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3 (1880) Göthe - Kindheit
Entstehung
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727
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Siiftntmcntalnmfif.

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1 auf ber 23ruft ift, ben barf man itidjt 31 t ©larinette, £>orn ober SXrompete Beftimmen;

cBenfo erforbcrt bie fpoBoe liiert nur gefunbe Sungett, fonbern audj ein cigentBümlidjed1 ©efdjid bcd iötunbed, um ftatt ber lädjertidj näfelnben ©djafdftimme, bie bad Onftrumentim üDfunbc bcd Slnfäugerd oon fid> gieBt, ienen feinen djarafteriftifdjen STon ju erzeugen,burdj ben badfclBe im Drdjcftei eine fo wunberBar fdjöne SBirfung IjeroorBringt. ä£et>n=i ! tidj oerljält ed fidj mit bcm gagott, beut ÜDfänndjen ber fpoBoe; bodj faun ein gcfunber

i SJurfdje ftdj barunt fdjott früher (im 16., 17. Qalfre) an biefed 3nftrument wagen, weilbadfclBe in geruöB;nXidjcrert Drdjefterfadjen nid)t bie Bcbcutenbe, felBftänbige fRöfle fpielt,lote bie fpoBoe. (3ofep£) fpatjbn Bat fdjon atd SnaBe Bei feinem SBetter, einem ©djul=meifter ju fpainiBurg, fämmtlidje 33lad= unb ©aiteninftrnmente neBft bem ipaufenfdjlagettlernen mäßen, Bett aBer, fo gut iljm bad für feine fpatere SiuBntedlaufBaBn 31 t ftattenfam, Befennen müßeu, baff er wäljrenb jener tfeit meljr ©djläge ald Sffen BefommenBaBe.) — 3ft in ber 2BaBl bed Smftrumeutd feinerlei fRüdfidjt 3 U ncBrnen, alfo nidjtettoa baofel 6 e 3 nfirmnent in einem ©efdjwifter= ober greunbedfreife fdjon genügenb oer=treten, ift audj burdj entfdjiebene SorlicBe feine Befonbere SDidpofition für ein Snftrument

I inbicirt, fo fann gar fein Zweifel fei«: baß ber Violine oor allen ber Sorrang geBiiBrt.Städjft ©aoier unb Drgel Bebarf fie, bie SBonigin ber Drdjefterinftrumente, Bei ber Süßeunb SDfannigfaltigfeit ilyred STond, Bei ben unenblidj oielen unb feinen Studbruddweifen,f bie ber tßogenfüBrung 3 U ©eBot fteljen, am »enigften ber SBeiljütfe auberer önftrumente;wo aBer fcldje ootljanben finb, ba ift ed loieber bie Sioline, au bie fk aße fidj amleidjtcften anfdjließen, burdj bie fie l)öB era ©djwung Befommen; fdjon ein ©laoiertrio,uodj ttteBr ein (Streichquartett ift ein SDrdjefter im kleinen, bad ganj anbere Sonmaffenunb StonfdjonBeiten cuttoidelt, afd ber größte Sraoourfpieler bem (Staoier allein

cutloden fann. S)ie gißte freilidj ift leidjter, aBer and; oiel ärmer unb einförmiger;

1 fo fdjön fie im Drdjefter in einjeluen ©ofofteßen wirft, fo gut fidj audj itjr ßufammemjfpicl mit bem Slaoier ober mit ©treidjinftrumenten madjt: locnn fie längere £eit aßein

;; bominirt, fo ermübet iljr Sion bad ©eljör. Unb loemt audj fleine melobifdje glöten=

buette etload angeneljmed finb, fo Bat jener gransofe bodj oon I;öt>erem ©taubpunct audSledjt geljaBt, ber auf bie grage: »2Bad ift langweiliger ald eine gißte?" bic BltnbigeSlntmort gaB: „j^wei gißten." 2 Ber aBer im ©taube ift, fidj mit ben miferaßlenSlrrangeuientd großer Drdjefter= unb ©B ortoeT l e fü* foXdje Snftrumente 3 U Befaffen (finbi; bodj felBft 3 . S. bie Duoerture 311 m greifdjüts, 3 um DBerou, ja bie ©djöpfung unb

! aljnlidje äBcrfe unfinnigertoeife für 3 ioei gißten, für gißte unb ©uitarre u. f. io.

' arrangirt worben!), ber fteljt in mufifalifdjer 33ilbung auf einem aBfdjüffigcn 2Bege. •—| ÜBad oon ber Violine gefaßt ift, gilt in fecunbürer iffieife audj oon ber Siola unb

l bem Siolonceß, elftere lernt jeber leidit, ber Siotiu fpiett, unb audj bad feistere ift, wenn

!j mit einem fleinen ©yemplar Begonnen tuirb, einem gefunben S'naBctt burdjaud nidjt 3 U

ij fdjrocr. (SontraBaß fann erft Bei ftärferent Üßudjfe erlernt werben.*)

ii X)B im 3‘nftrumentalunterridjt meljrere 5 ufammengenommen werben foßen obernidjt (b. Ij- fo lange nidjt, Bid fie etwad gcmeinfdjaftlidj einftubiren unb ^robuciren

t *) Sie Secßnif beä Unterricbtö auf ben etnjelnen Snftrumenten bagufteüen, ift nidjt biefeg

Drtg; nnv begnügen uns, übrigeng mit ©rinnerung an bag oben über bie geßrbiidjer ©efagte,einige ber bebeutenberen Einleitungen, fo weit fie ung befannt finb, Ijier ju nennen, gür 33io=ij! iine: bie tSioiinfclmle beg ^arifer ©onferöatoriumg, Bon Saiilot, Stöbe unb ^freußer; ferner©djulen non Stieg, non 'Dtajag, non 23arnbed. gür SBioioncell: non Sluber, non 33aubiot, ©atefunb Senaffenr, non Schauer, non Äaftuev. gitr ©ontrabaß: non ©lama. gür gißte: non .^ugotunb äßunberticf), non Äummcr, non gürftenau, non äöevbtguier. gür ©iarinette: non «. b. .f)agen,'|! “uu ößfdS, non Saat, gilt gagott: non Steufirdjner, non Samblini. gitr bie (Paufe: non ^)funbt.

; §ür bie Orgel: non Änedjt, non Stinif (ntetjrere .^auptwerfe: „ber ©tjoralfreunb; neue ©tubien

; für bag ©fjoratipicl; tbeoretifdj* praftifebe Einleitung junt Drgetfpiclen; bie brei erften SOtonateauf ber Orgel“); non Jfüljntftcbt (GraUus ad parnassum); non Körner (ber rnobtgcübte Organift);non Seder (Sonftürfe für bie Orgci); uoit @(Bü|e (praftifd'e Drgeifdjule); non Äodjer, ©iidjerunb gredj (Drgclfpieibudj). gürg Harmonium: non 3unbet. —