3nbuftricfcöulcit.
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§audgefd)äften unb mel)rfad)en gewerblichen Strbeiten angeleitet werben, unb gwar inSer gorm bed gamitienlebend, in weldtem bie ©lieber ftd) gegenfeitig alle ü)re S3ebürf=niffe 6i§ gur ©vrid>tunß non 2BoI)nungen beforgen. Sn einer Sinie mit il)nen ftel)enSie fogenannten Sinb er rettung Sanft alten, bie ftd) in fteigcnber 3al)l üb« gang®eutfd)lanb oerbreitett unb in SBürttemberg allein in 3eit non 40 Sal)ren bie 3 a hlBon 30 überfcpritten haben. Sn allen [teilt man fiel) bie Aufgabe, neben einer gutend)riftlid)en Ergiel)ung bie 3 ß 3tittge mit ben $enntniffen, Uebungen nnb gertigfeiten, biefte auf ihren fünftigen Sebendberuf oorbereiten, audgurüften, wedl)alb ed Siegel ift, bie3Sglinge in allen ©efdjaften ber mäßigen Defonomie, bie mit ben Slnftalten oerbunbenju fein pflegt, gu befcpäftigen. (Sine ber anfeljnlidjften biefer Slnftalten ift bad Siettungd^baud am Urban gu S3 erlitt, begrünbet im S. 1825. —• $u El)ren bed Urhebers aller' biefer Slnftalten ift oor etwa breiig Sauren bie iß e ft a l o g g i ft i f t u n g in Panfow beiSBerlin erridjtet worben. SDiefelbe ift aber leine Stettungdanftalt, fonbern ein 2Baifen=fjaud, gunädjft gur Stufnaljme oon 25 Knaben beftimmt, wetd)e in ber gorm bed gamilien=lebend burcp Unterricht unb SIrbeit ergogett werben fallen, wobei bad näd)jle 3iel ift, bieShBeitdfraft unb bad Slrbeitdgefd)id ber Knaben in einfadjen 33efd)äftigungen ju ent«nudeln, fo baff fie baran für ihre fpäteren ^Berufsarbeiten eine ©runblage hüben.
©0 fruchtbar fid) bie ißeftaloggifdje Sbee in ber Steil)e ber genannten Slnftalten unbihrer weiteren SSergweigmtgen entwickelt hot, fo finb bad aHed bo<h nur abgefdjloffeneOnftitute, beren Pfleglinge oon ihren gamilien, iljren Slrbeiten, grenben unb Seibengetrennt unb in bie Sage eined fünftlidjen gamilienlebend oerfe( 3 t toorben finb; einzelnePuncte, bie nur enge Greife bilben unb feinedwegd bie gefammte IBotfdjugenb umfaffen.3hre ßöglinge finb in ber Siegel arme, oerWal)rlodte ®inber, nicht aber bie ber gewerb=treibenben unb aderbauenben ©tänbe ohne Unterfd)ieb. (Sd tag aber in ber Sbee ber®rieb, bie engen ©rengen ber Slnftalten gu fprengen, ftd) eine breitere ©runblage imMen unb eine nähere SBerbinbung mit ber 35olfdfd)ule gu üerfdjaffen. Unb in ber: £I)at hat ed ait SScrfuchen nicht gefehlt, für bie 23efud)er ber S3otfd[d)ute ebenfatld
Slrbeitdfdjulen gu errid)ten, in benen fie beftimmte ©tunben bed Eaged unter befonberenM)tern ober Sehrerinnen oerfamwett unb gu mandjerlei ^anbarbeiten angeleitet würben.$iefer 3toed an unb für fid), aber auch ber weitere, bie ©d)uljugenb oor SJiüjgiggangunb feinen Saftern gu bewahren nnb il)r ©elegentseit gu einem fleinen SSerbienft gugeben, empfahl bie ©adje fehr, wie benn auch bad §>ungerfahr 1817 allgemein gurI Srridjtung non Snbuftriefchuten einen Slnfbff gab.
3m Sal)r 1793 würben in Serbin Erwerbfchuten für arme SSfäbdjen ge=grünbet, in welchen neben bem Schulunterricht genäht unb geftridt würbe, theild wadbie ©d)ületinnen oon §aufe mitbrachten, theild wad BefteHt würbe. ®ie ©djulen nahmen, tut Verlauf ber 3«* auch anbere, ald arme Äinber auf nnb gaben im 3al)r 1853800 bid 1000 SUäbdjen 33efd)äftigung mit einem jährlichen Serbienfte je oon etwa3 Vs Spfr- ®iefelben blieben aber Prioatunternehmen unb würben aufgelödt, ald bieftäbtifdjen Sehörben ed unternahmen, in allen weiblichen ©emeinbefchulen Unterricht intteiblichen [panbarbeiten ertheilen gu laffen. Mehrere äl)nlid)e Slnftalten würben im 3.1817 im Dbenwalb ind Seben gerufen burd) bie gürftin oon Erbad)=gürftenau, biehh berfelben im Serein mit wohltlfätigen grauen mit Slath unb ®hal? befonberd mittelftnamhafter Unterftüpungen unb (SoIIecten annahm, gür 9Jiid)elftabt nnb bie Um=gegenb wttrbe eine Slrbeitdfchule errichtet, in welcher bie weibliche fjugenb in allen ihrem©taube nötigen unb nü^Iichen ^anbarbeiten Unterricht empfangen foUte. 3 un ä<bftfollten SDläbchcn armer Eltern Stufnahme finben, jebod) auch reifere nid)t audgefchloffenfein. Man fammelte ein ©runbfapital, bad im 3al)r 1850 auf 5000 ft. anftieg, audbeffen 3infen bie Seherin befolbet wirb. ®ie ©djule würbe mit 30 Äinbern eröffnet,füllte ftd) aber halb fehr. <5ie nimmt ihre ©chülerinnen mit bem Eintritt ind fd)ul=Pflichtige Sitter auf unb befdfäftigt fte fünfmal in ber 2ßod)e täglich in 3 ©tunben.SWan begal;lt ein ©djulgelb, für bad ©triden 4 fr., Siähen 6 fr., tpäfeln 5 fr. in ber^oche. Slennere finber begabten nichts unb werben anfangd oon ihrem 3lrbeitdoer=