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1 (1876) A - Dänemark
Entstehung
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IX
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B o r w o r t.

IX

Die Aufnahme neuer und die unvermeidliche Erweiterung früherer Artikel hat nunaber zur Folge gehabt, daß in dem ersten Bande, wenn er nicht allznstark anschwellensollte, nicht alle Artikel der ersten Ausgabe Platz fanden; er mußte mit dem ArtikelDänemark geschlossen werden. Letzterer Artikel konnte in der ersten Ausgabe erst imNachtrag kommen; wir durften ihn nunmehr an seinem Platze einreihen, wie wirdies auch bei anderen früher zurückgestellten Artikeln zu thun gedenken. Wir hoffen,daß der zweite Band in der zweiten Ausgabe nächst den restirenden Artikelndes ersten auch sämmtliche von der ersten Ausgabe des zweiten Bandes anf-nehmen soll.

An die Stelle des verewigten Palmer haben wir einen langjährigen Freund undMitarbeiter zu treten bestimmt, den Prälaten 11r. tll. Hauber in Lndwigsburg,welcher, ein längst bewährter Freund und Kenner des Schulwesens, durch eine Reihegediegener Artikel der ersten Ausgabe sich das Vertrauen des pädagogischen Pnblicumsgesichert hat.

Wir haben uns bemüht, die Aufgabe, die wir uns gestellt hatten, in der ersten

Auflage so, wie sie dort in der Vorrede umschrieben ist, nach besten Kräften zu

lösen. Daß wir hinter unserem Ideal vielfach zurückgeblieben sind, verbergen wiruns nicht; wir haben mit den mancherlei Schwierigkeiten, die in der Sache selbstund in der menschlichen Unvollkommenheit liegen, nicht immer mit Erfolg gerungen.Aber manches auch hat uns der Herr, der Seinen Segen auf unsere Arbeit legte,schöner gelingen lassen, als wir selbst zu hoffen wagten Die pädagogische Ency-

klopädie ist nicht nur äußerlich zu einem größeren Umfang erwachsen, als wir uns

ursprünglich gedacht, sondern hat auch eine höhere Bedeutung und größeren Einflußerlangt, als wir es uns versprochen hatten. Sie hat einerseits da und dort durchihre Artikel zu fördernden Einzeluntersuchungen den Anstoß gegeben, andererseitsgiebt sie, wie uns von vielen und höchst achtnngswerthen Seiten bezeugt wird, eintreues Bild von der gegenwärtigen Erziehungs- und Unterrichtswiffenschaft in Deutsch-land, wenn auch die Paläologen glauben, wir haben den Forderungen des Jahrhundertszu weit gehende Einräumungen gemacht, andererseits die stürmischen Neuerer meinen,wir suchen Veraltetes zn conserviren, während die Zeit über das, worin wir dieunverlierbaren Grundlagen echter Bildung und die unerläßlichen Bedingungen jedeswahren Fortschritts erkennen, schon längst zur Tagesordnung geschritten sei.

Wir verdanken diesen Erfolg vorzugsweise der treuen Mitwirkung einer großenAnzahl trefflicher Mitarbeiter, welche über die bedeutendsten Fragen dieser Gebieteihr gewichtiges Wort in unserem Werke niederlegen und die Resultate ihres Nach-denkens, ihrer bewährten Einsicht, ihrer reifen Erfahrung, ihrer mühevollen Forschungenuns anvertrauen wollten. Im Vertrauen auf ihre fortdauernde Unterstützung habenwir das Werk in zweiter Ausgabe begonnen und sind der getrosten Hoffnung, daßes uns gegeben wird, für die Jugend des Vaterlandes und ihre Freunde auchfernerhin Gedeihliches zn wirken.

Im April 1876.

Für die Kedaction

Schmid.