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Miraorod — Mischgeschwülste.
die Staatsanleihe von300Mill. Realen u. gründeteden span. Oreäit mobilisr. Dkit allen diesen Unter-nehmungen erwarb ersich einungeheuresVermögen,aber 1861 wurde er wegen ungeregelter Geschäfts-führung bei derEisenbahukasse in einen Proceß ver-wickelt, zwar 1862 freigesprochen, aber nach einerWiederausnahine desselben zu einer Gefängnißstrafeverurtheilt. Nach seiner Befreiung begann er seineUnternehmungen wieder, namentlich suchte er, wie-wohl vergeblich, die in Verfall gerathene Eisenbahn-kasse wiederaufzurichten. 1869 ward er wegen Ver-leumdung von Pereire angeklagt u. 1870 zu 6 Mo-naten Gesängniß verurtheilt wegen heftiger Angriffeauf seine früheren Richter in seinem Pamphlet: binvrims juciisiaire; er st. 6. Juni 1871 auf seinemLandsitze bei Marseille. Bartling.
Mirgorod, Kreisstadt im russ. Gonv. Poltawa(Kleinrußland), am Chorol; Kreisschnle; 7485 Ew.Im Kreise der Stadt wird viel Sackleinwand gewebt.
Miriam, s. Asteroiden, Nr. 102.
Miriditen (Mirditen, d. h. Tapfere), Födera-tion verschiedener stammverwandter, albanesischerVölkerschaften im nördl. Albanien, u. zwar in demvonder Schwarzen u.GroßenDrin umrahmten, zumTheildnrchflossenen Gebirgskunde, das auf eine kleineStrecke auch an das Adriatische Meer stößt. Sie wer-den auf 60—70,000 (nach And. auf nur 18—22,000)Köpfe geschätzt, sind ein tapferes, wildes, freiheitlie-bendes Volk, das hauptsächlich von Jagd, Ackerbauu. Viehzucht, auch wol von Räuberei lebt. Die Feldar-beiten rc. werden von den Weibern verrichtet. DerReligion nach sind sie römisch-katholisch und gehörenzum Erzbisthum Skutari. Sie sind der H. Pfortenur nominell unterworfen, zahlen keine Stenern n.haben einen eigenen erblichen Fürsten, den Dodas,derinOroschresidirt. Derselbe ist ihr oberster Kriegs-herr u. Richter, doch findet seine Gewalt Beschränk-ung durch die Ältesten der einzelnen Districte u. dieobere Geistlichkeit. Sie sollen 9000 waffenfähigeMänner ins Feld stellen können. Im Frühjahr 1877nahmen sie als Verbündete der Montenegriner An-theil an den Kämpfen gegen die Türken, und auchiin Herbste dess. I. erhoben sie sich wieder. Schroot.
Miriki, s. Affen, S. 224.
Mirjam (so v. w. Maria), Tochter Amrams,Schwester von Moses u. Aaron.
Mirkhond, Mohammed ben Khawend-schah, bekannt unter dem Namen M., berühmterpers. Geschichtschreiber, geb. 1433 nahe bei Nischa-pur, gest. in Herat 1498; Verfasser des großen per-sischen Geschichtswerkes, betitelt: Ranäsiat slsacka, üsirat alandija. valmolnü valeiralakk, d. i. Gartender Reinheit über den Lebenslauf der Propheten,Könige n. Khalifcn, das, außer einer Einleitungüberden Werth der Geschichte, in 6 Theilen die Geschichtevon der Schöpfung der Welt bis zur Regierung desTimuriden Abu Said beschreibt. Dazu fügte seinSohn Khondemir, der einen Auszug aus jenem Ge-schichtswerke gemacht hat, noch einen 7. Theil, wel-cher das Leben Sultans Mirza Husein Behadur u.verschiedene andere geschichtliche, geographische undnaturwissenschaftliche Abhandlungen enthält. M-sGeschichtswerk ist eine Hanptqnelle für die GeschichtePersiens u. dervielenDynastien; herausgegeben vonAli Kuli Khan in 7 Bdn., nebst S anderen Bdn.,worin die Geschichte Persiens von 1500—1856 fort-
gesetzt ist, Teheran 1853—56. Einen Abriß ausdem ganzen Werke besorgte der Portugiese PedroTexeira unter dem Titel: Xelaoionss äsl ori§in,ässosnäsnoia, / snoesssion äs los rsz-ss äa, kersia,Coimbra 1610, srauz. von Cotolendi, Par. 1681.Ferner erschienen aus M-s Geschichtswerke: His-torik priorum rsZum ksrsarnm, Wien 1782; His-torik Lkmaniäarum, pers. und latein. von Wilken,Gött. 1808, pers. und franz. von Defremery, Paris1848; Histoirs äs In äzmastis äos Ismaslisvs,pers. u. franz. von Jourdain, im 9. Bde. der Xot.st Xxtr., Par. 1812; la l?rskaos, franz. übers, vonde Sacy, im 9..Bde. der Xot. st Xxtr., Par. 1812;Ristoria,6Imr1äkrumg,tgnöOIia.rkoüitLjorum,pers.u. lat. von Mitscherlich, Franks. 1818, Historik Va-Irsriäkrnm, pers. n. lat. von Mitscherlich, Gött. 1814u. Berl. 1819; llistorik Oksnsviäarnm, pers. u. lat.von Wilken, Berl. 1832; Histor/oktbs sarJ XinZsok ksrsia trom Xkimars to tüs oongnsst ob Irandx XIsx. tüs Arsat, ins Engl, übers, von DavidShea, Lond. 1832; Geschichte her Sultane aus demGeschlechts Bujeh, pers. u. deutsch von Wilken, Berl.1835; llistoria Lsläsotmüiäarnm, pers. n. deutschvon Vullers, Gieß. 1837 n. 38; Vis äs DssnAdirXükn, pers. von Janbert, Par. 1841; Histoirs ässZultkns än Xirarorm, pers. von Defremery, Par.1842; 'i?üs Xistorx ok tilg Xtkdsüs ob 8/rik anäi?orsik sä. bz- illorisz-, Lond. 1848.
Miropolje, Stadt im rnss. Gonv. Kursk, amPsjöl, einem Nebenflüsse des Dnjcpr; lebhafter Han-del mit Schuhwaaren, Leder, Theer, Fischen, SalzGetreide rc.; 10,754 Ew.
Mirow, Marktflecken im Kreise Stargard desGroßherzogthums Mecklenbnrg-Strelitz, am gleichn.See; großherzogliches Schloß, Schullehrerseminar;1871: 1750 Ew. — M. war sonst Johanniterkom-thurei und kam 1648 im Westfälischen Frieden anMecklenburg.
Mirzafmr, 1) Distr. der Division Benares inden indobrit. NWProvinzen, am linken Ufer desGanges, durchschnitten von der Eisenbahn Calcutta-Delhi; l3,467sIW n. 1,015,293 Ew., meist Hindu.2) Hanptort darin, am Ganges und der genanntenEisenbahn; bed. Baumwollenhandel, Industrie inTeppichen u. Baumwollenfabrikaten, mit 71,849 Ew.
Mirza-Schaffy, aus Gjändscha in der georgischenProvinz Karabagh, war 1844 in Tiflis der LehrerBodenstedts (s. d. S. 599). Er st. 1856.
Misandrie(griech.), Männerschen, Männerhaß.
Misanthropie (v. Gr.), Menschenhai), bei. alsdauerndeGemüthsstimmnng; Misanthrop, Men-schenfeind.
Itilisosllanea (lat., Miscellen), Schriften, Aufsätze,Artikel u. Abhandlungen vermischten Inhalts.
Mischabelhörner, ein mächtiger, dreigipfeligerGebirgsstock im Bezirk Visp des schweizer. KantonsWallis, die nordöstliche Fortsetzung des Monte-Rosa-stocks; erreicht im Grabenhorn oder Dom 4554 m.
Mischgeschwülste (Combinationsgeschwüste),Neubildungen, die entweder aus verschiedenen Ge-weben zusammengesetzt sind, z. B. aus Bindegewebeu. Knochen, oder die in sich den Bau einzelner ganzspecifischer Geschwulstformen vereinigen, z. B. Cysten-krebs , bei welchem man also den Bau des Krebsesu. der Cysten beobachtet. Am häufigsten bildet derKrebs allerlei Verbindungen mit anderen Geschwül-