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3 (1880) Göthe - Kindheit
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^umbolbt, @arl Sill), o.

®ad)erobenfdjen ©ute, an ffwrfter fcf)reiben: »3dj habe micfj nun non allen ©efcfjäftenloggemadjt, S3erlin öerlaffen unb geheiratet, unb lebe auf bem Sanbe, in einer unaB=Rangigen, felCbftgetoä^Iten, mtenblidj glücEUdtjen (Syifienj." Die im -Suli 1791 erfolgteEingehung feiner in jebent 93etradfte mufterl)aften ®he mit Earoline oon Sadjerßbenfdjließt bie erfte ißeriobe beg Sebeng |j.g aB. 3 unt ^öetoetfe aber für bie ftetgfid) gleich bleibenbe tonnberbare ©tätigleit feineg ©eifteg finb in biefer erften (ßeriobebie wefentlidjen 23eftrebungen, welchen er fein ganjeg Sehen wibmete, fämmtlid) ünSeime bereitg oorljanben. 2Bie er mit llarfter Sicherheit feine unwanbelbaren fittlidjen®runbfä(3e bereitg auggefprodjen hat, fo ift auch bie 93eianntfd)aft mit g. A. S55oIfBereitg gemadjt, burd) weldje fein ©tubium oon Sunft unb Altertum görberung erhielt(bie Ueberfepung beg Eumenibend)org aug AefdjplugAgamemnon erfdjeint 1793 in ber(Berliner ÜJionatgfthrift), unb in ben fdjon längere £eit borbereiteten unb 1792 ooßen=beten »3been ju einem Slerfud), bie ©renjen ber SBirtfamleit beg ©taateg ju beftimmen"(erft in neuerer 3 e it aug §§ Slacf)laffe ooHftänbig herauggegeben bon (Sauer. 33reglau1851) lag bag Programm feiner politifc^en SBirlfamleit bor, bem er in bielen wefent=Iid)en ißuncten fein Sehen lang treu bleiben lonnte.

Die jweite ißeriobe oon fp.g Sehen batiren wir billig bon bem Seginne feinernähern S3ejiel)ung $u ©djißer. ©dfon früher hatte er ben (Dichter wieberhott gefeljen.Slont gebruar 1794 big jum Suli 1795 nahm er ihm ju Siebe feinen Aufenthalt inDena, unb lehrte bal)in, nach einem längeren Verweilen in Degel unb nach einer im©pätfommer 1796 mit feiner Familie unternommenen Steife burd) Storbbeutfdjlanb,tm .£>erbfte biefeg 3al)teg noch einmal auf längere 3^1 jurüd. Dag reiche geiftigeAtaterial, weldjcg £>.g bielfeitige unb Iräftige Empfänglidjleit gefammelt hatte,würbe burd) ©d)ißerg energifc^e unb fhtoungooße ©elbfttl)ätigleit in ^Bewegung ge=bracht. §. fah fich ^ur ißrobuctioität aufgeforbert, wäljrenb er feinerfeitg burch benAeicfjthum feiner Senntniffe unb burch feinen Haren unb feinen fritifdjen SSerftanb,welcher mit ber begeiftertften SBewmtberung beg ©eniug fid) paarte, bem Did)ter inholjem ©rabe fßrberlid) würbe: eine eblere greunbfdjuft hat eg nie gegeben unb in bem33rieftoed)fel beiber ^reunbe ift il)r jugleid) bag würbigfte Denfmal gefegt. Außerbemoerbanfen wir ber oon ©djiller auggegangenen Anregung §.g Stecenfton über SacobigSBolbemar (1794) unb bie in ben £>oren erfd)ienenen Auffä($e »lieber ben ®efd)led)tg=unterfd)ieb unb beffen Einfluß auf bie organifd)e Statur" unb »Heber männliche unbWeibliche gorm", währenb ber mächtige Einbrud, welken ©oetheg, bur<h bie SJerül^rung mit ©djißer gleidjfaßg herclid) wieberermad)te ißoefie auf §. mad)te, beffen aug=fül)rlid)eg SBerl »Heber ©oetheg ^ermann unb Dorothea" (Aefthetifd)e Skrfudje, 1. Dl)l.Sraunfdjweig 1799. @. SB. IV., 1 ff.) herüorrief. Dm April 1797 war |>. nachBerlin jurüdgelehrt. Dag fpeimwel), weicheg er bort nach ben greunben Sena unbSBeimar empfanb, erjeugte bie Abficht, nach Italien jn reifen, weldje jebod) oorerft nurüber Dregben nad) Sßien führte, inbem man infolge ber Srieggoerljältniffe oielmel)r benAufenthalt in ißarig oorjog, welcher fid) 00 m Stooember 1797 big in ben ©ommer1801 augbehnte, einfdjließlidj einer längeren fpanifd)en Steife (©pätfommer 1799 bigApril 1800). Diefe Steife lieferte zugleich ben bebeutenbften wiffenfdjaftlidjen Ertragbiefer Sahre, bie Unterfud)ungen über bag SSaglifdje, in welchen bereitg bie Seime berfpäteren umfaffenben unb großartigen fpradjwiffenfdjaftlidjen Arbeiten §.g enthaltenfinb. ©egen (Snbe beg 3fal)reg 1802 ergab fid) eine officteHe Stötljigung, ben langemit Siebe unb ©eljnfucht gehegten ißlan einer Steife nach Stalien jur Steife ju bringen.§ Würbe alg preußifdjer ©eh- Segationgratl), Stefibent unb Sammerl)err nad) Storngefanbt unb fünf Qahre fpäter jurn beooHmächtigten SDtinifter bafelbft beförbert. Sioneinem bebeutenben politifchen Einfluß biefer ©teHung lonnte unter ben bamatigen Sler=hältniffen nidjt bie Stebe fein; aber §. freute fid) beg »unpolitifdjen Eharalterg feinegißofteng", weil er il)n in Erreidjung beg §auptjieleg feineg ©treheng, einer oottenbeten©elbftbilbung, förberte. 3n Stom fanb äße SSilbunggelemente, welche feither inAliffenfdjaft unb Sunft, in ©efd)id)te unb Staturbetradjtung, beim Sernen unb SBanbern

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