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©lafjtfdje ©tubtcn.
CSXaötcrfpicl.
inbent fte 5ß^antafie unb @efül;l 3iigetn, eine gefunbe 3ud;t bed ©eifted »erben unbÜDfänner bilben, tüd;tig für ben Gtrnft bed Lebend.
Bergeffen »ir enbtidj nidjt, baß ed eine claf fif d; e Literatur ift, mit »eld;er unfereclaffifdjen ©tubien fid; befd;üftigen, claffifd^ nad; bent feftftel;enben Urtl;eit aller Urtf;eilS=fähigen, eine Siteratur, »etd;e in ben oerfdjiebenften ©ebieten ber 9febefunft formenunb SDiufter barbietet, bie il;ren belebenben unb erfyebenben, bilbenben unb leitenben Sin=fing auf bie Literaturen bed ntobernen (Europa geübt l;aben unb üben »erben. ®enclaffifdjen ©d;opfungen bed antifen ©eifted in feiner hoppelten, gried;ifd;en unb romi=fd;en Offenbarung bleibt iljr unoergättglidjer SBertl;; fte nerteifjen einer großartigen,djarafteroolten, »enn immerhin einfeitigen (Entfaltung bed utcnfd;lid;en ©eifted, einer(Eitltur, bie nie »ieber fommen toirb, itnfterblid;ed Leben; fte futb in itjrer (Eigentljüimtidjfeit bttrd; feine 9Iad;at;nutng ju erreichen, 31t erfefsen. ©fügen bie berfd;iebenen 9?a=tionen fid; il;rer oolfdtljiimlidjen £>clbengebid;te erfreuen, ed tonnen biefe niemals Reuterentbeljrlid; madjen; mag bad mobertte ©rama und ©djöpfungen bieten, reid; an iptjam
tafie, au ©eift, an ©fanutgfaltigfeit ber §anblung unb ber (El;araftere, fie »erben und
bad einfad; große ©rattta ber SIttifer, ben l;ol;en, titanifd;en, tieffinnigen ©eift einesSlefdjplod, bie ebenmäßige BoKenbung unb ©d;bnl;eit eiited ©opl;ofled nid;t erfefsen;mag bie pl;ilofopl;ifd;e ©peculation »eit über -)3laten I;inaudgel;eu, feinem ©pfteme imga^eu unb eingelnen ©fanget nad;»eifen; feiner ber fpatereit g°*'ftf) er Wirt in bieferBereinigung ber ibealften Begeiferung mit ber feinften 3ronie, in beut C£l;arafter berfdjönften Humanität, in ber Slnmutl; unb bem 3 ft uber ber 9febe bem großen ©d;ülerbed ©ofrated gleid; fommen. Bäumlciit.
(£lnnicrffticl. ©a »ir einem allgemeineren SIrtifel über ©fnfifunterridjt nid^tborgreifeit »ollen, befd;ränfen »ir und Ißer auf badjenige Suftrument, bad unftreitigbad popularfte, in ben gamilicn am meifteu einl;eimifd;e ift, an bem baritm aud; bie
meiften Äinber, bie ©fufil treiben foUen ober »ollen, einen ©l;eil if>rer 3ugenb3eit ab=
3ufi(3en fabelt. SBir befdjraufen und aber aud; tnnerljalb bed 001t biefent 3nftrumentbel;errfd;ten ©ebieted auf bie Bebeutitng, bie baffelbe in berffamilie, alfo für biefpaud»mufif l;at, bied SBort übrigens in »eiterem ©ittne genommen, fo uantlid;, baß, »ad »irbannt audfdjließen »ollen, nur bie eigentlid;e, 3ur -ßrofeffion gemachte Birtuofitat ift.333ie mau 3U biefer ein Snbioibuum bilbe, bari'tber »eiß bie i|3abagogif barunt uidjtd3U fagen, »eil bie gefliffentlidje Sludbilbung 3unt Birtnofen in ber flieget et»ad gerabejuunpäbagogifd;ed ift, ein langfanter ©forb an Leib unb ©eele, beffen ßiel — ©olb unb(Eljre — meift »ie ge»onnen fo serronnen ift; »ad bagegen bie mufilalifdje (Srjieljungfoldjer ©eifter betrifft, bie prooibenticH 3U fd;öpferifd;er ihtufttljatigfeit berufen ftnb,unb für bie in att»eg aud; bie fßabagogif eineu tplafs in il;rem Lel;rgeoäube l;abenmuß, »03U aud; in ber Lebendgefd;id;te nuferer großen ©feifter ein intereffanted ©fate«rial oorliegt, fo gel;ört aud; bied in ben allgemeineren SIrtifel über ©fufif.
I. 2B. 9fiel;l l;at in einer übrigend trefflid;en Slbljanblung über mufifalifdje(E^ieljuttg (©eutfdje Biertelfal;rdfd;rift 1853, IV, ©. 154 ff.) ben ©af3 aufgeftellt(©. 163), man ntüße ben ©iuftfunterrid;t nid;t mit bem (Elabier, fonbern mit ber ©etgeunb bem ©efang beginnen. 3n Be3itg auf ben ©efang finb »ir in fo »eit einoe»ftanben, »enn man bamit nur Liebd;en unb et»a eine ©cala meint, »eld;e nad; bem©eljör gefuugeu »erben; im übrigen geben »ir aud; bereitwillig ju, baß, »er (Elaöiergelernt I;at, immer nod; irgenb ein anbered Snftrument, bad ©fäbdjen »enigftend ben©efang baneben lernen fott; benn bie „bloßen" (Elabierfpieler bleiben, »enn fie überbie ©fittelmaßigfeit nid;t l;inaudfommen, in ber ffegel au ber aHerfd;led;teften ©ortenon ©fufü, an SBa^ern, ißolfa’d unb ißotpourri’S fangen; bringen fte ed aber jueiniger fyertigfeit, fo greifen fie ftetd nad; bem ©fobernften; il;r ^jorijont bleibt otel juenge, als baß fie Berftänbnid für große, ernfte ©fufif»erfe fyatten; feilen fie einen S^oraccontpagniren, fo oerftetjen fie nid;t, bad ©ange geiftig ju burd;bringen, oerfteben nit^teinmal bie ©ingftimmen ju überfdjauen; foUen fte ein ©rio ober Quartett mitfpielen,