unb 2llgebra fanben leine Slnwenbungauf baS Sehen.
firfreulidjer fah eS auf bem ©ebiete beS SSollSfchulwefenS aus. 3ofephwollte, ganj im ©eifte feiner SDtutter, baß ber Unterridjt in SCriöial = unb RorrnaBfaulen mßglidjft jugänglid) gemad)t werbe unb Jebermann ©elegenheit erhalte, feinefinber wenigftenS im Sefen unb ©djreiben unterrichten ju laffen. Sr oerorbnete bem=gemäß, baß bei jeber ißfarre ober SocaBfiaptanei, fowie an Drten, wo im Umfreifeeiner halben ©tunbe 90—100 fdjulpflidjtige finber waren, ein ©djulmeifter angefteUtunb biefem für 50 finber über bie Rormatjaht ein ©eljülfe beigegebett werben foHe.gür ben Seljrer würben 130 fl. jährlich unb bie fiinlünfte beS SReßnerbienfteS, füreinen ©eljülfen 70 fl. beftimmt. 3eber £el)rer foHte ben ißräparanbencurfuS an einerRormalfdjitte burdjmadjen unb eine orbentlidjc Prüfung beftehen, bann aber »om freiS=amte fein SlnfteHungSbecret erhalten unb nur unter ©enehmignng ber SanbeSfteHenoom ®ienfte entfernt werben. ®a ber Unterridjt wo mßglidj aud) auf bem Sanbein beutfdjer ©pradje ertheilt werben foHte, fo würbe bie Erwartung auSgefyrodjen,baß man nur fotdje Seljrer anfteHen würbe, wetdje biefer ©foradje mächtig wären. ®erPfarrer, weldjer ben Religionsunterricht ju leiten hatte, unb ber OrtSridjter foHtenbarauf feljen, baß alle f naben oon 6—12 Salden, nötI)igenfaHS mit Slnwenbung oonZwangsmitteln gegen bie filtern, bie ©djule befud)ten. gür bie firwadjfeneu erfirebteman £>erfteHung eines 2BieberhotungSunterrid)tS an ©omt = unb geiertagen.3n jeber §aupt=, f reis = unb lonigtidjen ©tabt, in jebem prioilegirten HRarltfleden, inallen Riunicipalftäbten foHten Rormalfdjuten beftehen, in ben ^auptftäbten mitallen fitaffen beS RormatunterridjtS. 3m 3. 1787 würben bei ben freisämtern ©djuBauffeher angefteHt, welche bie ©djuten befudjen, ben Prüfungen beiwohnen, oorljanbeneS3ebürfniffe warnchmen, SJerheffernngen oorfdjtagen foHten. @ie würben auf SßorfdjlagbeS DberfdjutauffeljerS beS einzelnen SanbeS ernannt. — ®ie SBohttljaten biefer fiin=ridjtungen würben halb and) oon ben ÜDtaffen empfunben, bie Zahl ber ©djutfinberwud)S in erfrcntidjfter SBetfe, wenigftenS in ben beutfdj^flaoifdjen Sänbern, am merf=barften in S3öhmen, HRäljren unb ©djlefien, obwohl aud) him; nod) gar manches ntan=gelhaft blieb. 3n Böhmen fefcte finbermann (oon ©djulftein, f. b. 2trt.) feineoerbienftooHe ®l)ütigleit nod) fort, unb eS gelangten h^ oor aHem bie 3nbuftrial=unb 2lrbeitSfd)nten ju fthönem [©ebeihen: fie lehrten Dbft= unb ©artenbau,©eiben = unb S3ienenjnd)t, 2öoH= unb gtachdfbtunerei. gürülfähren unb ©chlefien war3gnaj 90^ eh o ff er als Dberfdjutauffeher in erfotgreid)fter ®hätigfeit, fo baß bie Zuhlber ©chüler, weldje im 3. 1775 laum 10,000 betragen hatte, im 3. 1786 fdjon67,876 betrug.— gür bie SÖJethobil beS SSolfSfdjulunterridjtS waren unter Haifer 3o=febh befonberS jwei SRänner thätig: 3ofeph Slttton ©alt, 1780 oon ber Pfarre33nrgfd)leinig als Dberauffe'her ber beutfdjen ©djulen nad) SZBien berufen, unb 3ofeph