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©tyntnnftunt, fein äSerljültntö junt Ghrifteitthimt tt.
geiftigeg Sermögen beg ‘D'tenfdmn Betrachtet mirb, ift fie nichts anbereg, alg eine imäftenfhen burd; feine eigene Siatur ermahfene nnb gemehrte Sraft; eg gehört ju bieferSugenb fein Sntfhlufj, feine Ueberminbung ber eigenen Steigungen, feine fpülfe beggöttlichen ©eifteg, fonbern fie ift ba burcf) bie ©eburt nnb mäd)gt burd) ben eigeneninneren ®rang, unb ber ©tolj ift eins ihrer Elemente. Slag ^oratiug in jenen merf=mürbigen gnomifhen Dben beg britten Sudjeg, moburd) er bie röinifdje virtus anpreigt,auch folcBe einjetne Sugenben anempfehlen, methe einzelnen (hriftlidjen Sugenben ent=fpredjen, mie bie Sefdjranfung ber 2Biinfd)e in Slnfeljung beß Sebenggenuffeg, beg Sefipegunb beg Stangeg, bie Unterorbnung beg (Sinjelnen unter bie 3® e( l e beg ©anjen, bie33eharrlidjleit in bem mag man als bag Siedjte erfannt hat, bie tpeiligfjattung ber ©he— feine virtus im ganzen ift bod) nur ein Saum, ber auf bem Soben ber natürlidjenSlffecte fteht, nnb wenn er 3beate biefer virtus auffucht, fo finb eg mieber nur foldje,bie im Verlangen nah eigener Erhebung ein bebeutenbeg SJtafj »on Sraft bargefegthaben. Eg giebt gar nidjtS, moran man bag innerfte Sßefen ber chrifttichen Eugenbburh Sergleidjung fo ganj beutlich mähen fönnte, mie bie ®ugenb ber Sitten, wennman bie ißrincipien beiber aug ber heiligen (Schrift einerfeitg nnb ben alten Slutorenanbererfeitg Ijeroorhebt. Unb fo iftg mit bem fiebrigen. ®ie Undjtifttidjfeit beg f)eib=nifdjen SHtert^umg taugt beffer baju, bie d)riftlid;e Sßafjrljeit einleud)tenb ju madjen,alg bie Sefjanblung chriftlicher Slutoren felbft. ®enn eg ift ein großer htrtljum, juglauben, eg mürbe bie djriftlidje 2Bahrf)eit ber Dfugenb mehr ju ^erjen gehen, mennSactantiug unb Epprianug ftatt Eicero’g, Suoencug ftatt Sergit’g, Eufebing ftatt £eno=phon’g unb fperobot’g, ©hrpfoftomug ftatt ber alten Stebner bie bem Sefen griehifdjerunb römifher ©djriftftetler gemibmeten ©tunben augfitHten. 2ßer bag meint, ber fenntbie fird)lid)en ©chuiftfieller felbft nicpt, ober meiß nicht, in meldjer SBeife ber jugenblidje©eift angeregt merben muff. Eine folcfje Ummanblung beg ber Sugenb gebotenen (Stoffsmürbe offne 3®eifet biefelbe SBirfung heroorbringen, melhe burd) bie Erjiel^unggroeifemancher trefflich gefinnten dhriftlich e n Ettern fd)on ^erborgebradjt morben ift, baß bieUeberfättigung mit religiöfem (Stoff bei ben Äinbern nicht nur ©teihgültigfeit, fonbernSBibermiHcn unb Sitterfeit gegen alleg Sletigiöfe erzeugte".
®ie Serfud;e beg 17. SaljrJjunbertg, an bie ©teile ber alten Elaffifer bie®irdjen=fdjriftfteHer ju fe£en, mofür befonberg ber fßfjitotog ©hriftoph Eetlariug unbfpäter anbere tfjätig maren, haben um bie üölitte biefeS 9a^rt;unbertg bei ängfUidjen©emüt^ern mieber SeifaU gefunben (»gl. Etyth, Elaffifer unb Sibel 1838), unb be=fonberg in ffranfreicp einen heftigen im Sntereffe ber fatholifdjen $ird)e geführten©treit ^erborgerufen. (Sgl. namentlich Le ver rongeur des societes modernes oule paganisme dans l’eduoation, par l’abbe J. Gaume. Bruxelles 1851, eine©d)rift, aug ber eine äußerft befcfjränfte Sluffaffung ebenfo ber alten Elaffifer mieber £rsief)ungg= unb Silbunggaufgabe ^ö^erer ©hüten fpridjt; ferner ®. ®ör =geng, ber heilige Safiliug unb bie ctaffifdjen ©tubien. Seidig 1857. ©. 33 ff.).
^Dagegen ift bei ung burh llniberfitätglchrer mie ÜMgetgbah unb nid)t menigegeiftegoermanbte ©hutmänner in 9Sorb= unb ©übbeutfhlanb bei »erfhiebenen ®elegen=feiten ber ältaßftab für bie red)te SBürbigung beg claffifdjen Sllterthumg in feinem Ser=hältnig jum Eoangelium ing Siht gefegt unb empfohlen morben. Sin ben Elaffifernliegt eg niht, menn ihre Seetüre ber 3ugenb feine heilfame grud)t bringt, fonbern anihrer »erteilten Sehanbtnng, unb im übrigen an bem Mangel ber rechten £räiel)ungg=grunbtage. S'JidjtS ift an fih oermerflid) um eineg möglidjen SJiigbrauhd mitten, bemauch bag Sefte auggefe^t ift. 9ttan hüte fih jeboh in ber fßrafig ber ©hule »orallen Uebertreibungen unb jiehe nidjt an ben paaren herbei, mag fid) niht »on felbftbarbietet, ©o mirb fihertich auh bie ©hrifttihfeit ber ©tjmnaften niht baburh er=höht, baf man, mie mol»! bigmeilen gefdjieht, erbautihe ©toffe für Eyercitien oermenbetober bie Seifyiele für bie grammatifhen Regeln aug Sibelforüdjen entnimmt. Sßaghier ein Stro^enborf ohne 9tad)theit tl)nn burfte, hat bei ung bie ®efal)r, bag ^eiligeju profaniren. jReligiofität mirb überhaupt nicht burh bie SOJaffe religiöfer Erregungen