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Bd. 6 (1876) Decent - Eckstein
Entstehung
Seite
541
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Momente».

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2 fmt ßeute noeß bie größeren, eßemalS ßerrfcßaft»Men ©utsförper S. genannt. Unten Staats»® wirb int weiteßeti Umfange alles bem Staatei(j folgern cigeutßümlidje Staatsgut Berßatiben;in engerer, guglcid) ber getoößnlidjen SBebcutmtg,.tut baS barunter beßttblicße priöatredjtlidje ©rutib»jigentßum, einfeßtießtid) ber bagu gehörigen gutnb»ßemießett ©ereeßtfame, beffett Ertrag gur S3ebecE-Ull g ber StaatSauSgabeu Bermcnbct wirb. Sem»na| entfällt aus bem begriffe Staats»®, nießt'ilojj alles betneglidje StaatSeigentßum, roie fReitßS»fleinobien, öffentliche Sammlungen, ©elbcapitalS»geftß tc., ferner alles Staatsfabrifs» tt. Staats»ttergroerfSeigentßittn, foroie alle Staatsbetriebs»itnternefjmuugen, wie Eifenbaßitett, Selegrapß,sjjofi, fonbern and) Born StaatsgrunbeigentbumJllleS, was niefit bcS Ertrages »egen bcwirtßfcßaftet,fonbern für bie birecte Erßrebmtg beS Staats»jmedeS befeffeit wirb, wie StaatSgebäube, Kanüle,geßungett, Straßen sc., unb altes Eigeittßum,welkes mißt auf einem spriuatredßtsbefißtitel, fonbernauf öffentlichen ober §oßeitSmßten berußt, wieRegalien. §äitfig, jebod) mit Unrecht, werben bieStaatSforßen fetbß getrennt Bott ben S. aufge»füßrt. Streng genommen ift StaatS=Somäite attd)nur foIcßeS ©ruitbeigentßum, beffen Ertrag Bon©eite beS Staates in unbefeßräufter Seife für beitStaatSßauSßalt Berwenbet werben famt, Wasj. SB. in meßreren beutfdjen Staaten nießt ber galtiß, wo ben SaubeSfürftcn ein bleibenbeS n. felb»ftänbigeS fRitßungSredjt ber Borßaiibeiten, wennaueß Born Staate Bermalteten S. gang ob. tßeil»tteife guerfanut wirb. 3 U uiiterfdjeibcit Bon ben®. fmb bie laitbesßerrlidjett Scßatullgüter,weltße fid) im unbefeßränften Sprinatcigcutßunt beSSanbeSßerrtt u. in beffen eigener SBerwaltung be»ßnben, fowie bie Kroitgiiter, roelcße bem jewei»figen SanbeSfürßen gwar gur freien SBerwaltungu. fßttßung überlaffen (inb, aber im EigeutßuntbeS Staates Berbleiben. — Ser Urfpruttg ber$. finbet ftd) in leßter fReiße in bem fRedjte berEroberung, weldjeS iitSbefonbere aitd) Bon bengennantfdjen wie Bor ißnen Bon auberett SBölferttgeltenb gemaeßt würbe. SBäßretib aber bie fRönteru. ©rieeßen baS eroberte Saitb als Staatsgut er»Härten, einen Sßeit beffelben an ißre Staats»angeßörigen gur SRußnießttng mit meßr ob. went»ger Botllommeuem EigeiitßumSredjte übergaben u.baS Übrige bem Staate als Eigentßum für feinefinangietlen SBcbiirfniffe beßieltcit, betrad)teten biegermanifeßen SBölfer bie Bon ißiteit eroberten 8 än»ber als perföltlicße Kriegsbeute, Ein Sßeit beSSattbeS würbe ben SBeftegten beiaffen, ber größereu. befferc in eigenen SBeßß übernommen u. baooitein Sßeil bem §eerfüßrer ober König für feilteSßerfon, ein attberer gur SBertßeilung an fein ®e»c olge gitgcmiefen, wäßreitb ftd) in baS Übrige alleueßrßaften SRättiter im SBege ber Dccupatiou ob.öurd) baS 800 S tß eilten. Unter ben germanifd)enSölferjcßaften beßaupteten fuß bie graulen im er»oberten ©aüien it. ißre fjeerfüßrer im Sßeftße berKönigStoürbe, beren Sontattialbefiß ftd) burd) fort»bauernbe Kriegs» unb EroberuitgSgüge wiber altebenachbarten, aud) bie ßammBerwaubten SBöller»feßaften, immer meßr Bergrößcrte. fjwar würbenbon ben SbferoBittgern aus ben Sontauial»©iu»

fünften fotod bie Koßett ber fönigtießen .fjofßalt»nng, als and) alle mit bem Köitigtßiun als fol»eßem Bcrbunbenen Auslagen beftritteit, allein bembantaligen Staatsbegriffe erfdßeiteu aueß bie Kö»itigSwürbe it. bereu SBcbürfniffe als eine spriBat*faeße ihres SöeftßevS, unb bem etttfprccßetib bliebftitdß baS föuigiidße Sontinium als ein SßriBatbcßßaitgefcßeit, ttmfonteßr, als bie KönigSmiirbe in bergamilie factifd) erblich war. SBcitn Sturge ber 2Re»roBiitger braeßte ßiipiit ber Kurge mit ber Königs»würbe and) baS Sontiniunt beS Bertricbenen Kö»ttigSßaufeS an ftd) u. Bereinigte baffelbe mit feinemeigenen §auSgute, weld)eS bttreß weitere glüd»ließe EroberuitgSgüge, insbef. Bott Karl b. ®r.,bebeuteitb Bermeßrt tt. über alte Sauber beS Karo»lingifchett SReicßeS Berbreitct würbe. SllS aber mitbem SluSgattge ber Karolinger baS SReicß gerftelu. gituäd)ft in Seutfcßlanb giirfteit aus attberem ®e»fdjtedjte bttreß SBaßl guut Königtßum gelangten,änberten fieß atteß bie SBerßäUttiffe beS in Seittfcß«taub Borßanbenen, eßetuals faiferlicßett Sontaitial»gutes. Saffelbe würbe bem erwäßtten König ^warebenfalls übergeben, allein nid)t meßr als Sßrtoat*ob. gautilieitgut, fonbern als SReicßSgut, beffenSBeßß u. SBerwaltung beit jeweiligen Königen nurals folcßett, als fRad)folgern in ber ^Regierung,ttießt als sprioaterbett gttfam. Stuf biefe SBcifeentftanb ein Born fprioatgute beS regierenbett Kö»uigS ob. KaiferS BerfcßiebeneS SReicßSgut, WeldßeSgu'nächft gur SBeftreitung ber KöttigSwürbe u. SRe»giermtgstoften beftimmt war, aber and) aus ebenbiefeut Sitel für geleiftete Siettße naöß föttigliößeinSBitten Bergabt werben foitute. SeßtereS SBerfüg»lingSrecßt ber Könige über baS Scmiitimn, gu«gleich mit bem Umftaitbe, baß Seutfcßlanb ein SSaßl*reieß blieb, war aber ßauptfäcßlicß bie Urfadje, baßBon bem ttr f prünglicß uttermeßlicßen SReidßSguteinfolge fortgeßenber, tßeils freiwilliger, tßeils ab«gegmuttgener Sßergabungen an geiftlidje u. Welt»Iid)e §errctt unb Körperfcßaften feßott lange BorStuflöfung beS fRömifcß=Seutfißen DfeicßeS faß tticßtSmehr Borßaitbett war, bettn eS war nötßig ge»wefett, Saßlftimmeit barnit gn erlaufen, mäeßtigeS5afaßen für fteß gu gewinnen, bie eigene §auS*rnaeßt gu fräftigen, bie bamalS altmäcßtigr ©eift»tießfeit burd) Stßeufttngen ftcß wittfäßrig gu er«ßaltcn u. bie Einwilligung Bon gürßen u. Stabtengu biefer u. jener gefeßliißen SRaßregel gn ßtßern.gn granf reieß, wo baS Königtßum in ber ganniieEapet erblich warn, gegenüber ben SJafatlen immermäeßtiger würbe, würbe baS SReicßSgitt gwar eben»falls burd) bie Könige fortwäßreiib Bergabt, alleinbaffelbe fiel im Saufe ber gaßrßuitberte tßeils infolgebeS geltenbeit SeßnrecßtcS, tßeils buriß Scßeufung,Kauf, §eiratß ober ©rbfcßaft atteß immer mieberan baS KöttigSßauS gttrüd. gtt Seutfcßlanb jebotßentftaubeit auS bem früßerett fReid)Sgute bie nodjßeute norßaubeiten SattbeS»®. SBäßreub nämliißehterfeitS bie Bon ben Königen gur SanbeSBerwalt*ttttg u. üanbeSBertßeibtguug gefeßtett ©rafen, nteiftbereits großbegüterte ©runbßerrett in ißrett ©raf«fd)afteit ober ,'pergogtßümern, ttaeß SBereinigttttgber ihnen gur SBeftreitung ißrer StmtSoblicgeußei«ten ob. gur fBeloßnuttg ißrer Siettße itt fRußuugübergebenen SReicßSgittcr mit ißrent ipriBatbeßßeftrebten, tonnte biefett SBeßrebungen bei ber ittfolgt