5tbctige ©rjieljung»
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fürjHtcfjeit |jerrn berwalteten unb felbft Stüter Waren, bem Stämerer, ÜDtarfdjall, Jruchfeß,©djenf. 3 nbent ber ©betfned;t bienenb mit ben Stiftern itmgieng, lernte er bie Stitter*füte; er empfieng bie fremben ©afte, nahm tl;nen bie ißferbe ab, forgte für ifyre 33 e=bürfniffe, unb mad;te bie jponneurS, fd;Weigenb fdjnitt er bei Slafel bor unb berforgtebie Zffenben, babei hörte er aitfmerffam bie ©efprädje ber abeligen Stüter unb lebte fidjin ben ©tanb, bie ©tanbeSfüte unb (Sfyre hinein. -©djön, fein unb Ijöfifd; reben 31tfernen, mit fjreimutfy unb Slnftaitb 31t antworten, unb mit ©eWanbtheit unb Slnmuth3U Beiten bie ©äfte 31t unterhalten, Weld;e fie bebienteit, War eine ber Aufgaben, welchefie fid) in biefer ©dtule beS SebenS aneigneten. ®te noble Stunft ber ©alanterie unbbie Stunft ber ritterlidjen ©idjütng gehörte batb je nad; Drt unb Slrt mit toaju: biemenestrels Waren ja ministeriales, abeüge fpofbiener. @S trat eine Beit ein, Wie bieunfrige, Wo man bon jebem gut exogenen 5 Dtenfd;en forbert, baß er feine ©efühleunb ©ebanlen in hmftgered;ter f^orut aitSfpred;en tonne, ©nt erjogen würben abereben bo^ugSWeife — bie Stbeiigen.
Stamenttid) waren aber für bie @belfnecf)te bie Uebungen in ben Sßaffen unb imStriegSlianbwerf eine fpaitptfadje. ©aS führen ber SBaffen unb beS ißferbeS War 3ureigenttidjen Äunft, bie Seiftungen barin 31t einem Stunftwerf geworben. 2 )ie ©teile,Weld;e baS furnier im SlbelSleben aHmahlig erhalten hatte, wirfte mächtig. S)er weitere©djritt ergab fid; leidjt, baß man, außer wo im eii^elnen SaHe bie Seibenfdjaft über*wog, Weniger fod)t um eines StefuttateS willen, als Wegen ber Stunft. SJtan tierfdfmahtebaS Stefultat, Wenn man 3U beffen drlangung bie SBaffen hätte brauchen müffen ineiner SBeife, wetd;e für nnwiirbig galt. ZS bübete ftd> eine SBaffenetiquette aus, ein©runbgefeh, nur mit foldjen 31t fed;tcn, bei benen gleid;e Stittergefinnung unb Stunft*mäßigteit borauSgefejü würbe, alfo nur mit ritterlich gebornen unb exogenen; auf Bor*theile 31t refigniren, Weld;e ber bloße Bufatl gewährte, fid> aller geinbfehaft 3U begeben,fobalb ber ©ieg in ber Stunft erwiefen war: Sur§ eine eble Haltung, bie man heutenod; als bie einen ritterlichen Stampf auS3eichnenbe betrachtet. 3 )iefer fd;öne B lt 3 inteuropäifdjen SlbelSWefen ift bon h°h er fitttidjer SBcbeutung.
SBeldje anftrengenben Uebungen in jener ritterlichen Shtnft ber Sßaffcn bie armigeriburd^untadjen hatten, ift unferer Beit faft unglaublich. SJtan fietjt eS unter anbern inber SebenSbefdfreibung beS jungen Stittcrg Boueicaut bei La Curne de Sainte-Palaye.Biete ber Uebungen 3eigen eine fpftematifche Betreibung ber SUtuSfetftärlung, unb bieSeiftungen gleichen bollfommen benen ber Stunftreiter unb BoltigeurS unferer Stage, unbübertreffen bie ber geWohnlidjen STurner in jeber Be3iehung, inbem fie bod; 3ugleid)weniger pebantifdj unb {ebenfalls eleganter finb. ©old;e Uebungen nahmen, Wte manfieht, namentlich bie Beit unb Straft ber altern Stnappen in Infprud;. 3 )er jungefperr ton Boueicaut tljat faft nichts anbereS, meme quant (fo) il estait au logis,s’essayait avec les autres eeuyeurs a jeter la lance ou autres essais de guerre, neja ne cessait. ©ie begleiteten bie Herren in 5 el;ben, fodjten aber in ber Stegei nichtfelbft mit in ben lunftmäßigen Stampfen ber fjerren, fonbern waren SBaffenträger, be=forgten bie jßferbe, unb waren im Stampfe felbft eine Slrt bon ©ecunbanten ber Stitter,ba fie fid) ftreng in ben @ren3en ber ÜDefenflöe hatten foHten.
Snblid;, nicht bor bem 21ten SebenSjahre, bereitete fich ber Sbelhtappe bor 3unt(Eintritt in ben ©taub ber Stitter. ®iefer erfdjien atlmäplid) als ein Bitnb bon 2 luS=erlefenen, bie ftreng ben gforberungen ber Äirdje, ber Sehenstreue unb ber SBaffen*etiquette gemäß leben Wollten, unb in biefer §infid;t als geprüft erfreuen. ®ie Sluf*nähme unter biefe StuSerlefenen erfdjien Wie eine Heiligung beS Sinjelnen: er bereitetefid; bor burd; Saften, burdh Siädjte im ©ebet 3ugebrad;t, burd; Buße unb Beichte unbben ©enuß be§ ©acrantentS; ben Stitterfd;tag ertheilte il;m ein boWommener Stitterunter berfdjiebenen Zeremonien, häufig am Slltare in ber Slirdje, ober au großen lpof=fejten bor bem £h r °u e / auch au f * 3em @d;Iad;tfetbe.
®a bieSvauen auf bie Haltung beS StüterftanbeS einen fo großen Sinfluß übten,