©ÖtljC.
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fein, unb felbft ooßfommne SSorbilber madjen irre, inbem fie uns oeranlaffen, notlj=wenbige SHlbungSftufen ju i'tberfpringcn." Sludj barf bie Intelligenz nidjt einfeitig unboljne Stüdfidjt auf ©ittlidjfeit unb innreS ©leidjgemidjt gehoben werben, wie @. ineinem SSriefe auS Siorn fagt, er fürctjte, SStorii? mürbe burdj feinen Umgang tlüger,aber meber ridjtiger, beffer nodj glitdlidjer werben, eine gurdjt, bie itjn abljalte ganzoffen gegen iljn ju fein. — 3Rit jeher abgelegten ©eifteSfeffel übernehme man bie^ßflidjt größter ©elbftbeljerrfdjung. — Äinber rnüße man um beS ©Uten nnb Stülftidjenwillen bisweilen betrügen. SStan bürfe mit iljnen nidjt immer wie mit fidj felberfpredjen, weit eS ißftidjt fei, anbern nur baSjenige ju fagen, maS fie aufneljmen fönnen.SSorurtljeile nnb irrtljümlidje begriffe, bie fie tjören, finb nidjt ju mibertegen, fonbernirgenbwo an einen ridjtigen 23egriff anjufnü^fen, um fie wo nidjt nüjslidj bodj unfdjäb=tidj ju madjen. (©o StatalienS SDeutung ber ©ngelSerfdjeinungen, be§ SnedjteSSiußredjt.) — SDer Mjrer muß meljr wiffen, als bie ©djüler allenfalls wiffen feilen;er barf zwar baS Söefte ocrfdjweigen, aber nidjt tjalbwiffenb fein." Sehren fann audjberjenige, ber nidjt bocirt, „wenn er burdj SCljat beut Urttjeil, bnrdj Urtljeil ber £ljatZum £eben Ijilft." ®er SJater pflegt ein fdjledjter ©rjietjer ju fein, „er beljalt immereine Slrt oon bcSpotifdjem SSertjaltuiS ju bem ©oljne." SJtütter bagegen finb biebeften Srjietjerinnen iljrer Smdjter. — Mjrbüdjer jugteidj für ben ©ebraudj beS©djülerS unb beS £eljrer8 billigte ©.' nidjt. Säljrlidje öffentlidje Prüfungen, in benenfidj bie ©Itern oon ben $ortfdjritten ber Sljrigen überzeugen fonnen, finben wir audjin ber päbagogifdjen ißroüinz (in SB. SSteifterS SBanberjaljren), bodj nidjt in ber©eftalt beS ©pantenS. Ob gäljigfeiten zu gertigfeiten geworben finb, ift ©egenftanbber Prüfung (Ottilie).
$iir baS SinbeSalter finb bie friiljeften ©inbrüde entfdjeibenb; nadj iljnen bilbettfidj bie Organe, z- 3J- baS Slugc. „SSteift eerfpredjen Stnber meljr als fie Ijalten,unb eS fdjcint, als wenn bie Diatur unter anbern fdjelmifdjen ©treidjen, bie fie unSfpielt, audj tjier fidj ganz befonberS feftgefejst, unS zum 33eften zu Ijaben." „Stiemanbglaube bie erften ©inbrüde ber 3ugenb überwinben zu lönnen. Sft er in löblidjerSteiljeit, umgeben oon ebetn unb fdjönen ©egenftänben, in bem Umgang mit gutenSlienfdjen aufgewadjfen, tjaben iljn feine SSteifter baS geletjrt, was er zuerft wiffenmußte, um baS Uebrige teidjter zu begreifen, Ijat er gelernt, maS er nie zu oerternenbraudjt, würben feine erften Ipanblungen fo geleitet, baß er baS ©ute fünftig teidjterunb bequemer ooßbringen tann, oljne fidj irgenb etwas abgemöljnen zu ntüßen; fowirb biefer SJtenfd) ein reineS, ooEfommeitereS unb glüdlidjereS Seben füljren als einanberer, ber feine erften ffugenbfräfte in Sßiberftanb unb Srrtljum jugefe^t Ijat. ©Swirb fo oiel oon ©rzieljung gefprodjen unb gefdjrieben, unb idj fetjenur wenig SStenfdjeit, bie ben einfadjen aber großen S3egriff, ber allesanbere in fidj fdjließt, faffen unb in bie SluSfüljrung übertragentonnten."
„SJtit wenig SBorten laßt fidj jbaS ganze ©rzieljungSgefdjäft auöfpredjen; manerzielje bie Knaben z« Wienern, bie SSfäbdjen zu SSliittern, fo wirbeS überall woljl fte^en." 3ebe öffentlidje, politifdje, literarifdje ober im weitern©inne gefeßige SBirtfamteit Ijielt ©. für unweiblidj, baS ©IternljauS für bie befte©djule ber SDtabdjen. 3it ben niebern ©tänben ift iljre ©rzieljung leidjt. Stidjtigwerben fie nur zur nädjftcn S3raudjbarteit Ijerangeljoben. Steinlidjfeit oeranlaßt fie mitgreuben, etwas auf fidj zu Ijalten. ©ie foßen mannigfaltig getleibet geljen. Sn bengebilbeten ©tänben ift bie Slufgabe feljr oerwidelt. ffnbem man bie Sinbcr füreinen weitern ®reiS zu hüben gebentt, treibt man fie leidjt in’S©renzenlofe, oljne im Sluge z u bemalten, waS benn eigentlich bieinnere Statur forbert. (©. SBaljlo. 2. Stlj. 7. f.) 3m ber Staoeße „ber SStannoon 50 ffatjren" finben wir ein SJtufterbilb Ijöfjerer Weiblidjer ©rzieljung ffizzitt.
3fn Sucianen unb Ottilien ift eine unweibüdje Silbung einer edjt weiblidjen ent=
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