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1 (1859) A - Dinter
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941
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©eutfdjc ®pradje.

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ber concrete Snfyalt beS SefebudjS tneniger rerftänbtid; ift als bie grammatifcbe Slbftrac=tton, toeldje ifjm benfelben erläutern foH." (Anleitung 3 . Uttt. in ber b. Sprachlehre1851.) Zieher gehört and) baS befannte 2Bort SutljerS:Sage mir, tro ift jemalseine Spradje getrefen, bie man aus ber Orammatif wohl unb recht habe lernen fönnen?3fl eS nidjt wahr, baß auch bie Sprayen, fo bie allergemiffcften Regeln haben, alsbie lateinifdje unb griedjifdje, bielmehr burd; Uebung unb Oemofmheit benn aus benRegeln gelernt merben? 3 d; habe mef;r ©bräifd; gelernt, trenn id) im Sefen einen Spruchgegen ben anbern gehalten habe, benn trenn id;S gegen bie ©rammatiten gerichtet habe."Sollte biefeS äBort nicht jefst nod; unb befonberS für ben Unterridjt im ®eutfd;en feineooHe ©ültigleit haben? Slber ebettfo trie baS Sefen fanrt aud) baS ridjtige Sprechenunb Schreiben, für meldjeS Söm, ißalmer, Stern u. a. ben grammatifalifcfjenUnterricht forbern, ohne biefen fidjer erjielt trerben, ja eS trirb beffer erhielt burd;Sfadjahntung guter ißorbilber als burd; Kenntnis ber Regeln. SBie riele fmuberte nnbSaufenbe in früherer unb jetziger ßeit finb lebenbige ßeugniffe hiefür! 50tau adjte nurben StadjaljmungStrieb im Unterridjt nidjt ju geringe, ber bod; fonft in ber Srjiehungunb im Sebeit eine fo große SJcadjt übt. SJtan gebe ben Sdjülern gute SOlufter; manlehre fte baran auf baS Sinjelne, trie auf baS ®anje adjtcn; man trähle in angenteffe»nem fyortfdjritte Stoff unb gorm fo, baß bie Schüler beiber mächtig trerben lönnenunb ben Oetrinn ahnen, ben il;r Semen in ber ßutunft bringen foü, obmoljl manüber ihren bermaligen ^orijont nicht hinausgeht; man nehme eS genau mit SluSbrncf unbSafjbitbung unb getröhne fte baniit jur ©enauigleit unb Sorgfalt im Sieben unbSdjreiben. So an bie beften SDiufter fid; haltenb in ernftem 93ergleidjen unb nad;unb nach f re ' re trerbenber Stadjbilbung trirb man formal unb material mehr erjtelen,als mit jenen grammatifdjen Siegeln unb analtjtifdjen 3srglieberungen.

©nblid; haben mir noch auf bie Seljrer ber 33ol!Sfd;ule unb ihre fpradjlidjeOcfjtigfeit einen 33Iicf ju merfen. SJian mürbe unS fetjr tiüsuerftehen, menn manmeinte, mir fteÜen an biefe nun eine geringere gforbernng, als bisher gefdjeljen ift. 2 )a 8hieße ja nidjtS anbereS als auf ben Slnfang beS burdjlaufenen 2BegeS jurücfgehett unbihn ettna nod) einmal burdjlaufen trollen. ®enn im Slnfang ber (Einführung beSSpradjunterridjteS in bie tßollsfdjule mar für bie große SKehrgabt ber Selber ein amberer als ber rein praftifdje Unterricht gar nicht möglich, ^üit ben gortfdjrüten perSeljrermelt in fpradjlidjer ©infidjt unb Südjtigfeit fteigerte fid) allmählich aud; bie Stuf»gäbe unb baS Verfahren ber SSolfSfdjule. Slber eS moHte bod; nod; nicht riel heißen,mit einer Spradjbenfteljre in ber §anb ben Unterrid;t 51 t ertl;ei(en, für me(d;eu nuretma ber betreffenbe Paragraph rorher bttrd;gelefen mürbe, ber rieten 3$erftöße nid;t jugebenfen, melhe babei ron manchen gemacht mürben. 33iel fd;tnieriger ift immerhinbaS rein analptifdje Verfahren, uttb eS möchten beren nidjt fel;r riete fein, bie eS inber ©inficht unb SEüdjtigfeit fo meit gebracht haben, baß fie fid; babei nie eines gratit=matilalifd;eit USerftoßeS fd;ulbig machen. ®od; reicht aud; hiejtt nod; ein btoßeS crnft»lid;e 8 Stubiunt ber ©rammatit aus. SIKein unfere 3eit forbert mehr. Seit ©ritntneine neue 33al;n in ber Sprad;forfd;ung gebrod;en I;at, mirb non bem, ber bie Spradjererftehen miH, nidjt bloß grammatifdje, fonbern aud; niunbartliche unb l;'ft°rifd;eKenntnis berfelben geforbert. ®iefe barf hi n fort auh unfern tBotfSfdjulleljrern nidttfretttb fein, nidjt bamit fie, maS fie faum gelernt haben, gleid; nadjljer in ber SdjuleIel;ren, fonbern bamit fie ber Sadje SJieifter feien unb als SDteifter ohne riele SßortebaS Sefen, Spredjen unb Sdjreiben tfidjtig lehren. 3a je mehr bie Seljrer auf bieferfpölje flehen merben, befto beutlidjer merbett fie aud) bie Unangemeffenljeit unb Unju=länglidjteit beS bisherigen grammatifhen Treibens in ber Sdjule einfeljen nnb beS arm=feligen SerminoIogifirenS unb ber unlinblidjen SIbftractionen unb Steflepionen für fid;unb bie Sdjüler überbrüffig biefe nidjt erft felbft ben SSSetgen fäen, fdjneiben, einljeimfen,brefdjen laffen, fonbern ihnen baS fd;on gebadene gute 33rob ju ihrer ©rnährung unbStärfung 31 t effen geben. SJSie ber tüchtigere fDlathematifer, menn eS nur an ber £el;r=