23acon bon SSerulant.
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©t£)if lehrt bic Äunft gu fjanbeln: ifyre ©ntnblage ift bie aud ^Beobachtung ber 3nbi=bibuen gefcfjö^fte, bttrd; ©rfahrung gemalte unb burd; Snbuction feftgeftellte 99ienfd)en=fenntnid. 3I;r erfter ®h c tt toeidt bie 3bee beS ©uten nach, toeldje 23. oorgugdmeifeim ©emeinnithlidfen audgeßragt finbet, ihr gmeiter bie Leitung unb ©ultur bed ©emüthed-de A. VII. ®ie -pofilii enblid), bie 2Biffenfd;aft, meldie ben 93tenfd)en in ber 93er=fcinbitng mit anbern betrachtet, ift bie Seime bont Umgang, bon ben ©efdjaften, bern©taate unb feiner 23ermaltung. de A. VIII.
SBir tonnen ed untertaffen, bie folgenreid;en ©inmirfungen ber bargetegten ©runbge»bauten ber bacontfdfen ^Philofofohie unb 2Biffenfd;aft näher bargvtftellen: fie liegen amSage unb tonnen nad) feiner ©eite hin berfannt merben. SBir befdjränfen und barauf,gemiffe Sigeuthümlid)feiten unb ©dfmadfen, meld;e in ber gcfantmten realiftifd;en @eifted=ridftung herbortreten, atd in 23aco bereitd borhanben angubeuten. ®enn „bid gu biefem®age hat," mie fyifdjer mit bollern 9Iecht fagt, „ber. Siealiduutd feinen größeren ©ciftgehabt aldS3aco, ber ihn begrünbete; feinen, ber ben ed;t realiftifdjen, im bolten Bebeneinheimifd)cn ©eift fo meit unb gugteid) fo eigentl;ümtid) unb d;arafteriftifd), fo niid)ternunb gugleid) fo ibeaf unb iud ©roße ftrebenb bargethan hätte; feinen, an bem auchbie ©Oranten btefed ©eifted gngleid) fo beftimmt unb fo natürlich herborfßringen.23aco’d fßhilofohhie ift ber lebenbollfte unb gang ungefünftelte Slitdbrud bed 9fealid=mud." 3unad;ft unb bor Slltem müßen mir auf ben ®ualidntud I)intoeifen, ber fichburdf feine gange ®enfmeife gieht. ©choit in feiner Slitffaffung bon ber ©eefe geigt fid;bied: inbem er in ihr bie finulidfe ©eefe bon ber bernünftigen unterfdiieb unb biefeauf ubernatiirlidfe SBeife bem 9Xenfd)en bitrd) einen göttlichen §aud) mitgetheift feinließ (de Augm. IV, 3), befannte er, baß er ben ©eift aud natürtidfen Urfad;en uidftableiten fönne. ©einer SBiffenfdjaft blieb ber ©eift unerflarlid); ihn gu ergrünben reidftfeine eyßerimentirenbe ©rfahntng aud: ilpt gu feugnen hatte 33. felbft „gu bief@eift";er überließ ed bem fßäteren SOfateriafidmud, ihn für eine förderliche ©ubftang audgugebett.®urd) biefe «Stellung ginn ©eifte überfiaußt, mie ilm feine SBiffenfd;aft eimtahm, mirbnun aber fein 23erhaltnid gu allen geiftigen ©ebieten mefenttid) beftimmt. 3 ur ^Religiongunadjft. ©d ift eine fdfarfe ©djeibemanb, melche er gmifdfen ihr unb ber SBiffenfd;aftaufrichtet, ©eine natürlidje ®h e °t°9’ e fall nirgenbd bad ©ebiet ber natiirtidjen Ur=fachen überfdjreiten, fie fann nur ©rfenntuid ber orbnenben 3nteHigeng fein, meldje fid)in ber gmedmäßig georbneten SBelt funb giebt. 9?ur bon ihr famt fein berülmttedSBort gelten: Certissimum est atque experientia comprobatum leves gustus in phi-losophia movere fortasse ad atheismum, sed pleniores haustus ad religionem redu-cere (de A. I. p. 5); ein SBort, gu beffen näherer ©rftörung fotgcnbe ©teile im XVI.ber serm. fid. (Opp. 1165) bienen fann: „®d ift minber fdfmer, bie abenteuerlidffteu
fabeln bed Äoran, bed ®almub unb ber Segenbe gu glauben, ald gu meinen, baß imSBettaK fein ©eift l;errfdje. ®al;er hat ©oft gttr SBiberlegung bed Sltheidmud feinSBunber getfian, meil feine gemöhnlid;en SBerfe andreren. Söahr ift ed, baß gu menig9Jaturßl)ilofoßhie 3 um Sltheidmud geneigt mad;t, aber tiefere Äenntnid gur Religion gu=rüdführt. ®enn bie Vernunft fann gumeilen mohl bei ben gerftreitten SDIittelurfad;enftel)en bleiben; betrad;tet fie aber ihre Serfettung meiter, fo muß fie gur SJorfeßungunb gur ©ottheit gelangen." 9?ie aber führt bie 2Biffenfd;aft gur geoffenbarten 9lcli=gion: biefe ruht auf ber übernatürlid;en göttlid;en Offenbarung; bie Skrmifdjuug bei=ber hat gu ben größten 3rrtl)ümern Slntaß gegeben, beibe rein unb unbermorreu guhalten liegt in beiber Sutereffe. ®er ©d;olaftif gegenüber unb ihrem 33erfud), ben©laubendinhatt miffenfdfaftlid) gu conftruiren, ift 23.'d fßath: Da fidei quae fideisunt. Stile mixtura theologiae cum philosophia ift ihm ctmad ttnmahred, eine ©d;ein=ehe gmifd;en einem nicht gufammenpaffenben ^3aare, beffen ©rgeuguid barum ein mid=rathened fein tnüße, häretifd;e Sfefigion ober ßhantaftifdje bPhilofoptgie (de Augm. III,2. X. 0. I, 89). Sr fommt fogar gu bent©a^e: Quanto mysterium aliquod divinumfuerit magis absonum et incredibile, tanto plus in credendo exhibetur hono-