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1 (1859) A - Dinter
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867
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(SonfefftonS- twb (Somtnunatfdmlett.

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ftanb mit Gsrtfyeilimg »on Unterricht unb ©rünbung oon Spulen, tonnte fid; nicht öer»anlagt fe^en, erft ju fragen, ob fie Unterricht unb 6rjiet;nng and; im ©eifte itjreä33efenntniffeS treiben folle; unb SanbeSljerren in ber 3 e 't be§ confeffionetten Staates,too jeber S3ürger ber Religion be§ SanbeSfyerrn folgte, tonnten auf ben ©ebanfen nichttommen, bei ©rünbung ber <5d;ule itjr SefenntniS ju oerläugnen, gar feinen, obereinenallgemeinen" 3MigionSunterrid;t erteilen ju laffeu. gür bie Äirdje, bie be*tennt, tann eS bis auf biefen £ag überhaupt gar feine ffrage fein, ob fie, metdfe guerftunb lange allein fidj beS 23olfSunterrid)tS angenommen unb burd; benfelben lebenbige©lieber ber Sir<hengemeinfd;aft erlogen nun heute bie alte SBeife oerlaffeit unbbie ©dfulen, als eine treulofe Sltutter lebiglidj ber, toaS baS §öd)fte betrifft, unju=länglidfen pflege ber bürgerlidjen ©emeinbe iiberlaffen foll. 3)aS Verlangen nadf<£ommunatfd)uIen ftatt ber luftorifcf) gemorbenen QlonfefftonS]d;uIen für unfer 33olf iftin unfern beutfd;en Sanben, mie bie SSerhältniffe fid) ba gefcfyidftlid) geftaltet haben,wo nid)t bie fftotf), bie Ungulängbidhfeit ber SKittet fie ergeugt hat, ein moberneS, mt=fird)lid)eS, menigftenS rein politifd)eg, ein SrgeugniS ber feidften Ülufflärung rationalifti»fcher Sdjulmanner ober beS oberflächlichen SiberaliSmuS aufgeflärter Stabtoerorbneter.SS5ir fönnen nnS benfen, baff unter anbern hiftorifd)en SSerhaltniffen, als bie unfrigenfinb, bie confeffionSlofe Schule biefen mibrigen ©Ijarafter nid)t an fid; trägt, nament»lieh 'nenn man bei ber ©rünbung ßon Sd;ulen oon Srtheilung reiigiöfen Unterrichtsnon oornherein ganj abgefelfen unb biefen ooHftänbig ber &ird;e überlaffen hat. ©nered;te er$ieherifd)e ©ntoirfung mirb ba freilich nicht möglid; fein, bod) fann man foldjeSdjulen nid)t gerabe als inbifferentiftifd; bejeidinen *). Slber ganj anberS ift eS,

*) ißrofeffor ipoffiebe be ©root in ©roitiugen behauptete in früheren Sabren, bafj in bettStieberlanben befonbeve ©diulen für bie berfdjiebcnen reiigiöfen ©efettfebaften ettras unmögliches,unnötiges, fogar to erberblich es feien (51. @. g. 1841 . @. 1691 ). Sagegen fprad; ber boHäit*bifihe Stkrou bon Spnben auf ber SSerfammütng ber ebang. SCHianj in SSerlirt 1857 (SBerbanblungen©. 393 ) bie beberUgensmertben Sorte: ,,3$on allen öffentlichen älnflalten mirb feine fo unmittel»bar bureb bie ©ntd;riftlid;ung beS Staats betroffen, als bie ©dfule. SaS haben mir leiber inbiefen Sabreu gefeben, als ein neues ©djulgefep ju ©tanbe fam. S3isber batten nnfere©djitlen einen gemifchten ©barafter, unb es mar ein burd; bie llmftänbe beftimmtes SSerbältniSber Sebrer nad; ber Sonfeffion borbaitben. Seine confeffionette Eigentbiimlid;feit mürbe beriefst;unb ber ©rnnbfap, auf bem biefe ißrayis ruhte, lieg fich red;t gut annebnten, meit alle öffent-lichen ©cbulen cfjriftfiche maren , unb bie Silben ihre eigenen Slnftalten batten, fo baß es ficbnur uod; um bie beibeu größeren Äird;engcmetnfd;aften, bie fatbo!ifd;e unb proteftantifebe, b fl n=bette. SaS neue ©djulgefets bat bie ffiinber aller ffionfeffionen, ©briften unb 3uben, in eine©d;ule jufammengebrängt unter bem lieblichen Silbe boit ©öbnen beS gemeinfamen Slaterlanbes;es hat j mar im allgemeinen bas Sort d;r ift lieh in fid; aufgenommen; aber and; nur einSBort, meldjcS ein leerer Slang ift. Ser Sebrer muß alle OteligionSbegriffe, auch ba, mo esnur Äinber einer ©onfeffton giebt, refpectiren, bas beißt, er muß bom ©lanben febmeigen.Sie SBibel foll fortan ein Verbotenes Such in ber @d;ule fein, unb fein ©ebet barf ben StamenbeS föerrn 3efu enthalten, fintemal bie 3itben ftch^ten ärgern. Sieben ber ©taatsf^ulebeßebt freilid; bie freie ©d;itle; allein es liegt in ber Statur ber ©ad;e, baß biefe nur eine3ußud;tsftätte für menige fein fann. 6s beißt, es gelte hier bie ©emiffenSfreibeit; aberim Sefentlichften gilt es hier ben nnteiblid;ften ©emiffenSbritd. Um beS bürgerlichengriebeuS mitten mit! man bie religiöfe ©igentbiimlichfett ber großen SDtajorität beS S3otfS igne»riren, unb man ftebt nicht ein, baß man baburch nur erbittern fann unb nichts meniger alsgrteben ßhafft.... @ie aber, liebe 33rüber, merben mir gemiß barin sußimmen, baß, folange in ben ©d;uten unterrichtet merben foll, fo lange fte nicht in bloße StbricbtungS*anftatten Vermaubelt merben, in melden ben fiinbern nur mechanifche gertigfeiten beigebraebtunb eine gemiffe ©ltmme Von ffenntniffen ins ©ebächtnis eingepfropft merben fotten, fo langeber Sebrer an ber ffir^iebung feiner ©dfüter ju itttenfehen arbeiten unb fie nicht bloß mie ber»nnnftlofe Sbiere breffiren foll, ich fage, fo lange bebarf es auch eines bSh e ^n .fßrincips,ans melcbem ber ganje Unterricht ßieße unb ju meltbem er juvücfführe."