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Externen. Fabrikschulen.
Extemen, an den Fürstenschulen Extraneer, heißen diejenigen Schüler, welche andem Unterricht einer geschlossenen Erziehungsanstalt, nicht aber an der gemeinschaftlichenleiblichen Verpflegung Theil nehmen; nach der preußischen Abiturientenprüfungsordnungheißen diejenigen Externen, welche an einer Anstalt die Prüfung bestehen, ohne ebendaselbst ihre Vorbildung erhalten zu haben.
F.
Fabel, s. Märchen.
Fabrikschnlen, die, sind eine Frucht der Neuzeit, in welcher durch die stets ver-größerte Ausdehnung der industriellen Arbeiten und die Benützung der Dampfmaschinennicht nur ältere Personen beider Geschlechter zu den Arbeiten in den Fabriken gezogenworden sind, sondern man auch anfieng,. Kinder hiezu zu benützen, theils wegen dergrößeren Wohlfeilheit der von ihnen geleisteten Arbeit, theils weil für einzelne Fabrik-geschäfte die Arbeit von Kindern nothwendig ist. Diese Benützung von Kindern hatsich von einem Jahr zum andern vermehrt, namentlich nachdem in einzelnen größerenFabrikorten eine eigene Fabrikbevölkerung entstanden ist, wo nicht nur Mann und Frau,sondern auch die Kinder vom möglichst frühen Alter an darauf angewiesen sind, rechtviel zu verdienen und die Fabrikanten durch Verwendung von Kindern bei gleich guterArbeit die bedeutendsten Ersparnisse in Bezahlung der Löhne zu machen im Stande sind.Besonders grell tritt die Schmach in Ausnützung der schwachen Kräfte des Kindes indenjenigen Ländern hervor, wo sich nach und nach die größten Fabrikcentren gebildethaben, wo noch keinerlei Gesetze und Vorkehrungen gegen diese neue Sclaverei getroffenwaren, wo das Interesse gewissenloser Eltern und hartherziger Fabrikherren sich gegen-seitig die Hand bot und wo aus Mangel eines obligatorischen Schulbesuchs eine Für-sorge wie für das leibliche so für das geistige Wohl der Kinderwelt fast vollständig fehlte.Herzzerreißend sind die Schilderungen, welche wir in den interessanten und mühevollen, aufGrund genauer statistischer Erhebungen erfolgten Zusammenstellungen von dem bekannten,dem Vers, persönlich befreundet gewesenen Ed. Ducpstiaux in Brüssel (Vs lg. sorräitionxll^signo st raorsls äss jswüss owvrisrs st äs8 rno^sns äs 1'am.sllorsr. 2 Bände.1843) lesen, z. B. aus Frankreich, von den 1 '/? Millionen Kindern, die keinen Unter-
Art ausschließlich zu erstreben, daß der Zweck der sprachlichen Bildung völlig zurücktritt. — AISeine Probe davon, wie in solchen Dingen auch die Individualitäten einen berechtigten Spielraumhaben, mag hier aus dem Brief eines gewiegten Schulmannes folgende kurze Beschreibung seinesVerfahrens stehen: „Ich sondere die verschiedenen Thätigkeiten sehr bestimmt. Wenn ich die Lec>türe beginne und das nothwendigste Einleitungswerk beseitigt habe, so frage ich hinsichtlich desersten Capitels oder Abschnittes zunächst einen schon älteren Schüler nach dem Inhalt, lasse danneinen andern den Abschnitt lesen, um daraus den Grad seines Verständnisses zu ermitteln, daraufeinen dritten übersetzen, doch so, daß ich ihn möglichst wenig unterbreche und mich jeder erklärendenBemerkung völlig enthalte; nur da, wo er ohne Hülfe nicht weiter kann, greife ich ein. Sodannfolgt die Erklärung, im Anfang des Semesters so eingehend wie möglich alle Setten berücksich-tigend. Mit der Erklärung gebe ich eine möglichst gute Uebersetzung, welche sammt der Erklärungsich zu merken nun Aufgabe für alle ist. Haben wir so einen größeren Abschnitt vollendet (anfangs3—4 Capitel, dann mehr), so erfolgt eine Wiederholung. Es wird nun eine gut fließende Ueber-setzung verlangt, welcher das Lesen des Lateinischen nicht vorausgeht; die erklärenden Bemerkungenwerden nach allgemeinen Gesichtspunkten wiederholt, doch so, daß der Schüler nun umfassendereFragen bekommt u. s. f. Auf diese Weise erreiche ich, daß die Schüler sehr bald von selbst inihrer Präparation auf eine gute und geschmackvolle Uebersetzung denken und sich Geläufigkeit an-eignen, und daß ich im weiteren Verlauf des Semesters die Erklärung allgemach auf das Noth-wendigste beschränken kann und ein größeres Pensum, ohne der Gründlichkeit Eintrag zu thun,bewältige." Vgl. N. Jbb. 1876, VII, 321 ff. diso. tss sellolsstions. D. Red.