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3 (1880) Göthe - Kindheit
Entstehung
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mäßig juriitf; bet: flehte @ated)i§mu§ wirb präfent ferhalten. SDte gebrauchten Sehr*Bücher fittb bie oon ißetri, ©dfmieber, üEfjomafiuS. ®ie ©tunbenjaljl für biefen Unter*rid)t fchwanft auf ber unteren ©tufc jwifdjen 3 nnb 4 ©tunben wöchentlich, auf benBeibett folgenbett geht fie feiten üBer 2 hinaus. ®ie Sleformirten, beren eS, oon benweftlidjen ©Beilen beS SanbeS (Singen unb DftfrieSlanb) aBgefeBen, wenige gieBt, neBntenin ber Siegel an bent Unterrichte tBeil. (pinfidjtlich ber Jfatholifen, fotuie auch Ber3 Sraeliten BleiBt bie ©orge für bie religiöfe Bilbung ben Ettern üBerlaffen, mit 3luS=nähme oon Singen, too bie .galjl Ber erfteren groß genug ift, um bie SeBranftalt felBßtju oeranlaffen, burdj £>eranjiehmtg eines ©eiftlidjen hierauf Bebadjt ju neBrnen. ®iebrei fatBolifchen ©^rrtnafien gu ^»ilbeSBeim, DSnaBrücf unb Bfebben oerfolgen ihren eigenenEurfuS unb nehmen auf ©djüler anberer Eonfeffionen, toennfie foldje haben, feine Slüdficht.

SIBgefehen oon bem Unterrichte läßt fi<b jebe Slnftalt bie görberung beS religiöfenSebenS ber jgöglinge, fo toeit bie Berhältniffe eg geftatten, angelegen fein. Ziemlichallgemein ift eg, baß ber Unterricht mit einer Blorgenanbacht Begonnen toirb, unb jwarenttoeber an febem ©age (j. B. ©öttingen, .fpilbeSheim, Singen), ober Beim 333o<henanfange(j. B. £>annooer), ober nach feben Fetien (j- 33. SüneBurg). Bei ben meiften Slnftaltenoerfammelt fich baju ber ganje EötuS in einem größeren Socale; unter Begleitung berDrgel toerben einige ©efangoerfe gemeinfchaftlich gefungen unb oon einem ber Seljrerein ©chrifttoort gelefen unb ein ©eBet gebrochen; Bei anberen, too ber Slaurn ju berBereinigung aller Stoffen fehlt, ift ber Selber barauf angetoiefen, bie Slnbadjt mit feinerSlaffe ju hatten. SBeitere ©elegenheiten folcher gottegbienftlichen Feier Bietet bie Ent*laffung ber SIBitnrienten, Slnfang unb ©chluß beg Unterrichts, ©emeinfame 9l6enbmahld=feier ift wohl allein auf baS 'pbagogium in -ölfelb Befchränft; eBenfo gieBt eS feineallgemeine Slormen für ben $Hr<henBefud) ber ©chüler, hoch toirb barauf gefehen, baß fiebem ©otteSbienfte Beitoohnen unb Bertrautljeit mit bem firdhlichen SeBen gewinnen. 2luchenthalten bie fbecieHen ©efe^e mancher Bnftatten Bejtigliche Slnorbnungen.

®er Unterricht in ber lateinifdjen ©prad)e Beginnt mit bem Eintritte in bie Sextaim io. SeBenSfahre. ®ie ©tunbenjahl, bie barauf oermanbt wirb, fchwanft Bei benoerfchiebenett Slnftalten jwifdjen 6 — 10 . SBäljrenb bie meiften mit 9 —10 ©tunben Be=ginnen nnb biefelBen Bis $rima, wo fie auf 8 ermäßigt werben, fefthalten, Befchränfenfid) anbere anfangs auf 6 unb fd)reiten bann auf mittlerer ©tufe Bis ju 8 unb auf beroberen felBft Bis ju 9 fort. 2)en unteren Stoffen fällt überall gleichmäßig bie Einübungber Formenlehre ju, weldjer, bie biefent greife bienenben ©cripta inbegriffen, bie Hälfteber ©tunben gewibmet unb wobei BefonberS bie Elementargrammatif oon kühner, ferneroon Blume, Sattmann, fowie bie für alle Eiaffen Beftimmte ©rammatif oon Berger ge*Braucht wirb, wäljrenb bie anbere Hälfte ber Bnalhfe einjelner ©ätje unb weiter bemUeherfefjen fleinerer jufammenhängenber ©tfide, wie fie bie Betr. ElementarBücher Bieten,oerBleiBt, unb baBei ift baS Sernen ber BocaBeln Siegel; inbeS Befchränft man fid) imallgemeinen auf biefenigen, welche baS gerabe Behanbette ©tüd enthält, nur hi e unb bagebraucht man für biefen 3wecf oerfaßte Bücher. ®ie mittlere ©tufe finbet ihre SlufgaBe,was bie ©rammatif Betrifft, einmal in ber Slepetition, in Ergänjung ber Formenlehre,unb bann in bem Eurfug ber ©hntay. ®aS Srfte fällt oorwiegenb ber Quarta, baS3toeite ber Tertia ju, fo febod), baß auch bort bie erforberlichen ©tüde ber ©hntayBehanbelt nnb eingeüBt werben unb hier eine Ergänjung unb Beroollftänbigung berFormenlehre nicht auggefdjloffen ift. 3n Quarta reicht metftenS bie Elementargrammatifber unteren Eiaffen aus, wo nicht fdjon bie für alle Eiaffen Berechnete ©rammatif oonBerger eingeführt ift; in Tertia tritt bie ©djulgrammatif oon kühner, bie oon .ßumpt,?utfd)e, ®rih nnb Berger ein; biefem Unterrichte im .gufammenhange j> em jjeBer*fefsen aus bem ©eutfdjen in baS Sateinifche, bem münblidjen unb fchriftlichen, werben3 — 4 ©tunben gewibmet, in Wefdje bann auch bie SlüdgaBe unb baS Befpredjen Dercorrigirten SlrBeiten fällt, beren wöchentlich eine ober jwei — nad) ben Büchern oon©fipfle, ©hieß, kühner, ©rotefenb, fortgefe^t oon @effer§, £>aacfe u. a. — geliefertwerben. ®ie übrigen ©tunben, 5—7, werben auf bie Eypofition oerwanbt. 3n Quarta