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3 (1880) Göthe - Kindheit
Entstehung
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$amtotoer. 203

nod) ntc£>t gebadf wirb unb roelrfje Suther, um bet ©pradjen nicfjt ju biete ju gleichet3eit ju betreiben, ebenfo wie bie tjebräifebe, junädjft auggefdjtoffen wißen wollte. Stberaud) abgefeljen oon bem Einzelnen, madjt bet jut (Settung fommenbe ©tubienfdan einenweit befriebigeubevn unb mel)r oerljeißenben Sinbrud.

Sn ähnlicher SBeife gelangten aud) bie übrigen Sanbegtlfeile attmätilid) ju einerfeften Drbnung im Sird)cu= unb ©djulwcfen, namcntlidj Süneburg. 2Biewot)l ^ier beibeSburd) fperjog Srnft in einen geregelten (Sang gebrad)t war, fanben eg bod) feine ©Bfne,Otto, fjeinridj unb SZBilljetm not^ig, wie bie fortfdjreitenbe 3eit eg forberte, auf bieSSerootlfommuung begfetben 93ebad)t ju nehmen. öS erfolgte bernnad) nad) Dttog ©obeunter ber gemeinfatnen Regierung £einrid)g unb 2Bi%lmg 1564 eine neue $ird)en=orbnung, jugleicO bag ©dplwefen umfaffenb, unb barauf bie Srrid)tung beg Sonfiftoriumgp Seite atg ber leitenben 33el)örbe. Unb alg £erpg SBilljelm 1569 bie Regierungallein übernommen, fuhr er fort im ©inne beg SSaterg für ®ird)e unb ©dpte ©orge ptragen, gleid)fam im SBetteifer mit §erpg Sulutg. Sn berfetben Stiftung waren feine@öl)ne tljätig, guerft Srnft II., non 1592 1611 , bann nad) beffen ©obe big 1633Sljriftian, welcher Solenn Slrnbt alg (Seneralfuberintenbenten non Sigleben nad) Seileberief unb für bie Hebung beg ®ird)en= unb ©dplwefettg unermüblid) tl)ätig war, wiebanon aud) bie burd) 2lrnbt reoibirte unb nielfad) ergänjtc unb erweiterte S?ird)enorbnungnon 1619 ^eugnig giebt. ©et ©egen einer foldjen Regierung erftredte fid) audj auf bie1583 pgefaHene untere (Sraffdjaft |wba unb bag nad) langem ©treite mit Sraunfdjweig1616 non bem Sammcrgeridjte Süneburg juerlannte gürftenfhum (Srubeut)agen. Unterfolgen günftigen 35erl)ältniffen mußte bag Unterrid)tgwefen, bem bag neu erwarte, nonfräftigem unb freubigem (Stauben getragene Seben ber 3 e it f° manche förbernbe 2In=regung entgegenbrad)te, wot)t einen nod) nid)t gefel)enen Sluffdjtoung nehmen. Unb inber ©hat ift berfetbe in ber ^weiten fiälfte beg fed)äet)ntcn Sahrlpubertg big in bie ßeitbeg breißigfährigen fhiegg int ©teigen begriffen, um fo mehr, alg bie Soften, welcheerforberlid) waren, bei bem allgemein l)errfd)enben 2BoI)lftanbe leicht befcljafft werbentonnten. Ipatte mau fid) normen in ber tateinifd)en ©dple meift mit brei Staffen begnügt,fo fteigt je|t an nielen Drten bie 3ald berfetben auf fünf big fed)g. SDtan nerlangteipäbagogien p haben, 2luftalten, wellte in ihren Seiftungen über bie befteljenben ©d)utenl)inauggiengen, genügenber für bie Unioerfität oorbereiteten unb in gewißem ©inne fogarbie Unioerfität erfeßten. Sn (Söttingen eröffnete man ein foldjeg neben unb abgefonbertoon ber längft befte^enben lateinifd)en ©cf)ute in bem ^autinerttofter Dftern 1542 mitbrei Ißrofefforen, unb eg fanben fid^ halb oon allen Drten 200©tubenten" ein; inbegnad) jtoei Satiren würbe eg wieber gefd)loffen. Srft 1586 nahm man ben (Sebantenwieber auf unb oereinigte jwar bie lateinifd)e ©tabtfdfule mit ber neuen, auf bie oonbem Sanbegherrn pgewiefenen (Süter ber Salanbgbrilber funbirten Inftalt; inbeg nannteman jene fortwäljrenb nod) schola inferior, biefe ißabagogium ober (Stymnafium: beibeülnftalten, obwohl unter einem Ißäbagogiardjen, bem ein Sicerector pr ©eite [taubbereinigt, hatten jebe it>ren befonberen Surfug; bagßäbagogium galt alg Ijöljere Sehr-anftalt beg ffürftentljumg. Sn bem ^äbagogium fommen gleich nad) feiner Sröffnungneben ber lateinifdjen, gried)ifd)en (Aristoph. Hubes alg Seetüre) unb hebräifdjen ©prad)e,neben 9fI)etorif, ©ialefti! nnb metrifdjer unb fsvofaifcOer Sonpofition in lateinifchet©brad)e fo wie ^3l)t)fif/ Verträge über SC^eotocjic nnb römifdjeg 9ied)t, einige 3 e ^fogar über SRebicin, oor. Sg war nidjt feiten, baß bie, weldje ibjren Surfug in berSlnftalt abfoloirt hatten, fogleid), ohne eine Unioerfität befudft p haben, in bag ^3rebigt=amt traten. ©ieg gilt aud) oon oieleit 3öglingen beg ißäbagogimng, weld)eg in biefer3eit bag auggejeidjnetfte war, Stfetb, bem 9Jiid)aet Steanber oon 15501595 oorftanb.®iefer auggejeidfnete Sliann übte tl)eilg burd) fein 93eif)net, theilg burdi feine ©Triften,theilg enbtid) burd) feine ©djüler in ben l)ieftgen Sanben einen außerorbentlidjen Sinflußaug. ©aneben ift an manchen Drten bie Sßirfung, bie oon Sohanneg ©turmg burdj=greifenber SDhättgteit auggieng, ni<ht ju oerlennen.

SJiur jn halb würbe aber bie erfreuliche Sntwidtung burd) ben (Sang ber politifd)en