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1 (1859) A - Dinter
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EretiniBmuB.

Commission creee par S. M. le roi de Sardaigne pour etudier le cretinisme (1848)enthält, biteben großentfieilg auf bem Rapiere; ttjeitS bie Wirtliche ©djwierigfeit berSlbljülfe bei folgen ltnenblid) berwidelten, mit unabänberlidjen pljpfifaüfdjen ober ftereo*tpp geworbenen ctbjnologifdjen 23erf)ältntffen bertoadjfenen Urfadjen, t^eilS Unöerftanb,©teidtgültigfeit uub ©elbmangel (für folc^e ßtoecfc!) bet ben Drganen ber IBerWaltungwie bet ben ©emeinben unb ben einjelnen f^arttilxen finb bie ©rünbe, weöljatb and) beitoadjent 3ntereffe für bie <3ad)e unenblid; weniger gefd;ief)t, als wirflidj erreid)t werbenfönnte. 9?ad) einigen neueren (Srfyebungen ber württembergifd}en Regierung, Welche inben lebten Sauren burd) einen 3Ir§t, 3um SEI; eil bie bon SRofdj (1841) bereiften 6re=tinen-Drte unterfudjen ließ, fyat ftdj jebod) IjerauSgeftellt, baß feit 1841 in einjelnen©enteinben bie ,3af)l ber <3d)Wad)finnigen unter ben jüngeren Äinbern im 2lbneljmenbegriffen ift unb baß man bie Urfadje biefer Sefferuttg in ber ülttdfüfyrung oon allge*meinen ©alnbritatSmaßregeln fttdjen barf. 3Bir Ijaben um fo entfdjiebener auf ber

nnb im Befonbern in Slejug auf ztoedmäßige ©heit; 3) toottt SSerbilteu ber bie (äntmidlung besCretinismnS förbernben ©ebrechen ber firjichung; biefer ipaffns tautet Wörtlich:

©cßtecbte tßftege ber Äinber bon ber SBtege an, Befonber® Wo bon ben äußeren fiinßilffenunb bon ben filtern ber bie Stntage jur cretinifdjeu fintartung gegeben ift, faun tnefentlic^ juber StusBitbnng bes UeBetS Beitragen.

SltS berWerflicß erßßeint in biefer S3ejief)ung bie Stnwenbung beS TheeS Bott SJlohuföpfen(fogenannten ÄtepperteStheeS), um ben ©cßtaf ober bietmeßr bie SBetäubung ber Äinber jit er*zwingen, bie ©etootmheit, fte burd) fogenannte ©cbtoper ober 3utfen jur SRufie jit Bringen mtbftatt mit ÜJtitcß fte Beinabe ausßbtießticb mit IDtehtbrei ju uäbren unb biefetben unter Stufficht bonKeinen ©eßbwißern ober geifiig berWahrtoSten ißerfotten in buntpfen ©tuben ober Äammern ebneregelmäßigen ©enuß ber frifchen Suft liegen ju taffen.

Stuf bie Stbfiellung folget SUiiSgriffe foltte evnfttitb fmtsewirft toerben. Sefonbere S3egiin*ftigung berbient ba, wo bie filtern mehr ober Weniger bttrcb ihre SJerpättniffe gebinbert ftnb, benÄinbern in ihren erften unb ben nähßfotgeuben Sebensjahren bie nötige ©orgfatt angebeibett julaffen, bie firricptung nnb Unterbattung bon ÄteinfinberBeteahranßatten, ein ftrengeä hatten inbenfetBen über Orbmtng unb öteinticbteit bes ÄörperS unb ber Äteibmtg, iiBer regelmäßiger SSe*wegung unb ©pietübungen im freien, ®ajtt fontnte bie jfiirforge für bie SSerfepung ber Äinbermit ber ber jeweiligen 3abre§jeit entfprecpeuben Äteibung, zumal ba, wo bie 2uft BebeutenbemSBecbfel ber Temperatur unterworfen ift: bie Sfacßbülfe burd) fräftigere ßtahruug, wo mögticb miteinem 3ufa(5e bon gteifcf; Bei fdjwächtichen, in ber fintwidtung jurüdgeBIieBenett Snbibibiten.

fiben fo nachteilig für ihre Körperliche unb geiftige fintwidtung muß ber SJtigbraud) berÄinber 31t unangemeffetten ©efcpäfteit, jttm Bitten unb ©djteppen bon Keineren Äinbern,ihre ausfcptießticbe Sterwenbung jutn tBiebbiiten mit gänzlicher Sßernacbtäfftgitng ihrer übrigenErziehung, ihre frühzeitige unb attjutang anbanernbe SBefcpäftigung in gaBrifen unb Bei hattb»werten wirten.

SDiefen 2Jii§Bräucheu wäre baber borjügticb ba, Wo ber firetinidmuS häufiger auftritt, mitaltem ßtadjbrud ju Begegnen.

©etbft ber Unterricht ber Äinber in ben 35otfS* mtb Sitbußriefduilen wäre fo einjuridjteu,baß üBer bemfetben bie SRüdfitbt auf bie Äräftigung ihre« Äörper« nicfjt au« ben Stugen ge*fept wirb.

Stt8 hauptmittet einer fotcben Äräftigung unb eben bamit ber SBerbiltitng ber in jjragepebenben fintartung erfcbeint bie gehörige pflege ber §aut.

®iefe boppett notbwenbig in feuchten, feucptwarmen unb Bebeittenberent Temperatur*Wecbfet unterworfenen ©egenben, in Wetcbeu ein häufigeres Stortommen be« firetinismus BeoB»achtet Wirb. baher hier bor Stttem SReintict;teit jit BeoBathten unb in ben ©hüten ganzBefonberS auf fotcpe ju hatten. gteißigeS SBafcpen be§ ganzen ÄörperS unb Saben, jtterß wäh*renb ber zarten Äinbheit in mäßig warmem, fpäter in etwa« tälterem unb, Wo immer ©etegen*heit hieju gegeben, in ßießettbem SBaffer eine £aitptbebingung bes ©ebeihett« ber SKenfhen,borjugsweife aber in Orten, bereit Suftbefdjaffenheit bie fintßehnng be§ firetiiüsmuS begünßigt.gteißiges Saben ber Äinber in eigens bagit eingerichteten S3abeptä(jen im gtuß unter Stufßhiberßänbiger erwachfener ißerfonen ganj BefonberS zu empfehlen.