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Gelehrtenschulwesen.
Minor; sie lernten täglich 2 lateinische Wörter 6X uolususlutura rsruw und ein Stückaus dem deutschen Katechismus. In 8ssuuäu soll der Truscsxtor den Knaben MstLliwos xullllnuos und dann Ontousiu ein Wort nach dem andern exponiren Mdnicht Nachlassen, bis sie ihm nachexponiren könnten, darauf in der Repetition aus de»,Gelesenen zuerst ein uoiusu, darnach ein vsrlluiu fürgeben und aus den gunsst. Zr^ww.lormuiss cksollus-ucki st oovsuA. auf das einfältigste anzeigen. Des andern Tags sollensie die Lection des vorigen Tages wieder lassen exponiren (dies wird für alle Stufenund Fächer immer wieder eingeschärft) und sie dann in st^molsZiu wohl üben n. s. f.,dazu täglich ein oder zwei xruscsxtn der Grammatik, damit diese „immerdar in derSchul den Fürgang habe." Damit sie Lust und Liebe dazu gewinnen, soll ihnen derkrssosxtor »den rechten Brauch der st^ruolc>8is.s auf das lindest anzeigen und sich keinerMühe lassen dauren, denn recht Schulhalten erfordert, daß der krnsssxtor unverdrossensei. Er soll die Ordnung oft zertheilen, jetzt diesen, dann einen andern cssum, tswxm,uwäuiu fragen und sie etwan beide uoulluntivos 8IUK. st plur, beide ASllit. «tut. eie.,alle xrusssutis, xrustsrits, st koturu durch alle Ivockos lassen nacheinander sagen, damitdie Knaben hurtig werden zu respondiren. Und soll allweg in 8 Tagen ein jederxurs orntiouis zum wenigsten einmal in rsxstitiouillus unter die Hand genommenwerden;" auch soll er ckslluitiouss täglich vorlesen lassen, damit sie es ohne alle Mühe'auswendig lernen. Nach dem sxsrsitio ruusions, das auch in den folgenden Classeil itäglich Statt findet, soll er täglich die 8crixts. corrigiren, dann die Illovsrdis, Lalomoiiis,darauf die villoZos 8sdllcki Lsicksv, auch den lat. 6ntscllisiu. vorexponiren und sienachexponiren lassen, endlich in jeder Lection sie in den kllrusillus fragen und üben, wiesie das oder jenes wollen lutius reden, denn hier soll das Lateinreden anfangen. InTsrtiu soll er die äsopischen Fabeln von Camerarius und Gespräche von Castelli», späterdie sslsctiorss sxist. 6io. und Tsrsutiuiu, der auswendig zu lernen sei, ebenso be-handeln, dabei aber »die Klugheit haben, cousilluiu auctoris wohl anzuzeigen, wie ernicht alles ox SUN PSISSUS. rede, sondern cllvsrss, vitia iu äivsrsis psrsouis abimle,und wie die blinden stlluici von Gott und seiner Welt nichts gewußt, und sich befleiße», 8daß die zarte Jugend nicht geärgert werde." Zur weiteren Uebung iu iogusuiio et Ascridsuäo soll er die schönen pllrnsss dictiren, manchmal ein vsrbuiu aus dem äiotio- Iuario nehmen und »sein ganz prvAsuislu und wie eins aus dem andern fleußt, auch Ixllrasss anzeigen," täglich eine syntakt. Regel vorlesen und mit dabei stehenden und 8von ihm fingirten Beispielen erläutern; alle Mittwoch ein sxsrcit. still aus den »nächstgehörten Isctiouibus" soviel möglich in eben denselben Worten, nur mit Aenderung derAsusra, uurusri stc., am Freitag darnach soll er die vitia jedem freundlich und deutlichanzeigen, daß es die andern auch hören, und bei den vielen Fehlern geduldig sein,damit die Knaben nicht kleinmüthig werden; zu den 8criptu sollen sie besondere Bücherhaben, damit man in der Superintendenz der Knaben und Präceptoren Fleiß und Un-fleiß sehen möge. In tlunrtn sollen abwechselnd 6ic. sp. Inuu, Tsrsut. und 6io.ssv. und nulle, gelesen, die ganze Syntax repetirt, dazwischen hinein die Prosodie be-gonnen, das wöchentliche »Argument" (sxsrsitiuiu), wie in III, nur etwas schärfer,gegeben und fleißig emendirt, endlich in 6 Stunden die Elemente des Griechischen undder kleine griech. vntsell. Lrsutll explicirt werden. In Huiutu Befestigung und Er-weiterung des Bisherigen; 6io. uä. Lriu. und oküc., Ov. Trist., die Evangelien griech.und lat., Prosodie und Stilübungen. In 8sxtu besonders Dialektik und Rhetorik nachMelanchthon, zur Erläuterung Reden von Cicero und Livius, dann Salust, VirgilsAeneis mit besonderer Rücksicht auf die sIsKnutiu lut. lluAvss und das urtitwmmxosticuiu, daneben Grammatik und Prosodie, wobei der Lehrer versuchen soll, »ob beiden Knaben zu erhalten, daß sie lernten curulluu schreiben"; die Stilübungen solle»xriucixmlltsr auf die Nachahmung Cicero's und auf rhetorische NrsKz-MuusMntn gerichtetwerden. Im Griechischen Grammatik und Xsu. 6^rox>. Zur Pflanzung der Gottes-furcht soll vor- und nachmittags zum Anfang der Lection das Vsill suuets sxiritwund Vsui ersntor Spiritus gesungen, zum Schluß ein Stück aus dem Katechismus