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zu Mund. Nun galt es sich zu regen, um den letzten Schmuckan die Häuser zu legen. Diejenigen, welche noch zurück ge-blieben waren, eilten nun Kränze und Gnirlanden zu windenund Fcchnen auszuhängen.
Ihre Majestät die Königin war leider verhindert, demFeste beizuwohnen. Ein Schreiben Seiner Epcellenz desOberhofmcisters Grafen von Boos-Waldeck 6. 6. Baden-Ba-den 9. September meldete im Aufträge Ihrer Majestät„Allerhöchstdero recht lebhaftes Bedauern, daß Sie Sich eshat versagen müssen, bei der bevorstehenden Feier der 150jäh-rigen Bereinigung des Herzogthnms Geldern mit der Preu-ßischen Monarchie persönlich Antheil zu nehmen, weil derArzt eine Unterbrechung der Kur entschieden Wiederrathen habe.Ihre Majestät würde indessen nicht minder lebhaft Sich imGeiste an dieser patriotischen Feier betheiligen".
Am Abende verkündeten die Glocken der Stadt Geldernden kommenden Festtag. Jeder Eisenbahnzug brachte neueGäste; unter Andern trafen bereits ein der kommandirendeGeneral von Hcrwarth - Bittenfeld, der Hochwürdigste Herr-Bischof von Münster, der Gencralsuperintendent Eberts.
Der Morgen des Festes brach an. Feierliches Glocken-,geläute verkündete wiederum den frohen Tag. Der Himmel,welcher wochenlang Regen entsendet und noch am Vorabendemit Regen gedroht hatte, war heiter und versprach einen schö-nen Tag. In allen Kirchen des Herzogthnms Geldern wurdenach bischöflicher Anordnung das Fest mit einem feierlichenHochamte eröffnet. Zu Geldern begann der Gottesdienst inden Kirchen beider Confessionen um i/? 8 Uhr. Die katholi-sche Pfarrkirche war zum Feste mit Fahnen und Gnirlandenreich geschmückt. Am Altäre prangte das Lnlvum Ine regem,im Chore wallte vom Gewölbe herab die schwarzweiße Fahne.Seine Gnaden der Bischof von Münster hielt unter Assistenzvon vielen Priestern das Pontisicalamt, dem ein feierliches1e Oe um folgte. Der nm Knabenstimmen verstärkte Kir-