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^umbolbt, föarl SBillj. ü.
unb ©h ung unb feiner ©d)idfate it)n gu bem gemad)t t)at,' wad er ift, aud) jebergeitreid) fein roirb an päbagogifd)er Sßeteljrung; fonbern £. ift eine päbagogifdfe ^Serfon=lidjteit im ooßften, im actioen ©inne bed SBorted, infofern er und, wie bcreitd be=mertt, ein ooßenbeted SDlufter ber ©elbftergiel)ung barfteßt unb bet aBer 9Jtanntgfaltig=feit unb Energie feiner nad) außen gerüsteten ©t)ätig!eit bod) feine eigentlidje £ebend=aufgabe ftetd in ber 33itbung feiner felbft fanb. ^Derjenige, weiter in biefer 23cgie^ungmit bem größten 9tedjte neben £j. genannt werben fann, ©d)leiermad)er, bejeidjnet tref=fenb bie beiben ißole, gwifdjen weiden aße Ergießung fid) bewegt, wenn er guerft fagt:„©ad Snbe ber Ergießung ift bie ©arfteßung einer perfönlidjen Sigenkümlidßeit bedSingeinen", unb bann: »®ie Ergießung foß ben Singeinen audbitben in ber 9leßnlid)=feit mit bem größeren moralifcßen ©angen, bem er angeßört." ®ie gleid)en SJiayimen§.’d finb oben bereitd ßeroorgeßoben worben, unb ed ßat fid) babei gugleid) gegeigt,baß £., wie ed audj bie 9latur ber ©adje forbert, bod) ben eigentlichen ©cßwerßunctber Ergießung ftetd in bem erften ber genannten Momente, in ber inneren Entfaltungber inbioibueßen Sigentßümlidßeit unb in ißrcr Jperanbilbung gur ooßenbeten ßerfön=ftdjen ©elbftänbigleit fanb. ©er ©ienft, weldjeu ber Eingetne bem ©angen teiftet, barfi^n nie lodreißen oon ben nur bort wacßfenben »ftarfen SSurgetu feiner $raft", biemenfd)lid)e ißerfönlidßeit ift ©elbftgwed unb bie ©runboerfeßrtßeü ber Ergießung befteßtgerabc barin, baß man fie gu einem Mittel für Erreid)ung äußerer £wede erniebrigt,unb aße Einwirfungen ber Stußenwelt foß ber ÜDienfdj oielmeßr atd SRittcI gu feinereigenen 33itbung oerwcnben unb fo gu feinem oößigen Eigentum madjen; trautet ernur oor aßem nad) biefem ßödjften 3iete wahrer ©elbftbitbung, fo wirb ißm aud) badanbere, bie tebenbige unb träftige Einwirfung auf bad ©ange, gufaßen. ©enn anberer=feitd ift bie tnbioibueße Eigentßümlicßfeit außer 23egießung gu bem ©angen, wetcßem fieangeßört, gar nid)t benfbar. 9iur baburd), baß fie ald organifd)ed ©lieb biefed ©angenaufgefaßt wirb, tritt ißre gottgcwoßte eigentßümlicße ©teflung unb gunction, in welkerfie bem ©angen bienen foß, unb für welche fie mit eigcntßümlichen Inlagen audgerüftetift, gehörig in bad Sidjt. Sßenn tp. fid) ein großed SSerbienft um bie richtige 2luffaf=fung ber Slufgabe ber Ergießung eben baburd) erworben ßat, baß er im ©egenfaße gubem ßerrfcßenben pßitantßroßifchen Utilitaridmud bad 9ted)t ber Smbioibualität auf oor=gugdweife 23erüdfid)tigung geltenb mad)t; fo l)at er auf ber anberen ©eite baburd),baß er, feiner äftßetifdfen ©runbanfdjauung gemäß, nid)t bad abdtracte togifcße ©ubjectbem Object gegenüberfteßte, fonbern beibe in lebenbigfter ©erbinbuug auffaßte, »oneinem lebenbigen -Sneinanber bed Qnbioibueßen unb bed ©angen audgieng, äßnlidj wie©djiBe*/ namentlid) in feinen äftßetifcßen Briefen, unläugbar gur SBeiterfüßrung bedSantifdjen ©tanbßuncted beigetragen.
©oß nun bie Ergießung bie gögtinge nid)t atd »oßfommen gteidje Syemptare ber=fetten ©attung, fonbern ald eigentl)ümlid) begabte Eingetwefen beßanbeln, fo ift ooraßem erforberlidj, baß biefc Sigentßümlid)feit erfannt werbe. Um biefe Erfenntnid ßatfid) £>• oom Slnfange feiner wiffenfdjaftlidjen ©l)ätig!eit an auf bad eifrigfte bemüht.Ed liegt im SSegriffe ber Snbioibuatität, baß eine in’d Singeine geßenbe Slaffiftcirungber oerftßiebenen Snbioibuen nid)t möglich ift. 9luf eine eben fo übergeugenbe, ald geift=»oße unb fdjarffinnige 2ßeife aber ßat fie fp. in feinen beiben Slbßanblungen „Ueberben ©efdßecßtdunterfcßieb" unb »Ueber männtidje unb weiblidje $orm" in gwei großeEiaffen eingekeilt, nadj bem im Unterfdjiebe bed männlidjen unb weiblidjen ©efdjleStdauf natürliche SBeife reßräfentirten großen ©egenfa^e gwifd)en oorherrfd)enber @elbft=tl,atigleit unb ßorljerrfdjenber EmßfängliSleit. 2luS bie biefer ®runboerfd)iebent)eit berinbioibueßen Einlage entfßreSenbe ®runbüerfdjiebenl)eit bed Serufed d)aralterifirt er,inbem er an ©dfißer fdjreibt: »Ed giebt ein boppetted Seben für ben SJtenfdjen, einedin bloßer unb ber l)öd)ften mit ber er ftrebt, etwad gu erßnben, gu fdfuffen
ober gu fein, wad keild kn felbft überleben foß, tl)eild fSou baburd), baß ed eineBeittang burS kn ftiß mitl)anbelt, auf ben menfd)tid)en ©eift überhaupt erweiternbtoirft; ein anbered in bloßer ruhiger greube unb heiterem ©enuß, wo ber SDlenfdj ßS