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Bd. 6 (1876) Decent - Eckstein
Entstehung
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752
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®ürer.

niffen gelebt fabelt, ©a es ihm an größeren Stuf»trägen fehlte, fd)ititt er für SBüdjer u. Flugblätter in|jel3, übte ftd) aber baneben im Sporträtmalen.@o entftanb baS fßorträt feines 70jährigen SßaterS,baS ber fronen ißatryiertochter Fürleger unb feineignes (in bcu llffijien). ©erfelben 3 e 't ob. bod)einer wenig fpätcreu gehört and) ber Saumgart«uerifdje Sütar im @t. Katharinen«K'lofter: ©ie©ebitrt ©Ijrifti mit 2 ©citenbilbern an. Sott ntäch«tigftent ©influffe auf ©. warb beS gelehrten nubgeiftoollen fjSatryierS SBiHibalb if^irfljeimer Sin«flttß, ber 1497 Bon einer Kuitftreife auS Qtalieitpeimfehrte. ©amalS fdjnitt ©. bie Ijettlidjenfwlsfdjnitte jur Offenbarung ßotjauuiS, 15 Slät«ter Bon größter ißfjautafie, gewaltiger ©nergie ber3eid)iutng u. fefter @idjerl)cit beS ©tidjelS; genialbttreh mtb bttrd). Qu wenig F a h l ' e u würben 3Slttflagcit nötljig. ©nbe 1505 ging ©. Bon Sßid«:Ijeimer mit ©elb uub ©mpfetjlungen auSgerüftet,nad) Qtalien ab nnb fanb in Scuebig bie epren«Bollfte Slnfuatime. ©ort malte ©. für bie beutfdje©eitieinbe bie Krönung SKariä, bie fpäter KaiferfUttbolf auf ben ©djnltern ftarter ÜDtänuer nad) SBientragen lieg, bannt fte ja nid;t befepäbigt werbe.Fept befiubet fid) baS Silb im Slofter ©traljowin tprag nnb ift als SRofenlraiyfeft weltberühmt,ffi. blieb Bon ber italienifdjctt Kunft faft gauj tut*berührt; er nerniochte ftd) baS ihm F ra nbe nicht311 afftmilirett. ©inen auregenbeit Umgang fanber an bem fdjon betagten ©ioB. SeHitti, währeitbanbere Benctianifdje Künftlcr feine 2lrt 31t malenherabgufefcen fugten, trophein aber feinen Äuftaitbnahmen, feine ©emälbe 31t copirett u. 311 benupeii.©r befudjte ttod) ißabua mtb Sologtta unb fehrte,ohne gioreit3 uub 3iom gefeljeit 31t haben, nad)Nürnberg 3iirücf. ©elbft einen Qahrgehalt Bon200 ©ucateit 1 , ben ihm Scucbig anbot, wenn., erbliebe, fdjtug er auS. 9hiu entftaubcu große Öl«bilber, 3eid;nungen, ©djnipwerfe artS §0(3 unb©pedfiein, ©ompofitionen für ben §ol3fd)ititt unbKttpferftid) in fJüHe. ©er Küuftler ftaub in berSSolIfraft feines Schaffens. 3 U feinen het'borra*genbften ©emälbeu jener iJScriobe 3äl)teu 2ibamunb ©na , Bon bcu 3eitgenoffcn als SDhifter Bon©djöitljeit bewunbert; ©aS SDiärtprthum ber 10,000©hriften, SBien; Sie Anbetung ber 3 Könige, F'io'reit3, namentlich burd) bie SDlannigfaltigfeit berFiguren u. Stellungen bebeutenb; Sie Sreieiuig«teit, ibealer in ben ©eftatten u. funftooll in berSlttorbmtng, SSJien; u. eine ÜDtabonna, ebb. Slberbie §ottorare waren gering unb ©. mußte 3itm|jol3fdmitt u. Kttpferftid) feine 3 u fiud)t nehmen;auch iHumiitirte er für Kaifer 3)tajimilian I. ein©ebetbitd) (nun in ber 93ibiiothef 3n SMudjeu).Fit ben Fahren 1507—13 gab S. feine großartigen11. tiefbebeutfamen brei §ol3fd)nitt * Serien heraus:©aS Sebett fDiariä u. ©ie große u. Heine IjSaffioii,bie mit ihrer ©iufadjheit lt. fd)lid)teu ©reue beSSlttSbrudeS, ihrer liebeBotteii ©eitanigfeit imSanbfdjaftlicheu unb Säuligen unb ihrer l)öd)ftenSlnmuth bei lleinbürgerlidjer Sefchränftheit in benhäuslichen ©eenen ftd) als wahrhafte beutfdjeSoIfSeBangelien barfteüen. Um 1514 trat Slafael3U ihm in fremtbfcf)aftlid)e S3e3iel)itng uub fanbteihm 1515, als ©egengejd)enf für ein in SBaffer«färben gemaltes ©elbftporträt, einige fianbgeid)-

ttungen. Fm F®h rc 1515 würbe ©. Bom KaiferSDtapiutitian, für ben er fein größtes §ol3fd)nitt«wert: Kaifer -KayimilianS ©hrenpforte, ausführte,3Um Hofmaler ernannt uub Bon Abgaben befreit,worauf er jebodj Bersidjtete. ©r fertigte nun fiteben Saifcr bie 3ianb3eid)nungeit 31t beffen ©ebet«buche (herauSgegebett Bon Stöger, SDlünchen 1850)it. hielt fid) 1517 am fjofe beS f5ürftbifd;ofä BonSamberg , ©eorg III., auf. 1518 fchmüdte ernad; ben Eingaben tpirfheimerS baS 31athhaitS fei«tter Satcrftabt mit Sanbgemälbeu (1620 B. SSetjferreftaitrirt). 9Iad) beS SaiferS, feines ©öitnerS,©obe ging er, ba in lefjter 3ed and; fein ©ehaltBon 100 fl. unbesahlt blieb, uad) ben Diieberlait«ben 31t Sari V., 1520, u. warb in Fünfen, amOihein, namentlich aber in ben DJiebcrlanben glän«3enb aufgenommen, in Antwerpen Bon beit Sütitjl»lern Wie ein Fürft empfangen. 9iun war er 3War,nachbem ber Saifer itjn erhört, 001t ütahntiigSfor«gen frei, fein f)äuSlid)cS Unglüd bauerte aber bisan feines SebeitS ©nbe. ©rc(3bem fd)itf er inbiefer fd;weren 3 e 'l baS bebeiitenbfte SBerf: SieBier 3lpofteI, bie er bem Siatlje ber ©tabt Ktürn«berg als ein3eugmß feines proteftantifchen ©iimeS[d)en!te. ©ies war im F a h re 1526, um bicfel6e3eit, wo er mit üIMaudjthou perföitlid) befreunbetwürbe, nachbem er fdjott früher mit fpanS ©a^S,Sirl'heimer 11. 91. für bie refounatorifdjen Se«jlrebungett SutherS offen aufgetreten war. F e nefeeiben Silber brad)te fpäter ber fiitrfürft äßapimi«lian I. au fid;, it. fie befittbeit fid) je(3t in ber2Rüitd;enet fßiuafottjef. @r hatte, feinem ©obenahe, ©röße u. @infad;heit beS ©tilS, BottenbeteFreiheit ber F Dl ' m ut, b 2l' e f e lll 'b Harmonie berFarbe erreicht, altes Kleinliche übermunben. ©.iß fd;mer 31t würbigen, wer ihn aber ernßhaftoerfteht, wirb itjn and) lieben, ©r ßeht an fünft*lerifd;er 83egabmtg nicht hinter Stafaet noch SKichet*angelo 3urüd, u. er befaß einen ungemein flareitSlid für bie Faunen 11. wechfelitben ÄußerungenbeS SebenS u. führte baS ©treben nach ©haraf*teriftif auf ben fidjerett Soben ber 3Birflid)feit 3U»rild. ©eine ijirobuctionsfraft War eine hödjft be»beutenbe, nicht minber fein Fbeeitreichthum unbihm eutfpraeß bie ©eftaltnngSfraft feiner ^hautafte.Slber feine befdjränEte l)äuslid)e u. heimifdje Um«gebmig ließen ihn fid) nur fetten 31t einer wahrhaftebenbürtigen Surdjbriitgung Bon ©ebaufen u. ®r«fd)eiuuug anffdjwingeit. ©abei befaß er eine tiefeSeuntuiß beS nteitfd)tid)eu Organismus, beobadjtetebaS gefammte Siaturleben mit erftanulicher ©iher*heit. Äber über beut ©treben nach ergreifettber,feffetnbcr SBir!tid)feit ituter[<hä(3te er felbjl bei ibe»ateit Stitfgabeu bie Sebeittung beS höheren ©tileS.FebeS feiner Sette gibt 3 e ugttiß Bott ber geifti»gen Umwäljuug feiner 3 c it. ©elbft feine geitigennahm er attS feiner itächfien Umgebung, bentt erfud)te weniger SBürbe ttttb ©d)önt)eit atS fcharfe©harafteriftif u. Fnbibibuatität. ©0311 fam nocheine fnorrige ectige ültaitier ber Fa'thnuttg berKöpfe it. £)änbe, wie namentlid) ber tuitterigenFalten, bie er offenbar ber §ol3ptaftif feiner 3 e 'tttad)bilbete. F u ©. fontmt bie phantaftifche 9tid;t*uttg jener ©age ftd)tbar 311m SluSbrud unb weiß3itgleid) barattf hin, wie er felber mit ber altenSeßre gebrochen u. 31t bcu ent[d)iebenften Slithätt*

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