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©timnaftum.
wtefenen ©rengen bie gange Straft gu entfalten*). 3n ber 2£)at eine gälte oerfd)teben=artiger ©tgenfcpaften, beren ^Bereinigung feiten genug angetroffen wirb. ®ie wicptigfte©genfdjaft aber, ohne weldje ade jene ©ahen, felbft wenn fie in I)oI)ent ©rabe »or=panben wären, nicpt genügen würben, bie oorliegenbe Stufgabe gu erfüden, ift, wie au§bem oben ©efagten I)eroorgeI)t, ber lebenbige ©laude an ©jriftum, »opne welken", um21. fp. grande’8 SBorte gn gebrauten, »fein Seprer feinem Stinte nur im geringften©enüge leiften fann". ®amit ftimmt oödig überein ba§ Sbeal be§ SeprerlS, wie e§®poma§ Slrnolb, bem berühmten Rector oon SKugPp »orfdjwehte (f. SBiefe ®eutfcpeSriefe ©.181 unb b. 2trt. SIrnoIb Sb. I. ©. 224). 2ln bie ©pipe ftedt er bie gor=berung, ber Seprer müjje ein entfd)iebener ©prüft fein, nädjft biefem ©runbguge be§©parafterS forbert er bie ernfte unb eble Haltung, weld)e ben eigentlidjen ©entlemanmacht: barnacp erft fommt bie gorberung einer grünblidjen wiffenfdjaftlidjen Silbung,ber ©eleprfamfeit unb Seprpaftigleit, wobei er freilid) weit entfernt ift, bie pope 2Bid)=tigfeit biefer ©igenfcpaften, opne welche ja niemanb ein Seprer fein fann, gu oerfennen.Slber »ba§ eigentliche ©epeimni§ aded Sehreng liegt in bem ©parafter" (f. fRotp SI.©cbriften 1, IY.). ©o adein ift e§ mögtid), baff bie ©pmnafien »SBerfftätten be§ pei=ligen ©eifteß“ werben, wa§ i^re podjfte Slufgabe ift**).
SBenn aber barin, baff ein Seprer ein entfcpiebener, ein lebenbiger ©prift biefidjerfte @ewäf)r liegt, baff er feine Sßftidjten mit ader $reue unb Eingebung gu erfüdentradjten werbe, fo ift gugleicf), wenn biefer ©inn bie eingelnen SJfitglieber eines Seprer=codegiumd erfüdt, barin bie fidjerfte ©ewäpr wahrhaft einträdjtigen gufammenwirfenSgegeben. SS5ie wichtig biefed ift, bebarf feiner befonberen §eroorpeBung; ebenfowenig, wiefdjwierig e§ ift, unb wie feiten e§, ba§ barf ja nidjt öer^e^It werben, gefunben wirb.®enn baff ber ändere griebe nidjt geftört werbe, auch baff ein S3erpältnl§ i^errfc&e,welches man als codegialifcpeg gu begeidjnen pflegt, fo fdjäpendwertp biefeS fdjon ift, reidjt frei=lid) bei weitem nicht au§. ®er eingige bauernbe unb unerfdjiitterlidje ©runb lebenbigengufammenwirfenS ift bie ©emeinfdjaft im ©lauben***). ®a§ ift bie redete ©oncentrationber Seprfraft, nach ber man ruft unb bie man oergeblicp in äufjeren Sinricptungen, bengefammten Seprercodegien gu gewäprenben fdedjten u. bgl. fudjt (wie Sattmann a. a.£). ©. 137 ff.). ®en bebeutenbften ©influfj barauf pat felbftoerftänblidj ber ®irector,ber aud) peute nod), wie fehr fi<h aud> gegen frühere feiten bie Serljältniffe geänberthaben, ber Stnftalt, bie unter feiner Seitung fleht, wefentftcp baS ©epräge giebt. 3n ihm
*) gut ben ©pmnaftalleprer barf eine int Obigen mitangebeutete ©igenfepaft noch befonbergperoorgepoben werben, bie in fofgenben SBcrten SBiefe’g liegt (fPr. SJton. ©. 294): ,©eitbem bie3eit ber unbeftrittenen £>errfcpaft Sineg principe, bag Eingebung forbert unb ftnbet, unb bei bemburdj ©rofjeg Kleineres übertragen wirb, baptn ift, ift bamit gugteiep eine Duelle ber .Kraft unbber Siebe für ben Unterricht faft Berfdjüttet. Segeifterter Srieb gu ben StttertpumSwi[fenfd)aftenwirb immer feltener angetroffen, unb nicpt Biete leben noep fo in ben Sitten, bafj fte, wag jebeSnterpretation fod, ben ©cift beg Slutorg, ber in feinem Sßerfe Berbotgen ift, gu neuerem Sebenwieberguerweefen Bermogen. Sin ber Siebe beg Seprerg gu bem Object ipret gemeinfamen ®eftpaf=tigung entgünbet fid) aber bie beg ©cpülerg“. Uebrigeng Berweifen wir in SBegug auf bie an benSeprer gu ftetlenben Sortierungen auf ben Slrt. Seprer. ©. Sieb.
**) Slug bem Obfgen ergiebt fiep alg notpwenbige golgermtg, bafj bie Sßirffamfeit eineg3uben im Sepramt an einer cpriftlitpen ©cpute, wie tüdjtig unb eprenwertp er fonft fein mag (bem innerften Sebengprincipe biefer wiberfpriept, unb bafj bie, benen bie Seitung bet Silbunggan«ftalten eineg S3otfeg obliegt, ftep ber ^ftiept niept entgiepen fßnnen, ben cpriftlitpen Sparafter ber«felben au cp in biefer Segiepung treu gu wapren.
***) ,@emeinfcpaft beg ©eifteg, bag föftlicpfte @ut einer ©cpute, wie feiten wirb fie, bei beneprenwertpeften Seftrebungen eineg jeben für ftep unter ben Seprern angetroffen; wie oft pinbertbie fprobe beutfdpe ©ubjectioitat unb ein falfcper SSegriff Bott ©elbftanbigfeit beg Spar alt erg oberaudj Bon proteftantifdjer greipeit bie Bode unb gange Eingebung an bag gemeinfame SBert, aneinmütpige Unterorbnung unter ben poperen 3»ed beg ©angen! ®ie bagfetbe SBerf treiben, wiffengu wenig non einanber, arbeiten ftep gu wenig in bie fjfinbe unb fepen gu wenig auf bag ©ange*(äßiefe a. a. O. in fPr. fölonatgbl. ©. 301). ®. Sieb.