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Stbclige (ürgcliung.
unb febantifd) lated)ifirenb; baS jtoeite geljt mehr barattf ein, lote mtb mad Bon il)nengelernt merben foH, unb ^at einen Biel ineiteren @efid)t 8 frciS. 2>ie alten uitb neuen(Sprayen finb ju erlernen, legtere burd) Umgang mit folgen, bereu SanbeSffrache fiefinb: namentlich fotl man tyieju eutlneber gut gefdjulte Stammerbiener ber fremben Stationengagiren, ober ttod) lieber eine geitlang im SluStaube leben. ®ie Slgricitltur unbDefoncmie foll ber 3 ögling ebenfalls ftubiren, les arts, la musique, la danse, la poesie, lesjeux. ftartenfßiele foH berfelbe am beften Born £ofmeifter in ben greiftunben lernen,foll leibenfd)aftSlo 8 , nobel, unb jugleidj mit möglidjfter ©irtuofitat jpielen lernen, alsein talent de societe. ®ie jubiciofen, feinen ©emerfungen über fold)e ©fccialitcitenfinb Bon befonberem 9 tei 3 . Sin befonberer ernft gehaltener 9lbfd)nitt am Eingängebebanbelt bie religiöfe ©ntnblage ber Srjiehung, ftreng fatljolifd), mit £>intoeifung aufbie mid)tigen Sehren ber Äirdje Bon ber ©erborbentjeit ber menfdjlidjen Statur unbber ©nabe unb Srlöfung, meldje Sehren ber 3B0^ n 9 früh fi<h aufnehmen müffe:babei finb aud) instructions qu’on doit lui donner a l’egard des Protestants.
Sin redjteS 33ilb ber bloS geiftreid)en SlbelSerjiehung in franjBfifdjen Streifen Borber Sfeooluticn gemähren bie Principes d’education pour la noblesse eoncernantles bonnes moeurs, la religion et les Sciences pax le S. de Vaubrieres 1761. 8 °.3)er ©erfaffer mar fPageul)ofmeifter bei beut Sarbinalerjbifdfof Bon Sitttidj. £rog beSSlitets ift Bon ben bonnes moeurs unb ber Steligion faum bie Stebe. 3)afiir aber einereiche Siteratur über bie 335er¥e, mcldje jum Unterridjt namentlid) über bie SBiffenfdjaf»ten unb belles lettres bienen tönnen, mit glänjeitben ©emerfungen über bie f)3oefiefor=men, in melden bie jungen sperren ihren ©eift 3 eigen tönnen: — mtb bodj im @an-jen feidjt unb nur plaubernb.
dagegen ift ber 3nl)att eines in beutfdjer Sprache öon einem bemährten ©äbago=gen beS Borigen 3al)rhunbertS erfdjienenen unfdjeinbaren ©udieS, meldjeS Bielfad) fran 3 Ö=fifd;e Reinheit mit beutfdjer Äernhaftigfeit Berbinbet, fo Bielfeitig unb anregeitb, baffmir barauS für bie ©egenmart nod) mid)tige Sßahrljeiten entnehmen tönnen. SS iftbieS: Siner £)ergogin aus gmanlreidj Regeln für baS graue^imnter höl)ern IpertommenS,mie bie Stinber hBh ern unb niebern ©taubes 31 t erziehen. SluS bem granjöfifdjett über*fegt. 9lnS Sid)t gegeben burd) SO?, garib. Shrift. Detinger, ©pecialfuperintenbenten3 U SBeinSberg, Tübingen 1754. 8 . 2lngel)ängt ift: Sitt rareS 33üdE>Iein Bon Sbuferjie=huitg ber Stinber infonberl)eit junger §erren unb anberer fomol)l t)ol)er als nieberer
©tanbeSperfonen, auS bem fjranjöfifc^en überfegt. — SStan fiel)t, baß eine SPutter ben©runb gelegt h®K ®ct 8 Such beginnt mit ber erften S^ielmng beS 3 arten StinbeS.„3Der größte ©ortheil eines ©attrenfinbS Bor einem jungen fperrlein ift, baß eS feineSPutter 3 U einer ©äugamnte h Q b*“ ®od 2te Sapitel h<inbett Bon ©otteS Sbenbilb,beffen Stefte in ber oerberbten Statur bie §anbhaben bieten, mobei ber SStenfd)
31 t faffen ift, — bie ©d)am£)aftigteit, fyurc^tfamteit, SBißbegterbe unb Seid)tgläu=bigteit beS ÄinbeS. 35ie8 bietet in Bier Sapiteln reid;en ©toff 3 U päbagogifdjenSiegeln. Unter ber ©djamljctftigfeit ift bie natürliche ©erfd)ämtheit begriffen: „eS
muß eine Suft 31 t fegen fein, menn ihm (bem £>errlcin), fo er mit fremben fßer»fonen rebet ober feiner Syercitien eines Bor ihnen fel)en läffet, bie Stötge inS ©e=
fid)te fteiget." „Stadjbem man fpäter bie Sünglittge gemöl)net mit ben Seuten un^ugehenum in guter @efetlfd)aft 31 t reben, merben fie fd)on bege^ter merben." „3>cr h«ocl)ße=tragene ©hin großer §erren oerbirbt jum öfftern bie gute Slrt ihrer tinber, benn mennbiefelbe nicht ftradS mit ihrem Sgrgeis überein lommen unb alles, maS man ihnen amgiebt, mit einer unerfdjrodenen Slnnetjmlidjfeit fagen, fo eqörnen fie fid) umfonft." „kleine©roßfpredjer, bie einen gan 3 en ©aal mit ihrem ©erlaubet- erfüllen, begehen inSgemeinfpäter nicftS befonberS rühmlidje 8 ." — ®ie gurdjt Bor ber Stutge mirb empfohlen, unbbie SBißbegierbe fei 3 U benügen, um bem Stinbe allerlei Äenntniffe be^ubringen and)beim ©fielen, ©olbatenfpiel mirb ben abeligen Äinbern fehr eutfifohfen, „mit bleiernenSPännlein unb mit Keinen Änaben, auf baß fie commanbiren, ftrafen unb loben lernen."