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2 (1878) Dankbarkeit - Globus
Entstehung
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Fsiiu'lou.

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sehen. Im Alter von zwölf Jahren verstand derselbe schon ziemlich gut griechisch, spracher das Lateinische mit Leichtigkeit, hatte er eine Reihe der solcher Frühreife zugänglichenAutoren durchgcarbeitet. Für den geistlichen Stand bestimmt stndirte er dann einigeJahre auf der Universität Cahors, worauf er in das Haus seines Oheims, des MarquisAnton von Fsnslon, nach Paris kam. Der 18 jährige Jüngling fand hier sogleich alsPrediger den ermunterndsten Beifall; aber willig folgte er dem weisen Rathe des Oheimsund zog sich aus dem bethörenden Lärm der Welt in das Priesterseminar St. Sulpicezurück, wo er nun fünf Jahre für die klerikale Laufbahn sich vorbereitete. Zum Priestergeweiht kehrte er zu öffentlichem Wirken zurück und widmete sich zunächst der Seelen-pflege der Armen und Kranken. Dann stellte ihn der Erzbischof von Paris Harlay andie Spitze eines aus jungen Dainen der höchsten Kreise gebildeten Vereins, der sich diekatholische Unterweisung protestantischer Mädchen zur Aufgabe gemacht hatte. Er bliebzehn Jahre in dieser Stellung, für Lehrerinnen und Schülerinnen ein mild ausgleichenderBerather, ein väterlicher Freund und Führer. , Seine oft gedruckte, wiederholt auch indeutscher Sprache erschienene Schrift äs l'ääuoatiou äss ütlss war eine Frucht dieserWirksamkeit. Die Schrift hat ihre Mängel und Lücken; aber sie ist voll feiner undwahrer Beobachtungen über das kindliche Leben, voll wirksamer Vorschriften für Bildungdes Geistes und Herzens und als einer der ersten Versuche, die Aufgaben und Eigen-thümlichkeiten der weiblichen Erziehung im Zusammenhänge darzustellen, immerhin alseine bedeutende Leistung zu schätzen. Als nun Ludwig XlV., fort und fort auf die Be-kehrung der Protestanten seines Königreichs bedacht, für die Mission in Poitou Fsnslonersehen hatte, war allen, die ihn kannten, klar, daß niemand mit den zu solcher Wirk-samkeit erforderlichen Kenntnissen so viel Kraft der Liebe, so feinen und sichern Taktvereinige als eben er, wie er denn auch gerade als Superior der blouvollss vatlwlignssin der entsprechendsten Weise für jene Mission sich hatte vorbereiten können. Aber erkam in eine überaus schwierige Wirksamkeit. Die protestantische Bevölkerung im Sprengelvon La Rochelle, welche Fsnslon, in Verbindung mit dem Abbs von Langeron, seineinHerzensfreunde, und dem später zu großem Ruhme gelangten Fleury, bekehren sollte,war fest und entschieden in ihrem Bekenntnis und, durch eine Reihe harter Maßregelnverbittert, selbst den Belehrungen und Bitten eines Fsnslon' wenig zugänglich. Wieer seine Aufgabe anfaßte, zeigt sein damals entstandenes Buch 8ur Is mivistsrs ässPasteurs. Nach Paris zurückgekehrt empfahl er dem Könige den Protestanten gegenüberSchonung und Geduld und trat dann wieder in seine anspruchslose Wirksamkeit beiden Xouvsllss Oatboliguss ein. Ein schon gereifter Mann, schien er von den Bahnendes Ehrgeizes fern bleiben zu wollen.

Als aber jetzt den drei Söhnen des Dauphin, den Herzogen von Bourgogne, vonAnjou und von Berry, Erzieher gegeben werden sollten, konnte Fsnslon doch nichtübersehen werden. Er hatte seine Schrift über die Erziehung der Mädchen für dieHerzogin von Beauvilliers geschrieben, die ihre Kinder mit der treuesten Sorgfalt undwahrhaft christlichem Ernste erzog, und der Gemahl der trefflichen Frau, den der könig-liche Großvater zum Gouverneur der Prinzen bestellt hatte, erbat sich vor allen Fsnslonzur Unterweisung derselben. Die Bedenken derjenigen, welche in ihm einen verkapptenJansenisten zu erkennen glaubten, schlug Bossuet nieder; in weiten Kreisen aber wardie Freude groß über Fsnslons Erwählung und die Akademie von Angers machte siezum Gegenstände einer Preisaufgabe.

In der That sahen sich ausgezeichnete Männer zu dem bedeutsamen Werke ver-bunden. Der Herzog von Beauvilliers war ein durchaus gediegener Charakter, vonexemplarischer Frömmigkeit und unwandelbarer Pflichttreue, der seine Mitarbeiter eswaren nächst Fsnslon die Abbss de Langeron, Fleury und de Beaumont und der alsBeichtvater der Prinzen hinzugetretene Jesuit de Valois fort und fort auch in glück-licher Eintracht verbunden hielt und indem er die oberste Leitung mit sicherem Takteführte, doch die Einzelnen nach ihrer Individualität auch freier sich bewegen ließ.Fenvlon besaß sein volles Vertrauen und wurde bald die Seele der eigentlichen Er-